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Fresenius, Lufthansa und BASF: 3 Aktien, die mindestens 33 % an Wert verloren haben, 2019 jedoch durchstarten könnten

Das turbulente Börsenjahr 2018 hat seinen Investoren viel abverlangt. Vor allem in den letzten Handelstagen kamen die weltweiten Indizes noch einmal unter Druck, was unter anderem dazu geführt hat, dass auch unser heimischer Leitindex, der DAX, historisch tief steht.

Auch einzelne Aktien des DAX wurden innerhalb der vergangenen Wochen ordentlich abgestraft. Werfen wir in diesem Sinne einen Foolishen Blick auf die Aktien von BASF (WKN: BASF11), Fresenius (WKN: 578560) und der Lufthansa (WKN: 823212), die ebenfalls mindestens ein Drittel ihres Wertes verloren haben.

Allerdings auch durchaus das Zeug haben könnten, schon bald wieder durchzustarten. Vielleicht ja schon im kommenden Jahr.

1) BASF

Eine erste Aktie, die seit Anfang des Börsenjahres erheblich an Wert verloren hat, ist definitiv die des Chemiekonzerns BASF. Notierte das Papier vor rund zwölf Monaten noch bei 93,69 Euro, finden wir die Aktie gegenwärtig bei 60,89 Euro wieder. Immerhin ein Einbruch von 35 %.

Ich habe in den vergangenen Tagen schon häufiger erwähnte, dass BASF in letzter Zeit wirklich viel zu verkraften hatte. Sowohl größere Probleme wie die Gewinnwarnung, die letztlich einen Einbruch des Gewinns um bis zu 20 % wahrscheinlich werden ließ, als auch kleinere Probleme wie der wetterbedingte Ausfall des Kunststoffvorproduktes TDI im Hauptwerk in Ludwigshafen.

Dennoch ist die BASF-Aktie momentan mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 11 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,80 vergleichsweise günstig bewertet. Sobald daher einige operative Probleme gelöst sind, hätte die BASF-Aktie definitiv das Zeug, um wieder durchzustarten. Zumal der Chemiekonzern langfristig nach wie vor damit rechnet, im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen zu können. Daher könnte sich hier trotz dieser kleineren Delle ein durchaus attraktiver, langfristiger Value-Wachstumsmix verbergen.

2) Lufthansa

Eine zweite Aktie, die in den vergangenen zwölf Monaten ordentlich an Wert eingebüßt hat, ist definitiv die der Lufthansa. Nach dem hervorragenden Börsenjahr 2017 stieg das Papier gleich zu Beginn des Jahres 2018 in den Korrekturmodus ein und verlor auf Sicht des letzten Jahres rund 36 %.

Trotz kleinerer Problemchen innerhalb dieses Sommers, beispielsweise hohe Flugausfallraten, lief es aus operativer Sicht eigentlich recht rund. Die Lufthansa rechnet für das laufende Geschäftsjahr nämlich weiterhin mit einem Zahlenwerk, das lediglich knapp unter dem des Vorjahres liegen dürfte. Und hier hat die Lufthansa mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 5,03 Euro einen Rekordwert erzielt.

Zwar könnte auch im kommenden Börsenjahr das Ergebnis erneut leicht zurückgehen, wie die Lufthansa bei der Bekanntgabe der Zahlen für die ersten neun Monate des aktuellen Geschäftsjahres bekannt gegeben hat. Nichtsdestoweniger dürfte die Aktie der Airline für das laufende Börsenjahr mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von lediglich 4 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von rund 1 preiswert bewertet sein.

Investoren könnten sich auch hier durchaus fragen, ob der Abverkauf nicht inzwischen übertrieben ist und die Lufthansa nicht reif für eine Kurserholung sein dürfte.

3) Fresenius

Eine dritte Aktie, die im letzten Jahr ordentlich Federn lassen musste, ist die des Gesundheitskonzerns Fresenius. Zwei Gewinnwarnungen innerhalb kürzester Zeit brachten hier die Anleger und den Aktienkurs gleichermaßen aus der Räson. Insgesamt verlor das Papier im Jahreszeitraum rund 35 %.

Dennoch gibt es auch bei Fresenius nach wie vor viel, was die Investoren durchaus zu schätzen wissen könnten. Eine günstige fundamentale Bewertung, gepaart mit einer sehr verlässlichen und inzwischen sogar adeligen Dividendenstory, sowie die Aussicht auf weiteres organisches und anorganisches Wachstum könnten nur drei der vorhandenen langfristigen Attraktivitätsmerkmale sein. Auch wenn das kommende Börsenjahr 2019 durchaus noch einmal von Stagnation geprägt sein dürfte.

Ein Abverkauf in einer Größenordnung von mehr als einem Drittel könnte jedoch auch hier übertrieben sein. Eher konservative Anleger, die auf der Suche nach einer günstigen, dividendenstarken Gelegenheit mit weiteren moderaten Wachstumsaussichten sind, könnten hier durchaus an der richtigen Adresse sein.

Ein Drittel ist wirklich nicht wenig …

Wie gesagt, die Börsen haben in den vergangenen Wochen und Monaten häufiger mal korrigiert. Und weltweit könnte es natürlich viele interessante Aktien geben, die inzwischen deutlich günstiger bewertet sein dürften.

Wenn eine Aktie jedoch um mehr als ein Drittel an Wert verliert, ist sie zumindest für mich immer einen interessierten Blick wert. Und wer weiß, vielleicht siehst du das bei diesen drei DAX-Vertretern ja ganz ähnlich.

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Vincent besitzt Aktien von BASF und Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.