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3 heiße Technologien, die Investoren 2019 überraschen könnten

Foto: Getty Images

Neues Jahr, neue Trends. Technologieunternehmen aller Art arbeiten hart daran, das nächste große Ding zu entwickeln. Anleger, die im richtigen Moment auf das richtige Pferd setzen, können traumhafte Gewinne erzielen. Hier sind einige Technologien, bei denen sich in diesem Jahr frische Chancen auftun könnten.

1. Das Exoskelett wird gesellschaftsfähig

Auch wenn bereits eine Menge möglich ist, um gehbehinderte Menschen und Schwerstarbeiter mit roboterartigen Strukturen zu unterstützen, blieb es bisher eher bei Einzelfällen. Manchmal scheiterte es an der Akzeptanz, ein anderes Mal an den Kosten oder schlicht an der Unausgereiftheit der Technik. Aber schon in diesem Jahr könnte mehr Bewegung in das Thema kommen. Schließlich hat sich der führende Medizintechnikkonzern Otto Bock Healthcare dazu entschlossen, einen weiteren Anlauf an die Börse zu unternehmen.

Das Kerngeschäft unter der Marke Ottobock umfasst Rollstühle, Prothesen und Orthesen. Ein bedeutender Teil der Börsenstory dürfte sich allerdings um Exoskelette drehen. Bereits jetzt kann das Unternehmen einige interessante Entwicklungen vorweisen. Der neu gegründete Geschäftsbereich Ottobock Industrials hat ein leichtes System im Angebot, das die Schultern bei Überkopfarbeit entlasten soll. Für mich wird das einer der spannendsten IPOs in diesem Jahr und ich rechne damit, dass wir noch sehr viel über innovative Exoskelette lesen werden.

2. Chips für die künstliche Intelligenz

Hierbei handelt es sich um ein Thema, das bereits Ende 2017 erste Wellen geschlagen hat. So hat sich beispielsweise Huawei damit gebrüstet, in seinen Top-Smartphones KI-Chips verbaut zu haben, die gewisse Funktionen um ein Vielfaches schneller und effizienter ausführen können. Auch die gesamte Silicon-Valley-Prominenz beschäftigt sich intensiv mit KI-Chips, denn ohne sie würde die Smartphone-Batterie in wenigen Minuten leergesaugt, wenn die intelligenten Assistenzfunktionen auf Hochtouren laufen.

Selbst Tesla (WKN:A1CX3T) hat zuletzt ein eigenes Design vorgestellt. Das ist aber auch nötig, denn Anwendungen wie das autonome Fahren oder Industrie 4.0 sorgen für wahnsinnige Datenströme, die aufwendig in Echtzeit ausgewertet werden müssen. Mit herkömmlicher Rechentechnik bräuchte man einen stromfressenden Supercomputer für jede Fabrik und jedes Auto. Das ist seit einiger Zeit auch deutschen Autokonzernen klar geworden. Deshalb hat etwa BMW (WKN:519000) im Dezember an einer großen Finanzierungsrunde der aufstrebenden britischen Graphcore teilgenommen.

Graphcores „Intelligence Processor Unit“ unterstützt diverse maschinelle Lerntechniken und lässt sich daher flexibel einsetzen. Das hat Potenzial, aber wir sollten damit rechnen, dass sich die Wettbewerber in diesem Jahr mit Innovationen gegenseitig überschlagen. KI-Chips stellen eine Schlüsseltechnologie dar, die einen neuen Champion hervorbringen könnte, so wie der Standard-PC Intel (WKN:855681) groß herausgebracht hat oder das Mobiltelefon Qualcomm (WKN:883121).

3. Kooperative Roboter (Cobots)

Roboter, die abgeschirmt Schwerstarbeit leisten oder kleine Dinge in Hochgeschwindigkeit positionieren, sind schon längst Standard in den Fabriken dieser Welt. Aber die sensibleren Gesellen, die Seite an Seite mit Facharbeitern werkeln, durften noch kaum zum Einsatz kommen. Es gab auch bereits diverse Fehlschläge. Rethink Robotics musste beispielsweise im Oktober 2018 die Tore schließen. Die deutsche Engineering-Gruppe HAHN erkennt aber offenbar Potenzial in der Cobot-Technologie und hat das Know-how aus der Insolvenzmasse aufgekauft.

Frühere Mitarbeiter von Rethink sind Berichten zufolge zu Universal Robots gewechselt. Der Marktführer aus Dänemark gehört seit 2015 zu Teradyne (WKN:859892), einem Anbieter von automatisierten Testsystemen für die Halbleiter- und Elektronikindustrie. Neben solchen noch relativ kleinen Robotik-Spezialisten setzen auch die Großen wie etwa ABB (WKN:919730) darauf, eigene kollaborative Lösungen massentauglich zu machen. Hierfür wurde 2017 mit einem japanischen Konkurrenten eine Zusammenarbeit vereinbart, um gemeinsame Standards und ein passendes Betriebssystem zu entwickeln.

Spannend finde ich auch die Möglichkeiten, die sich aus der Kombination von solchen Robotern mit selbst fahrenden Intralogistikfahrzeugen (AGV) ergeben. So kann tatkräftige Hilfe schnell an jeden Standort in Lager oder Fabrik gelangen. Bei AGVs gehört Dematic, eine Tochter der KION Group (WKN:KGX888), zu den weltweit stärksten Spielern. Mitte 2018 wurde dort der Geschäftsbereich Robotics Center of Excellence gegründet.

Und sonst?

Für diesen Artikel habe ich mir drei Themen herausgepickt, die bei den meisten Lesern wahrscheinlich nicht ganz im Fokus liegen. Stärker im Vordergrund sind einige der Themen der aktuell laufenden Konsumelektronikschau (CES) in Las Vegas, darunter faltbare Displays, megagroße 8K-Displays, 5G-Mobilfunk, 3D-Drucker, Blockchains und die erweiterte Realität (AR/VR). Das meiste davon wird uns vermutlich das ganze Jahr über verfolgen und wenn man sich die richtigen Gedanken macht, könnte man auch dort auf ausgezeichnete Investitionsgelegenheiten stoßen.

Wichtig ist auf alle Fälle, sich immer zuerst die Qualität des Unternehmens anzuschauen – nicht nur was Technik angeht, sondern auch die Art und Weise, wie die weltweiten Märkte erobert werden sollen. Das beste Produkt wird keinen Erfolg haben, wenn es an einer dynamischen Vertriebsstrategie mangelt und die Fähigkeit, produktive Partnerschaften einzugehen, unterdurchschnittlich ausgebildet ist.

Ganz klar, 2019 wird ein Jahr voller Innovationen, und ich wünsche dir ein glückliches Händchen bei der Auswahl der entsprechenden Aktien!

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Ralf Anders partizipiert über ein von ihm betreutes Indexzertifikat an der Aktienentwicklung von KION. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt Aktien von Qualcomm. The Motley Fool empfiehlt BMW und KION.

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