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Ein Fool „zieht blank“: Das sind die drei größten Positionen in meinem Portfolio

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Ich weiß ja nicht, wie es dir geht – aber ich rede gerne über meine Depotpositionen. Am meisten mag ich es, wenn ich mit jemandem wirklich detailliert über die Unternehmen in meinem Depot diskutieren kann.

Das ist natürlich ein bisschen schwierig, während ich gerade alleine vor meiner Tastatur sitze und dir gleich meine drei größten Aktienpositionen vorstellen werde. Aber ich hoffe, dass du mitdenkst und vielleicht zumindest gedanklich mit mir diskutierst.

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Mit dem schönen Gedanken an einen interessanten Austausch mit dir über diese Unternehmen fange ich einfach mal an – und hoffe, dich überzeugen zu können. Los geht’s!

Der Zahlungsabwickler Wirecard

Die drittgrößte Position in meinem Depot ist der deutsche Zahlungsabwickler Wirecard (WKN:747206). Spätestens seit dem Aufstieg der Aschheimer in den DAX Ende September 2018 sollten die allermeisten Investoren schon einmal von dem Unternehmen gehört haben. Dem DAX-Aufstieg waren jahrelang sprudelnde Unternehmens- und Kursgewinne vorangegangen. Beides liegt daran, dass Wirecard mit seinem Geschäftsmodell extrem gut einen wachsenden Markt abdeckt.

Das Geschäftsmodell von Wirecard zu verstehen kann gerade für Investoren, die sich in der Finanzbranche weniger auskennen, schwierig sein. Kurz gesagt geht es darum, dass Wirecard Zahlungsprozesse digitalisieren möchte. Wirecard tritt also als Dienstleister im elektronischen Zahlungsverkehr auf und übernimmt prinzipiell alle Zahlungsabwicklungsschritte zwischen Verbraucher und Händler. Dazu kommen Risikomanagement-, Betrugspräventions- und Datenanalyseservices, Wirecards eigene Bezahlapp boon und ein ganzer Haufen an interessanten Projekten, die irgendwann in Zukunft einmal riesige Umsätze generieren könnten.

Aufgrund des steilen Aufstiegs von Wirecard in den letzten Jahren könnte man meinen, das Wachstum wäre bald am Ende. Doch Wirecard zufolge sind erst 8 bis 10 % des weltweiten Zahlungsverkehrs voll digitalisiert – das schafft jede Menge Wachstumsmöglichkeiten für das Unternehmen. Nicht umsonst kündigte CEO Markus Braun an, das Wachstum der nächsten zehn Jahre werde das der vergangenen zehn in den Schatten stellen. Man darf gespannt sein.

Seine hervorragenden Aussichten fasste Wirecard kürzlich in Form seiner „Vision 2025“ in Zahlen: Bis 2025 soll sich im Vergleich zu 2017 das Transaktionsvolumen und das EBITDA verachtfachen! Sollte Wirecard dieser Sprint gelingen, könnte die Aktie heute sehr günstig bewertet sein.

Aufgrund des Trends zu weniger Bargeld und mehr elektronischem Zahlungsverkehr, der ausgezeichneten Marktposition von Wirecard und der vielfältigen Wachstumsmöglichkeiten fühle ich mich auch angesichts der aktuell recht hohen Bewertung – die Aktie hat ein 2018er Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 55,2 auf Basis des Schlusskurses vom 26. Oktober 2018 – sehr wohl mit der Aktie.

Der Suchmaschinengigant Alphabet

Alphabet (WKN:A14Y6F) ist meine zweitgrößte Depotposition. Falls dir Alphabet erst einmal nichts sagt, dann kommt dir Google bestimmt bekannt vor. Alphabet ist nichts anderes als die Holdinggesellschaft von Google.

Das Unternehmen konnte in der Vergangenheit extrem vom Wachstum des Marktes für Onlinewerbung profitieren. Google analysiert dabei deine Suchanfragen, deine angesehenen YouTube-Videos und vieles mehr, um dir Werbung anzuzeigen, die optimal auf dich zugeschnitten sein soll. Werbetreibende zahlen im Gegenzug Geld dafür an Google, dass die Anzeigen gezielt bei den richtigen Konsumenten platziert werden.

Dieses Geschäftsmodell war in der Vergangenheit eine regelrechte Goldgrube, sodass Alphabet zuletzt auf liquiden Mitteln von 106,4 Mrd. US-Dollar saß. Das sollte mehr als genug sein, um durch Forschung und Entwicklung und gezielte Übernahmen in neue Geschäftsfelder einzusteigen.

Das ist auch nötig, da der Onlinewerbemarkt nicht ewig wachsen wird und mittlerweile auch Amazon den Wettbewerb in diesem Markt anheizt. Alphabet hat das frühzeitig erkannt und hat mit dem Google Play Store, der Tochter „Waymo“ für autonomes Fahren und seinem Hardwaregeschäft mit Smartphones, Tablet-PCs und intelligenten Lautsprechern einige andere (zukünftige) Umsatz- und Gewinnquellen erschlossen. Hinzu kommen spannende Projekte wie zum Beispiel die Forschung an Quantencomputern.

Analysten rechnen für 2018 mit einem Gewinn je Aktie von 41,30 US-Dollar, was mit dem Schlusskurs vom 26. Oktober 2018 ein KGV von 26,2 bedeutet. Damit ist die Aktie für mich alles andere als überteuert.

Der E-Commerce-Riese Amazon

Hier hast du es, Amazon (WKN:906866) ist die größte Position in meinem Portfolio. Ich bin ein Fan davon, sich Aktien von Unternehmen zu kaufen, deren Produkte man gerne nutzt – und außerdem bin ich ein Fan des „amazon.de“-Lesezeichens in meinem Browser! Ich bestelle gerne bei Amazon, da ich dort eine riesige Auswahl habe und einen guten Kundenservice genießen kann.

Dabei macht das Unternehmen den Großteil seiner Gewinne gar nicht mit dem Onlineeinzelhandel, sondern mit seinem Cloud-Geschäft. Der Amazon-Cloud-Dienst AWS ist nach Daten von Skyhighnetworks.com mit 41,5 % Marktanteil mit Abstand der größte seiner Art.

Doch es ist nicht nur der E-Commerce und die Cloud – Amazon scheint seinen Fuß in jede Tür zu stellen. Das Unternehmen mischt im stationären Einzelhandel, bei intelligenten Lautsprechern, beim Streaming oder in der Onlinewerbung kräftig mit und hört immer noch nicht auf, in neue Geschäftsbereiche vorzustoßen.

Dazu trägt wesentlich die Day-One-Mentalität bei, die CEO Jeff Bezos im Unternehmen verankert hat und die dazu führt, dass Amazon trotz seiner Größe immer noch den Start-up-Charakter innehat. Ein weiterer Amazon-Grundsatz ist die Besessenheit, die Bedürfnisse des Kunden zu erfüllen. Beides sollte dem Unternehmen dabei helfen, auch in Zukunft hervorragende Wachstumsraten zu generieren.

Zieht man das KGV heran, ist Amazon mit Abstand die teuerste Aktie im Bunde. Auf Basis des Gewinns von 2018 und des Schlusskurses vom 26. Oktober 2018 ergibt sich ein KGV von 87,4. Dabei sollte man jedoch nicht vergessen, dass Amazon sich erst seit Kurzem überhaupt darauf konzentriert, Gewinne zu schreiben, und dass die Margen entsprechend noch recht niedrig sind. Das Unternehmen sollte meiner Meinung nach kein Problem damit haben, in seine hohe Bewertung hineinzuwachsen.

Fazit

Von allen drei Aktien erwarte ich mir nicht mehr die sensationellen Kurssteigerungen der Vergangenheit. Der Markt ist mit Sicherheit nicht dumm und dürfte das Wachstumspotenzial dieser Unternehmen mittlerweile erkannt haben. Ich bin jedoch trotzdem zuversichtlich, dass die drei Aktien den Markt weiter schlagen können.

Zum Schluss möchte ich dir noch sagen, dass ich dich nicht ermutigen möchte, mein Portfolio nachzubauen. Denn du musst wissen, ob diese Aktien zu deiner Anlagestrategie passen. Wie du wahrscheinlich gesehen hast, investiere ich gerne in Wachstumsunternehmen und nehme dafür gerne höhere Bewertungen in Kauf. Entscheide vor einem Aktienkauf immer selber, ob die Aktie in dein Depot passt und sich mit deiner Strategie deckt.

Dennoch kann es immer Sinn machen, sich von anderen Investoren Inspiration für das eigene Portfolio einzuholen. So auch hier bei meinen Top-3-Depotpositionen – vielleicht ist ja etwas für dein Portfolio dabei!

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Alphabet, Amazon und Wirecard. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Vorstand von The Motley Fool. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Vorstand von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- und C-Aktien) und Amazon.

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