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Wurde Facebook gerade zur besten Möglichkeit, um in die Blockchain zu investieren?

Foto: The Motley Fool.

2018 war das Jahr, in dem der Kryptowährungsboom seinen Höhepunkt erreichte. Nachdem der Wert 2017 sprunghaft gestiegen war, wurden digitale Währungen wie Bitcoin Anfang 2018 dann gnadenlos ausverkauft — die Preise sind aber immer noch viel höher sind als vor ein paar Jahren.

Für einige Unternehmen, die durch das gestiegene Interesse an digitalen Währungen einen Schub erhalten hatten, war die Implosion verheerend. Doch das hindert andere nicht daran, in Krypto-Vermögenswerte und die zugrunde liegende Blockchain-Technologie zu investieren. Hier kommt Facebook (WKN:A1JWVX) ins Spiel, das Berichten zufolge an der Blockchain-Technologie — genauer gesagt an einem stabilen Token — arbeitet, das in den WhatsApp Messaging-Service integriert wird, um Geldtransfers in Indien zu erleichtern.

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DATEN VON YCHARTS

Was ist ein Stablecoin?

Ein Stablecoin ist eine Art Kryptowährung, die an den Wert der Währung eines Landes gebunden ist; im Falle des Facebook-Projekts wäre das der US-Dollar. Die Anbindung der Währung an den US-Dollar hilft, die Preisvolatilität zu minimieren, insbesondere die Art, die Bitcoin plagt, wie in der obigen Grafik dargestellt. Das könnte Stablecoins zu nützlichen Instrumenten im E-Commerce und beim Geldtransfer machen.

Stablecoins könnten in der realen Welt jedoch Schwierigkeiten mit sich bringen. Sie würden wahrscheinlich als offizieller Vermögenswert bezeichnet werden — was zusätzliche Auflagen erfordert, die erst noch erfüllt werden müssen. Darüber hinaus müsste die Währung auch mit Dollars gedeckt sein. Dennoch ist Facebook nicht das einzige Unternehmen, das Interesse an Stablecoins bekundet hat.

Japans zweitgrößte Bank, die Mizuho Financial Group (WKN:200455), plant die Einführung eines an den Yen gebundenen Stablecoin für die Nutzung digitaler Transaktionen im Jahr 2019. Die Bank plant, die Währung zu monetarisieren, indem sie Einzelhandels-Unternehmen eine Gebühr für ihre Nutzung berechnet – wobei diese Gebühr niedriger wäre als die üblichen Kreditkartengebühren und die Zahlungsabwicklung viel schneller wäre.

Warum Indien?

Das vermeintliche Interesse von Facebook, Stablecoins nach Indien zu bringen, könnte einer ähnlichen Idee folgen wie Mizuho, denn die Konzentration auf das Land ist sinnvoll. Indien hat über 460 Millionen Internetnutzer und ist damit nach China der zweitgrößte Markt der Welt. Trotz des „Entmonetarisierungsbemühungen“ der Regierung, die versucht, eine bargeldlose Wirtschaft zu fördern, wird der größte Teil des Handels in Indien immer noch in bar abgewickelt. Facebook könnte mit seinem Stablecoin-Projekt den Übergang zu bargeldlosen Online-Transaktionen und -Transfers beschleunigen — eine große Chance angesichts der über 1,3 Milliarden Einwohner Indiens.

Auch andere Technologie- und E-Commerce-Unternehmen tummeln sich in Indien. Walmarts Beteiligung an Indiens größter E-Commerce-Site Flipkart und Berkshire Hathaways Beteiligung am FlipKart-Konkurrenten Paytm sind zwei Beispiele. Der Schritt von Facebook könnte für das Unternehmen eine einzigartige Möglichkeit sein, auf die sich entwickelnde Konsum- und Digitalwirtschaft des Landes zu setzen, ohne sich selbst im Einzelhandel engagieren zu müssen.

Was bedeutet das für Facebook?

Da sich das Wachstum der Nutzerzahl von Facebook verlangsamt und die regulatorische Kontrolle zunimmt, hat das Unternehmen die Jahre 2018 und 2019 als „Investmentjahre“ bezeichnet. Es wird erwartet, dass die Ausgaben schneller steigen werden als die Einnahmen, da das Unternehmen neue Tools und Dienstleistungen entwickelt, um die globale Gemeinschaft zu verbinden. Für langfristige Investoren ist das keine schlechte Sache.

Facebook hat eine riesige Nutzerbasis. Das Unternehmen sagt, dass über 2 Milliarden Menschen mindestens eine seiner Apps nutzen (Facebook, WhatsApp, Instagram und Messenger). Der König unter den sozialen Netzwerken hat seine Plattform durch Werbung monetarisiert, aber die aufkommende digitale Zahlungsindustrie könnte ein Weg sein, um die Einnahmen zu diversifizieren und eine zukünftige Wachstumsquelle zu schaffen.

Das Stablecoin-Projekt von Facebook ist noch in Arbeit, und es wurde kein Startdatum genannt. Ebenso sind keine Details darüber bekannt, wie es tatsächlich funktionieren soll. Dennoch ist es eine spannende Entwicklung für Anhänger von Kryptowährungen und die Facebook-Aktionäre gleichermaßen. Mit einer massiven globalen Nutzerbasis könnte Stablecoin das soziale Netzwerk zu einer attraktiven Möglichkeit machen, auf die Blockchain-Technologie zu setzen.

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Dieser Artikel wurde von Nicholas Rossolillo auf Englisch verfasst und am 30.12.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt , damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien) und Facebook und empfiehlt diese.

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