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Öl und Gas: 3 Trends, die man auf dem Zettel haben sollte

Foto: Getty Images

Selbst wenn wir mal nicht über Aktien schreiben, diskutieren wir über ein Anlagethemen oder Aktien, die unser Interesse geweckt haben. Hier ist ein kleiner Einblick in einige der Gespräche, die hier hinter den Kulissen bei einigen unserer Autoren bei The Motley Fool geführt werden.

Die Ölaktienpreise werden von Tag zu Tag tendenziell vom Rohölpreis beeinflusst. Trotzdem sollte man die langfristigen Trends in diesem Bereich auf dem Schirm haben, um die besten Investitionsmöglichkeiten auf dem Schirm zu haben. Unsere Autoren Tyler, Matt und Jason haben kürzlich genau dieses Thema besprochen, und aus unserem Gespräch gingen drei Trends hervor, die wir 2019 in großem Stil auf die Bühne treten sehen.

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Wer in Öl und Gas investieren möchte, sollte ein wenig Ahnung von der Materie und den folgenden Trends haben – und natürlich eine Ahnung davon, wie sich diese auf das Portfolio auswirken könnte. Damit wäre man schon einmal einen Schritt weiter, wenn man wissen will, was sich positiv oder negativ auf die Renditen auswirken könnte.

In den USA ist die nächste Welle von LNG-Anlagen auf dem Weg

Tyler Crowe: Verflüssigtes Erdgas, kurz LNG, war in den letzten Jahren einer der heißesten Märkte für fossile Brennstoffe, und nach den meisten Schätzungen wird es auch bis weit in das nächste Jahrzehnt hinein so bleiben. Der rasante Kostenrückgang beim Bau einer LNG-Exportanlage und die jüngsten Entdeckungen produktiver Gasreserven haben LNG zu einer viel attraktiveren Energieoption für Orte mit hoher Nachfrage wie den asiatisch-pazifischen Raum gemacht, insbesondere für Regionen, in denen der Zugang zu Pipelines begrenzt ist. Im Jahr 2017 wuchs die LNG-Nachfrage um spektakuläre 7,2 %, was in der Branche der fossilen Brennstoffe eigentlich so gut wie nie passiert.

Die USA haben sich als einer der Orte herausgestellt, der vom Boom bei LNG enorm profitieren wird. Schiefergas ist in den USA so billig, dass es ein bevorzugtes Exportgut ist, obwohl die Transportkosten nach Asien höher sind als bei anderen Anbietern wie etwa aus Australien. Derzeit gibt es zwei Anlagen in den USA, die kommerzielle Ladungen von LNG transportieren – Cheniere Energys Sabine Pass und Dominion Energys Cove Point. Weitere fünf befinden sich im Bau und sollen im nächsten Jahr in Betrieb gehen.

Was mich jedoch wirklich interessiert, ist die nächste Welle von LNG-Anlagen, die 2019 voraussichtlich eine endgültige Investitionsentscheidung (FID) erhalten wird. Nach Ansicht der meisten Analysten wird es bis 2025 zu erheblichen Versorgungsengpässe bei LNG kommen, da es an neuen Anlagen mangelt, die grünes Licht erhalten haben. Das könnte sich jedoch ändern, wenn mehrere Unternehmen beschließen, grünes Licht für ein paar massive Projekte zu geben.

Zwei, die für die FID im nächsten Jahr vorgesehen sind, sind Tellurians (WKN:A2DLW2) Driftwood LNG-Anlage und die Rio Grande LNG-Anlage von NextDecade (WKN:A2DVCF). Beide Terminals sind für den Export von jeweils rund 27 Millionen Tonnen LNG pro Jahr ausgelegt. Da beide Unternehmen derzeit nur eine Aktie und ein Businessplan sind, könnten ihre Aktien 2019 einen immensen Aufschwung erfahren, wenn sie die behördliche Genehmigung für ihre Anlagen erhalten und mit dem Bau beginnen. Wir können wahrscheinlich mit einem FID von Tellurian im ersten Quartal 2019 und NextDecades im dritten Quartal rechnen. Wenn alles nach Plan läuft, dann könnte 2019 ein riesiges Jahr für Investoren im LNG-Bereich werden.

Das Perm-Becken liefert nicht mehr so wie einst

Matt DiLallo: Die Ölproduktion im Perm-Becken ist im vergangenen Jahr mit einer annualisierten Rate von 800.000 Barrel pro Tag (BPD) gestiegen und lag zuletzt bei durchschnittlich 3,4 Millionen BPD. Es gibt nur ein Problem mit dieser riesigen Wachstumsrate: Die Region verfügt derzeit nur über genügend Pipelinekapazität, um 3,6 Millionen BPD zu bewegen. Da die Rohrleitungen nicht mehr ausreichend Platz haben, verlangsamen sich die Bohraktivitäten vor Ort.

Diese Verlangsamung nimmt verschiedene Formen an. Einige Produzenten in der Region lassen die kürzlich gebohrten Bohrungen unvollendet, bis neue Pipelines in Betrieb gehen. Unterdessen haben eine Handvoll Ölgesellschaften Pläne angekündigt, die Anzahl der Bohrinseln im Perm zu reduzieren, was dazu führen wird, dass im kommenden Jahr weniger Bohrungen durchgeführt werden. Zusätzlich zu dieser Reduzierung der wachstumsorientierten Aktivitäten besteht die Möglichkeit, dass einige Ölproduzenten einige ihrer Förderquellen abschalten müssen, bis der Platz im Pipelinesystem der Region frei wird.

Diese Pipeline-Probleme wirken sich nicht nur auf die Produzenten aus, sondern sie beginnen auch, die Gewinne der Ölfelddienstleister zu drücken. So hieß es von Halliburton (WKN:853986) neulich, dass man mit einem Rückgang der Aktivitäten im Perm aufgrund von Budgetknappheit und Problemen beim Transport gerechnet hätt, aber „es ist mehr, als wir erwartet hatten.“ Aufgrund dieser und einiger anderer Faktoren wird Halliburtons Ergebnis für das dritte Quartal mit 0,08 bis 0,10 US-Dollar pro Aktie unter den Erwartungen liegen. Der Ausblick für 2019 verschlechtert sich aufgrund der Verlangsamung.

Aufgrund der Pipeline-Probleme des Perm könnte 2019 ein herausfordernderes Jahr für den US-Ölpatch werden, als viele derzeit erwarten. Das sollten Investoren unbedingt auf dem Schirm haben, da das Resultat sein könnte, dass sich die Ölunternehmen mit Fokus auf dem Perm schlechter entwickeln als die Konkurrenten – bis dann endlich Ende nächsten Jahres neue Pipelines in Betrieb gehen.

Die Offshore-Rückgewinnung nimmt Fahrt auf

Jason Hall: Seit Anfang 2016 haben sich viele Öl- und Gasaktien erholt und liefern eine ziemlich gute Rendite. Die Offshore-Bohrunternehmen haben jedoch weiterhin zu kämpfen, was die Investoren auf ihrem Weg viele Verluste gekostet hat.

Gesamtentwicklung via YCharts

Kurz gesagt, im Jahr 2015 wurden viele neue Arbeiten auf Eis gelegt, und in den letzten drei Jahren waren neue Investitionen in die Offshore-Ölentwicklung so tief wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Und in dieser Zeit gab es eine massive Rationalisierung der globalen Flotte. Hunderte von Schiffen wurden außer Betrieb genommen, wobei die ältesten und kaputtesten buchstäblich verschrottet wurden.

Gleichzeitig gab es eine enorme Menge an Konsolidierung, so dass weniger – und dann stärkere – Unternehmen übrig blieben. Und jetzt geht es wieder los und die Aufträge nehmen zu. Schauen wir doch mal auf den Quartalsumsatz von Diamond Offshore (WKN:897577), Transocean (WKN:A0REAY), Ensco PLC (WKN:A1JYNN), Noble Corp. (WKN:A1W86Q) und Rowan (WKN:A1JX3V) in diesem Jahr.

Umsätze im Quartal via YCharts

Gut, mit Ausnahme von Transocean (das mehrere umsatzstarke Akquisitionen getätigt hat) ist der Umsatz gegenüber dem Jahresbeginn rückläufig. Aber mit Ausnahme von Diamond Offshore verzeichneten alle anderen Offshore-Bohrunternehmen im zweiten Quartal ein zweistelliges sequentielles Umsatzwachstum.

Und es gibt gute Gründe zu glauben, dass sich dieser Trend beschleunigen wird. In einer aktuellen Präsentation wies Transocean darauf hin, dass die Offshore-Projekte, die in der ersten Jahreshälfte 2018 grünes Licht erhielten, mehr wert waren als die Gesamtheit der im Jahr 2016 getätigten Offshore-Investitionen, und es sieht so aus, als würden die diesjährigen gesamten Offshore-Investitionsauszeichnungen die Gesamtzahl von 2017 um fast 50 % übersteigen.

Dennoch werden Offshore-Bohraktien im Durchschnitt immer noch bei weniger als die Hälfte des materiellen Buchwerts gehandelt. Da viele Werte zu günstigen Preisen zu finden und starke Anzeichen einer Erholung zu erkennen sind, könnten die Offshore-Bohraktien 2019 tatsächlich schnell an Wert gewinnen.

Buffetts Mega-Milliardenwetten zum Nachahmen

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The Motley Fool besitzt keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Jason Hall, Matthew DiLallo und Tyler Crowe erschien am 16.9.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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