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Canopy Growth vs. Scotts Miracle-Gro: Welche Cannabisaktie ist der bessere Kauf?

Foto: Getty Images

Denkt man mal fix an Cannabisaktien, kommt einem wahrscheinlich als erstes eine wie Canopy Growth (WKN:A140QA) in den Sinn. Das Unternehmen züchtet und produziert Cannabisprodukte, darunter Blüten und Öle. Interessanterweise ist aber auch das Unternehmen Scotts Miracle Gro Company (WKN:883369) in den USA zu einer echten Marihuanaaktie geworden, auch wenn man noch immer eher für Rasen- und Gartenprodukte bekannt ist. Denn Scotts hat sich als der führende Zulieferer der Branche etablieren können.

Schaut man sich mal die Zahlen seit Anfang des Jahres an, kann man diesen Artikel eigentlich gleich hier beenden. Denn Canopy konnte fast 80 % zulegen. Und Scotts? Nun, die Aktien sind um mehr als 25 % gesunken. Trotzdem die Frage: Welche dieser beiden Aktien ist die bessere Wahl für langfristig denkende Anleger?

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Was für Canopy spricht

Bevor man sich an die Argumente pro Canopy macht, sollte man sich über die enormen Wachstumschancen für die weltweite Cannabisbranche im Klaren sein. Viele Länder haben mittlerweile medizinisch verwendbares Marihuana legalisiert. Kanada und Uruguay haben sogar schon die Verwendung von Cannabis zum Freizeitgebrauch legalisiert, außerdem 10 US-Bundesstaaten sowie der District of Columbia. Nicht wenige Experten gehen davon aus, dass der weltweite Markt für Cannabis in den nächsten 15 Jahren 100 Milliarden USD und vielleicht noch viel mehr wert sein wird.

Canopy Growth scheint wohl bestens positioniert zu sein, um in dieser Branche Erfolge zu feiern. Man verfügt derzeit über 4,3 Millionen Quadratmeter Anbaufläche in Kanada. Mit seinen Tochtergesellschaften verfügt Canopy über eine stets wachsende Fläche von 5,6 Millionen Quadratfuß.

Die Produktionskapazität ist aber nur ein Schlüssel zum Erfolg von Canopy Growth. Die Vertriebskanäle sind ein weiterer. Canopy hat Lieferverträge für den kanadischen Marihuanamarkt für den Freizeitgebrauch in allen kanadischen Provinzen und Territorien abgeschlossen. Auch in Sachen Ladengeschäfte prescht man aggressiv nach vorn.

Anfang des Jahres investierte das große Getränkeunternehmen Constellation Brands 4 Milliarden USD in Canopy Growth und erhöhte damit seinen Anteil an Canopy auf 38 %, außerdem hat man die Option, noch mehr Aktien zu erwerben. Diese Transaktion konnte den Status von Canopy Growth als führendes Unternehmen in der Cannabisindustrie festigen und gab dem Unternehmen genug Barmittel, um das Geschäft rasch auszubauen. Constellation Brands und Canopy Growth planen, mit Cannabis versetzte Getränke in Kanada auf den Markt zu bringen, sobald die Regularien diese Art von Produkten erlauben.

Canopy Growth ist bereits auf mehreren internationalen Märkten für medizinisch verwendetes Marihuana präsent, darunter Australien, Südamerika, Afrika und Europa, vor allem aber auch bei uns in Deutschland. Das Unternehmen ist bereit, in allen Ländern aktiv zu werden, wo der Verkauf von Cannabis legal ist oder demnächst wird.

Argumente für Scotts Miracle-Gro

Das Wachstum der globalen Cannabisindustrie ist auch ein wichtiger Faktor für Scotts Miracle-Gro. Allerdings hat das Unternehmen seinen Fokus eher auf dem US-Markt.

Das ist eigentlich ein Plus für Scotts. In den USA findet derzeit rund 85 % des gesamten legalen Marihuanaverkaufs weltweit statt. Dieser Prozentsatz wird in den nächsten Jahren aufgrund der Expansion der Märkte in anderen Ländern leicht zurückgehen. Aber die USA werden weiterhin auf absehbare Zeit der wichtigste Markt für Marihuana-Unternehmen sein.

Dank einer Reihe von Akquisitionen ist Scotts Miracle-Gro zum wichtigsten Lieferanten für US-Cannabisanbieter geworden. Die Tochtergesellschaft Hawthorne Gardening bietet eine breite Palette von unabdingbaren Produkten an, darunter Düngemittel, Hydrokultur, Beleuchtungssysteme, Bewässerungssysteme und Lüftungssysteme.

Hawthorne Gardening holt den Löwenanteil des Geldes jetzt in Kalifornien rein. Kein Wunder, ist hier doch der mit Abstand größte Marihuanamarkt in den USA. Jedoch hat die Marke auch enormes Wachstumspotenzial in anderen US-Staaten – besonders in denen, wo Cannabis zur Verwendung in der Freizeit legal ist.

Trotzdem macht das Cannabisgeschäft von Scotts Miracle-Gro nur etwa 8 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens aus. Der Rest kommt aus dem Kerngeschäft Rasen und Garten. Scotts führt im Jahr 2019 neue Produkte ein und will die Preise erhöhen, was den Umsatz steigern dürfte. Und bei voraussichtlich wohl wärmeren Wetterbedingungen (Stichwort Klimawandel) in den kommenden Jahren könnten die Rasen- und Gartenumsätze des Unternehmens solide wachsen.

Es gibt noch einen weiteren Grund für Investoren, Scotts Miracle-Gro zu schätzen – die Dividende. Die Rendite von Scotts liegt derzeit bei 3,11 %, was neben den Wachstumsaussichten des Unternehmens ein zusätzlicher schöner Bonus ist.

Welche Aktie ist die richtige?

Für einen konservativen Investor ist Scotts Miracle-Gro wahrscheinlich die bessere Wahl. Das Unternehmen generiert einen stetigen Cashflow, ist profitabel und zahlt eine solide Dividende.

Auf der anderen Seite werden aggressivere Wachstumsinvestoren wahrscheinlich Canopy Growth schätzen. Sollte der weltweite Marihuanamarkt annähernd das Niveau erreichen, das viele erwarten, wird Canopy schnell wachsen können. Der größte Nachteil für Canopy Growth ist, dass in der derzeitigen Bewertung bereits viel Wachstum eingepreist ist. Sollte etwas passieren, das den Wachstumskurs des Unternehmens beeinträchtigt, würde die Aktie mit ziemlicher Sicherheit abrutschen.

Aber so ist es eben: Mit Risiko kommt eben auch die Belohnung (hoffentlich!). Für diejenigen, die nicht so viel Risiko eingehen wollen, empfehlen wir Scotts Miracle-Gro. Für Anleger, die mit einem höheren Risiko umgehen können, bietet sich Canopy Growth an. Langfristig sollten aber beide Marihuanaaktien echte Gewinner sein.

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The Motley Fool empfiehlt Aktien von Constellation Brands. Keith Speights besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel erschien am 11.11.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschsprachigen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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