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Bitcoin Cash +131 %: Darum boomen Kryptowährungen wieder

Während die meisten Aktionäre derzeit ziemlich am Jammern sind, hört man die Kryptoanhänger jauchzen. Keine andere Anlageklasse hat in den letzten Tagen besser abgeschnitten. Was ist los bei Bitcoin, Ethereum, IOTA und Co.?

Festtagsstimmung

Ja, es geht auf Weihnachten und Silvester zu und im Reich der Kryptowährungen wird noch mal ein schönes Feuerwerk abgebrannt. Über die letzten sieben Tage (Stand 21.12.) hat der klassische Bitcoin 24 %, die Ripple-Währung XRP 25 %, das ursprüngliche Ethereum 31 %, Litecoin 47 %, IOTA 48 % und Bitcoin Cash sensationelle 131 % zugelegt. Zahlreiche Mini-Coins wurden geradezu von den Toten auferweckt. Ihre Marktkapitalisierung vervielfachte sich.

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Den Vogel schoss der als „Blockchain Utility Token“ konzipierte XcelToken ab: Er hat sich in der Spitze über die letzte Woche fast verhundertfacht (!). Die aktuell laufende Kampagne in den sozialen Medien scheint zu funktionieren. Aber das erklärt nicht, warum mehrere Hundert Coins jeder Größe in diesen Tagen stark im Plus sind.

Die Gründe

Der offensichtliche Anlass liegt in der überbordenden Unsicherheit, die aktuell in der herkömmlichen Wirtschaftswelt herrscht. Amerikas Handelskrieg treibt immer buntere Blüten, Europa droht auseinanderzureißen, diverse Schuldenberge sind wieder stärker im Rampenlicht, das Inflationsgespenst kommt zurück, die Konjunktur droht abgewürgt zu werden und die allgemeine Börsenstimmung ist am Boden.

Es gibt also durchaus gute Gründe, dem herrschenden System zu misstrauen und sich nach Alternativen umzusehen. Wo man früher als sicheren Hafen Gold gekauft hätte – dessen Preis zu einem guten Teil von elitären Institutionen kontrolliert wird –, wenden sich heute viele Leute lieber den als anarchisch geltenden Kryptowährungen zu. Da hat sich also einiges zusammengebraut und nach der desolaten Performance der letzten Wochen und Monate war es wohl mal wieder Zeit für eine große Welle nach oben. Ein Faktor dürfte daneben die Hoffnung auf eine baldige Zulassung von Bitcoin-ETFs durch die amerikanische Wertpapieraufsicht sein.

Aber ist das schon alles? Ich denke nicht. Wie bereits im Sommer und Herbst, als systematisch die Marke von 6.000 US-Dollar verteidigt wurde, dürfte auch hier ein konzertiertes Vorgehen von mächtigen Spielern im Kryptomarkt eine Rolle spielen. Es war zuletzt zu leicht für private Spekulanten, durch das Wetten auf fallende Kurse mit Differenzkontrakten (CFD), „Binäroptionen“ und Futures Gewinne einzufahren. Solchen Tradern wurde in den letzten Tagen ordentlich in die Suppe gespuckt. Wer sich zu sicher war, dass es nur noch nach unten gehen kann, der steht jetzt vor Weihnachten mit einem langen Gesicht da – genau nach dem Geschmack der Hintermänner der Kryptowelt.

Schließlich sollen die Teilnehmer auf den Zockerplattformen – wie etwa Atlético-Madrid-Sponsor Plus500 (WKN:A1W3GY), Manchester-City-Unterstützer GAIN Capital (WKN:A1C2YJ) oder der kürzlich in einer ARD-Reportage erschreckend negativ aufgefallene Juventus-Turin-Partner 24option – in beiden Wettrichtungen an Gewinnchancen glauben. Gut möglich also, dass diese einen Teil ihrer enormen Gewinne zum Anschieben der laufenden Welle eingesetzt haben und dann durch das Ausknocken der Bären gleich wieder auf ihre Kosten gekommen sind.

Wie es jetzt weitergeht

Ich muss sagen, dass mich die Breite des Aufschwungs am Kryptomarkt auf den ersten Blick überrascht. Andererseits ist zu bedenken, dass Bitcoin mehr als die Hälfte der gesamten Marktkapitalisierung auf sich vereint. Man braucht also lediglich den doppelten Einsatz, um zusätzlich zu Bitcoin gleichzeitig noch eine Vielzahl weiterer Coins zu stimulieren.

Die Hoffnung ist nun wohl, dass möglichst viele kryptoaffine Menschen weltweit wieder auf den Zug aufspringen und dabei helfen, die Welle noch ein gutes Stück auszudehnen. Das würde den Großanlegern erlauben, ihre Bestände zu, wie ich finde, fantastischen Preisen abzubauen. Man darf ja nicht den Fehler machen, den Preis mit den Höchstständen zu vergleichen, sondern muss sich auf die Kurse von vor zwei bis drei Jahren zurückbesinnen, als der Bitcoin noch dreistellig notierte und das Schürfen viel günstiger war.

Während es sich bei Bitcoin und Co. also vermutlich lediglich um eine technische Reaktion im Abwärtstrend handelt, könnte es für Anleger nun so langsam Zeit werden, sich wieder den echten Investitionen zuzuwenden. Denn an der Börse sind viele Kurse von Top-Unternehmen mittlerweile so stark ausgebombt, dass ein Einschwenken auf einen längerfristigen Aufwärtstrend aus meiner Sicht zunehmend wahrscheinlich wird.

Über Langeweile kann man bei Aktien derzeit zwar sicherlich auch nicht klagen und weitere Schrecksekunden sind nicht auszuschließen. Aber hinter der Aktie steckt immer ein echtes Unternehmen, das wachsen und Gewinne erwirtschaften will. Also ich zumindest schaue mich aktuell intensiv bei den glänzenden DAX-Coins um.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen und keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen und keine der erwähnten Aktien.

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