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Warum diese NVIDIA-Partnerschaft eine große Sache ist

Foto: Getty Images

Der Strategiewechsel von NVIDIA (WKN:918422) in der selbstfahrenden Automobiltechnologie zeigt Anzeichen von Erfolg. Daher kommt die jüngste Partnerschaft des Chipherstellers in diesem Bereich überhaupt nicht überraschend. Der japanische Nutzfahrzeugriese Isuzu Motors befindet sich laut Nikkei Asian Review in der Endphase der Verhandlungen mit NVIDIA über die Entwicklung einer Lkw-spezifischen Selbstfahrtechnologie.

Das ist gegenüber dem früheren Stand der Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen ein Fortschritt. Isuzu war ursprünglich ein Teil der Hard- und Softwareplattform von NVIDIA, um genau wie viele andere Unternehmen Daten zu sammeln. Jetzt plant Isuzu jedoch, die von der NVIDIA-Plattform gesammelten Daten zu nutzen, um eine Lösung für den Einsatz in selbstfahrenden Lkws zu entwickeln.

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Durchbrechen einer Barriere

Aufgrund der Größe eines Lkws gestaltet sich die Entwicklung der Technologie sehr komplex. Zum Beispiel hat ein Lkw tote Winkel, die durch die Platzierung von Kameras und Sensoren ausgeglichen werden müssen. Darüber hinaus müssen die Sensorsignale im Falle eines Lkws eine längere Strecke zurücklegen, was zu einem Verlust der Signalgenauigkeit führen und den Selbstfahrbetrieb beeinträchtigen kann.

Deshalb muss für Lkws ein spezifisches autonomes System geschaffen werden, das anders funktioniert als bei selbstfahrenden Pkws.

Isuzu ist nun auf der Suche nach einer Lösung, die NVIDIAs Pkw-Daten für den Einsatz in Lkws verarbeiten kann. Isuzu wird bereits in diesem Jahr die Lösungen von NVIDIA in die eigenen Lkws einbauen, damit das autonome System anhand der von den Pkws erfassten Daten lernen kann, selbstständig zu fahren.

Isuzu scheint der richtige Partner für NVIDIA zu sein, um in diesem Bereich einen Durchbruch zu erzielen. Das Unternehmen produziert jährlich über 600.000 Nutzfahrzeuge, darunter leichte und schwere Lastkraftwagen, was bedeutet, dass es mit Hilfe von NVIDIA eine riesige Datenmenge für die Entwicklung dieser Technologie sammeln kann.

Sollten die zwei Unternehmen einen Weg finden, das autonome Fahrsystem großer Fahrzeuge mit Pkw-Daten zu betreiben, wäre es für beide ein großer Durchbruch. Isuzu wird der exklusive Lieferant des Endprodukts unter den japanischen Nutzfahrzeugunternehmen, während NVIDIA in der Lage sein wird, dasselbe bei seinen anderen Partnern auf der ganzen Welt anzubieten.

Eine Gelegenheit im Lkw-Bereich

Einer der Hauptgründe, warum Isuzu ernsthaft in den autonomen Lkw-Markt eintritt, ist, dass es ein entscheidendes Problem der Lkw-Industrie überwinden will: den Fahrermangel. Der Mangel an qualifizierten und erfahrenen Fahrern bedeutet, dass der Lkw-Verkauf zum Stillstand kommen könnte, was dem Unternehmen große Probleme bescheren würde.

Der Mangel an Lkw-Fahrern in den USA stieg laut FTR Transportation Intelligence in Q2 2018 auf fast 300.000. Das ist ein massiver Sprung, wenn man bedenkt, dass der Mangel in Q4 2015 weniger als 10 % davon betrug. Auslöser für diesen Anstieg ist eine Vielzahl von Faktoren wie geregelte Arbeitszeiten, eine alternde Belegschaft und die Tatsache, dass die Mitarbeiterfluktuation im Langstreckenbereich üblicherweise bei 90 % liegt.

Autonome Lastkraftwagen könnten die Antwort auf dieses Problem geben, obwohl man mit Sicherheit sagen kann, dass sie noch lange nicht auf die Straße kommen werden. Dennoch tut NVIDIA das Richtige, indem es am Ball bleibt und sich mit wichtigen Akteuren zusammenschließt. Auch wenn das Unternehmen nur ein kleines Element beisteuert, das das Leben der Fahrer erleichtert, könnte es viel Geld verdienen.

Denn die Größe des autonomen Lkw-Marktes könnte laut Allied Market Research bis 2025 1,7 Mrd. US-Dollar erreichen, gegenüber geschätzten 1 Mrd. US-Dollar im Jahr 2020. Im Vergleich dazu hat NVIDIA im vergangenen Jahr knapp 600 Mio. US-Dollar aus dem Automobilgeschäft generiert.

Noch wichtiger ist, dass die Regionen Asien-Pazifik und Nordamerika die am schnellsten wachsenden Märkte für diese Technologie sein werden, und NVIDIA hat bereits Schritte in beiden Regionen unternommen, um diese Gelegenheit zu nutzen. Im vergangenen Jahr enthüllte der NVIDIA-Partner PACCAR, dass man einen Prototyp eines selbstfahrenden Lkws der Stufe 4 entwickelt hätte, der in der Lage wäre, ohne menschliches Zutun selbst zu fahren.

Das schwedische Unternehmen Einride nutzt ebenfalls NVIDIAs DRIVE-Plattform, um seinen vollelektrischen autonomen Lkw zu betreiben. Das könnte ein weiterer großer Gewinn für NVIDIA sein, da Einride noch in diesem Jahr mit der Auslieferung seiner selbstfahrenden Autos beginnen will.

Insgesamt ist NVIDIA mit seiner Isuzu-Partnerschaft auf dem besten Weg, ein großes Problem zu lösen — eines, das die Türen für eine Vielzahl von Möglichkeiten öffnen und dem Automobilgeschäft des Grafikspezialisten einen bedeutenden Schub verleihen könnte.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Nvidia. The Motley Fool besitzt Aktien von Paccar.

Dieser Artikel wurde von Harsh Chauhan auf Englisch verfasst und am 14.11.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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