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RWE-Aktie: innogy, der Hambacher Forst und jede Menge Kohle

innogy

Erst 2016 hat der Energieversorger RWE (WKN: 703712) die Geschäftsfelder erneuerbare Energien, Netzwerke und Vertrieb in eine neue Aktiengesellschaft namens innogy (WKN: A2AADD) ausgegliedert. Nun ist innogy wieder in Bewegung und Gegenstand eines Tauschgeschäfts mit E.ON (WKN: ENAG99).

Dieses Tauschgeschäft beinhaltet unter anderem die folgenden Punkte:

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  • E.ON erhält den von RWE gehaltenen Anteil an innogy von 76,8 %.
  • RWE übernimmt nahezu das gesamte Geschäft mit erneuerbaren Energien von E.ON und innogy.
  • RWE erhält eine Beteiligung an E.ON von 16,7 %.

Es gibt noch weitere Punkte in dieser Vereinbarung, aber die allgemeine Zielsetzung ist laut RWE die folgende:

„Während RWE damit zu Europas Nr. 3 bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aufsteigt, erweitert E.ON seine Netz- und Vertriebsaktivitäten, die künftig die Haupttätigkeitsfelder des Unternehmens sein werden.“

Der Hambacher Forst

Wenn also RWE seine Kapazitäten in erneuerbaren Energien derart steigert, stellt sich die Frage: Warum sollen Waldgebiete wie der Hambacher Forst, gegen alle Widerstände, weiterhin gerodet werden, um dem Abbau von Braunkohle zu weichen?

Auf der RWE-Webseite findet sich darauf die folgende Antwort:

„Auch in Zeiten der Energiewende ist Braunkohle zur Versorgungssicherheit ein wichtiger Teil im Energiemix. Dies wird sich in absehbarer Zeit nicht ändern.“

Jede Menge Kohle

Wie bereits in einem früheren Artikel dargelegt, ist ein kompletter Ausstieg aus Kernenergie und Kohle tatsächlich auch längerfristig unrealistisch. Da der Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland bis 2022 beschlossene Sache ist, bleibt die Kohle.

Aber wo steht RWE aktuell?

Im RWE-Geschäftsbericht für das erste Halbjahr 2018 finden sich dazu die folgenden Informationen:

Braunkohle Gas Steinkohle Kernenergie Erneuerbare
Energien
Pumpwasser,
Sonstige
Gesamt
34,6 23,2 13,5 9,9 5,4 1,3 87,9

Stromerzeugung im RWE-Konzern Januar bis Juni 2018, in Milliarden kWh

Erneuerbare Energien machten also im ersten Halbjahr 2018 lediglich einen Anteil von 6 % an der Gesamtstromerzeugung aus.

Der Halbjahresbericht

Der Gesamtgewinn des Konzerns (bereinigtes EBITDA) im ersten Halbjahr 2018 beträgt 825 Mio. Euro, wobei der Löwenanteil von 368 Mio. Euro auf den Punkt „Fortgeführte innogy-Aktivitäten“ entfällt. Dieser Punkt erfasst nur den Teil von innogy, der langfristig im RWE-Konzern verbleiben soll, also im Wesentlichen die Gewinne aus erneuerbaren Energien.

Grob gesagt, können wir also festhalten:

  • Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien: 6 %
  • Anteil des Konzerngewinns aus erneuerbaren Energien: 45 %

Wie kommt das?

Dazu gibt es im Halbjahresbericht einige Erklärungsansätze:

  • Feste Einspeisevergütung für Ökostrom (das heißt, marktunabhängige Preise)
  • Kosten für Emissionslizenzen von CO2 verdreifacht (belastet Kohlekraftwerke)
  • Teilweise Abschaltung von Atomkraftwerken (verringert die Gesamtstromerzeugung)

Aber ganz ehrlich: So genau weiß ich es auch nicht (obwohl ich mich recht tapfer durch den Halbjahresbericht gekämpft habe).

Die feste Einspeisevergütung für die Betreiber von Wind- und Solarkraftanlagen, die mit der sogenannten Ökostrom-Umlage finanziert wird, (die letztendlich die Stromkunden über die Stromrechnung bezahlen) ist aber offensichtlich ein Faktor.

Vor dem Hintergrund, dass der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, diese feste Einspeisevergütung aktuell in Frage stellt, bin ich zumindest etwas unsicher, ob der Gewinn aus erneuerbaren Energien auch nachhaltig gesichert ist.

Fazit

Obwohl sich der RWE-Konzern in den zwei Jahren seit Streichung der Dividende und Gründung von innogy finanziell erholt hat, bleibt mir persönlich die Lage im Energiesektor, nach wie vor, zu unkalkulierbar für eine Investition.

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Ralf besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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