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Drei klasse Dividendenaktien ohne China-, Trump- und Scheich-Risiko

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Drakonische Strafen der US-Justiz, Willkürpolitik von Trump, Exportstopp nach Saudi-Arabien und spontane Boykottaufrufe in China. Für Aktionäre, die die Nase voll davon haben, dass ihr Depot ständig durch solche Vorkommnisse in Übersee heruntergezogen wird, sollten sich vielleicht mal einige der im Folgenden vorgestellten risikoarmen Dividendenzahler mit reinem Europafokus anschauen.

Polarisierte Zeiten

Wutbürger, Shitstorms, America first, Eitelkeiten und Befindlichkeiten – das Klima ist unglaublich aufgeheizt. Wer gestern noch ein Held war, kann morgen schon als Schwerverbrecher gelten. Alliierte werden von einem Tag zum anderen zu Gegnern und hoffnungsvolle Märkte zum Milliardengrab.

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Dolce & Gabbana bekommt in China keine Handtasche mehr verkauft, weil ein online gestelltes Video eine Asiatin beim Spaghettiessen zeigt. Bayer (WKN:BAY001) drohen in den USA wahnsinnige Strafzahlungen, weil das fast weltweit zugelassene Pfanzenschutzmittel Roundup möglicherweise krebsfördernd wirkt. Rheinmetall (WKN:703000) wurde zunächst von den USA aus dem Iran herausgekickt und darf nun wegen des Fehlverhaltens der Saudis auch dort kaum noch Geschäfte machen. Volkswagen (WKN:766403) wurde zwar zu Hause geschont, aber in Amerika gerupft wie ein Suppenhuhn und zudem noch einer willkürlichen Handelspolitik ausgesetzt.

Manchmal brechen ganze Märkte unvermittelt weg und das Management der exportierenden Industrie weiß bald nicht mehr, wie es damit umgehen soll. Soll man die sich unkontrolliert vermehrenden Autokraten umgarnen, um das Geschäft für Mitarbeiter und Aktionäre zu retten, und dafür harsche Kritik auf dem Heimatmarkt einstecken? Wie kann man Aufmerksamkeit erreichen, ohne anzuecken und Hass zu ernten? Es scheint immer komplizierter zu werden. Bald kommt es so, dass, wenn eine kurdische Arbeiterin bei Airbus (WKN:938914) über ihren türkischen Nachbarn schimpft, Erdogan einen Flugzeuggroßauftrag storniert.

Ich finde derart impulsive Entwicklungen außerordentlich frustrierend, weil man dadurch selbst die beste Analyse eines Unternehmens in die Tonne treten kann. Es gibt einfach kaum noch Verlässlichkeit in Übersee.

Drei Ideen für mehr Verlässlichkeit im Depot

Eine Lösung könnte sein, vermehrt auf Unternehmen zu setzen, die ihren Geschäftsfokus in Euroland haben. Hier kennen wir die Rahmenbedingungen und werden nur selten von extremen Entwicklungen überrascht. Der abrupte Atomausstieg, der die Versorger fast in den Abgrund trieb, mag hier die unrühmliche Ausnahme sein. Heute ist die frühere Witwen- und Waisenaktie E.ON (WKN:ENAG99) wieder ein Stabilitätsanker im DAX. Das Überseegeschäft beschränkt sich im Wesentlichen auf gelegentliches Projektgeschäft und Dienstleistungen mit jeweils begrenztem Risiko. Das wäre also bereits eine erste Idee. Gleich weiter zur nächsten:

Freenet (WKN:A0Z2ZZ)

Weitere gute Möglichkeiten finden sich im Telekommunikationsmarkt. Freenet ist hochprofitabel und steigert seit vielen Jahren die Dividende. Für das Geschäftsjahr 2017 wurden 1,65 Euro bezahlt, also fast 10 % des aktuellen Aktienkurses (Stand 23.11.), und die Chancen stehen nicht so schlecht, dass es in Zukunft noch mehr wird.

Das Unternehmen konzentriert sich auf den deutschen Markt und verweist auf rund 13 Millionen Kunden rund um Mobilfunk und Fernsehen, die für regelmäßige Geldströme sorgen. Mit seinen 6.000 Vertriebsstellen und 570 eigenen Shops verfügt es über eines der dichtesten Vertriebsnetze überhaupt. Unter dem Label „Digital-Lifestyle“ wird zudem vermehrt versucht, smarte vernetzte Elektronikprodukte zu verkaufen.

Freenet ist ein robuster Substanzwert, dem die internationale Handelspolitik völlig egal sein kann.

Axel Springer (WKN:550135)

Auch der Medienmarkt, wo es eine Reihe von Spielern mit Europafokus gibt, bietet sich an. Axel Springer brüstet sich zwar, in mehr als 40 Ländern tätig zu sein, „mit Tochtergesellschaften, Beteiligungen und Lizenzen auf sechs Kontinenten“. Aber wirklich entscheidend ist das Europageschäft rund um die Bild-Familie und die lokalen Onlineplattformen.

Wie kaum ein anderer Medienkonzern hat es Axel Springer geschafft, die digitale Transformation offensiv zu meistern. Die beherzten Investitionen in schnell wachsende Start-ups zahlen sich aus. Hinzu kommt folgender Aspekt: Während Exportunternehmen sich über die internationalen Tumulte grün und schwarz ärgern, profitiert Axel Springer wahrscheinlich sogar davon. Schließlich sind Trump und Erdogan immer für eine spannende Schlagzeile gut. Entsprechend konnte die sowieso bereits erfreuliche Jahresprognose zuletzt weiter angehoben werden.

Axel Springer ist ein zuverlässiger Dividendenzahler mit solidem Wachstumsausblick und führenden Marktpositionen in Europa, den nichts so schnell aus der Bahn wirft.

Erst denken, dann zuschlagen

Ich finde, dass es im Moment klug sein könnte, sein Depot mit Werten zu verstärken, die keinen Überseestress haben. Ein paar Ideen habe ich dir hier vorgestellt, aber die Möglichkeiten sind natürlich sehr vielfältig. Aufpassen musst du allerdings bei industrienahen Dienstleistern wie etwa dem IT-Systemhaus Bechtle (WKN:515870) oder auch der Commerzbank (WKN:CBK100), selbst wenn diese kein außereuropäisches Geschäft betreiben. Falls ein bedeutender Teil der Kunden Exporteure sind, dann könnten etwaige Effekte schnell negativ durchschlagen.

In beiden Fällen würde ich das Risiko als untergeordnet ansehen, aber ein Risikocheck ist in jedem Fall ratsam, bevor du auf den Kaufen-Button klickst.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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