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Warum Tilray im Jahr 2018 immer noch über 400 % gestiegen ist

Foto: Getty Images.

Wenn es um Investitionen geht, ist das Timing alles. Für Tilray (WKN:A2JQSCY) war die Entscheidung, kurz nach Beginn des Countdowns zur Legalisierung von Freizeitmarihuana einen Börsengang durchzuführen, eine Meisterleistung und nährte den Hunger der Investoren, Zugang zu den Unternehmen zu erhalten, die am besten positioniert sind, um davon zu profitieren. Die Aktienkurse stiegen nach dem Börsengang an, und Tilray profitiert weiterhin von der Aufmerksamkeit der Cannabis-Investoren.

In den letzten paar Monaten ging es jedoch etwas stürmisch an der Börse zu und das bekam auch Tilray zu spüren. Doch obwohl die Aktie inzwischen weit von ihren Höchstständen entfernt ist, genießen die Tilray-Investoren auch 2018 noch enorme Gewinne — und viele sehen eine bessere Zukunft für die gesamte Branche und das Unternehmen im Besonderen.

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Wie der Börsengang von Tilray verlief

Tilray machte im Juni auf sich aufmerksam, als es den Antrag auf einen Börsengang stellte. Anstatt den Börsengang an einer kanadischen Börse durchzuführen, entschied sich Tilray, direkt an die Nasdaq-Börse zu gehen. Auf diese Weise hoffte Tilray, von der Masse der US-Investoren zu profitieren, die sich beim Kauf einer Aktie, die ausschließlich an kanadischen Börsen notiert war, nicht wohl gefühlt hätten.

Tilray notierte die Aktie für den Börsengang bei 17 US-Dollar pro Aktie, aber sobald die Aktien den öffentlichen Markt erreichten, stiegen sie schnell im Preis. Am Ende des ersten Tages waren die Tilray-Aktien um mehr als 30 % auf 22,39 US-Dollar pro Aktie gestiegen — was die Grundlage für die nachfolgenden 400+% Gewinne bildete. Die Aktie stieg innerhalb der ersten Tage an der Börse auf fast 35 US-Dollar pro Aktie, bevor sie wieder zurückfiel.

Statistiken

Umsatz, vergangene 12 Monate 32,7 Millionen US-Dollar
Umsatz 2017 20,5 Millionen US-Dollar
Reingewinn, vergangene 12 Monate (39,6 Millionen US-Dollar)
Reingewinn 2017 (7,8 Millionen US-Dollar)

QUELLE: TILRAY.

Mit den vorhandenen Mitteln war Tilray in der Lage, aggressive Strategien zu entwickeln, um schneller zu wachsen. Tilray verfügt bereits über mehrere Produktionsstätten, und ist dabei, diese Standorte zu erweitern. Das sollte das Unternehmen in die Lage versetzen, innerhalb der nächsten Jahre zu einem der wichtigsten Anbieter von Cannabis zu werden. Darüber hinaus identifizierte Tilray den Cannabis-Ölmarkt als eine wichtige potenzielle Expansionsquelle, die auch in der Lage ist, Umsätze mit deutlich höheren Margen zu erzielen als getrocknetes Cannabis. Tilray hofft, dass es sich durch das Angebot von Ölprodukten mit Mehrwert einen Namen machen und langfristig die Gewinne steigern kann.

Massive Volatilität

Tilray reagierte positiv auf die Nachfrage der Investoren und stieg kurzfristig bis auf 300 US-Dollar pro Aktie. Dennoch stammte ein Teil dieser Gewinne wahrscheinlich aus der Art und Weise, wie die Marihuana-Aktie an die Börse ging. Im Rahmen des Börsengangs verkaufte Tilray nur einen kleinen Teil seiner Aktien, wodurch das Angebot an börsennotierten Aktien gering blieb. Das hatte den Effekt, dass die Aktienkursentwicklung in turbulenten Zeiten verstärkt wurde. Außerdem wird der Versuch, die Aktie zu verkaufen, praktisch unmöglich gemacht, mit hohen Fremdkapitalkosten und massiven Risiken, die selbst die glühendsten Marihuana-Bären davon abhalten, ihr Kapital zu riskieren.

Darüber hinaus weisen die Neinsager darauf hin, dass die Bewertung von Tilray weit über der von anderen Unternehmen mit mehr Potenzial und Vermögenswerten steht. Da Tilray bei der Produktionskapazität hinter vielen seiner Konkurrenten zurückbleibt, ist es wahrscheinlich, dass das Unternehmen zukünftige Cashflows in den kommenden Jahren in Richtung Expansion umleiten muss. Das wiederum wird Tilray auf absehbare Zeit davon abhalten, Gewinne zu erzielen, und es wird für die Aktie schwierig sein, ihren Aufwärtstrend fortzusetzen.

Kann Tilray weiter steigen?

Allerdings hat Tilray einige Dinge zu bieten. Der Zugang zu Kapital ist ein großartiges Plus, da es für das Unternehmen nach wie vor möglich ist, mehr Aktien zu verkaufen, um Mittel für Expansionsprojekte aufzubringen. Um jedoch einen längeren Abschwung zu vermeiden, braucht Tilray mehrere Dinge, um gut zu funktionieren:

  • Wenn Insider ihre Tilray-Aktien nach Ablauf der Sperrfrist nach dem Börsengang Mitte Januar verkaufen dürfen, dürfen sie den Markt nicht mit Aktien überfluten.
  • Das Unternehmen muss eine Marke in der lukrativen medizinischen Cannabisindustrie weltweit aufbauen, wobei sich die derzeitigen Bemühungen in Form eines starken Marktanteils auszahlen müssen.
  • Die gesamte Branche muss darauf achten, dass eine Überproduktion nicht zu drastischen Preisrückgängen führt, da Tilray hoffentlich auf ölbasierte Produkte zurückgreifen kann, um die Margen zu sichern.

Wenn Tilray all diese Dinge erreichen kann, dann könnten sich die bisherigen Gewinne im Jahr 2018 als der Beginn eines guten Geschäftes erweisen. Wenn nicht, dann könnte die Tilray-Aktie weiter von ihren jüngsten Höchstständen fallen.

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The Motley Fool besitzt keiner der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und wurde am 16.11.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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