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Apple könnte ein Mediengeschäft aufbauen, das größer als Netflix und Spotify oder beide zusammen ist

Foto: Apple

Apple (WKN:865985) entwickelt seit über einem Jahr Videoinhalte und plant angeblich, einen eigenen Video-Streaming-Dienst zu starten. Vorerst hat Apple einen Teil der Videoinhalte in Apple Music integriert, den Premiumdienst mit über 50 Millionen Abonnenten. Apple Music hat jetzt mehr Abonnenten in den USA als Spotify (WKN:A2JEGN).

Apples Vorstoß in den Medienbereich hört aber nicht bei Musik und Video auf. Das Unternehmen hat Anfang des Jahres auch Texture, einen Abonnementdienst für digitale Zeitschriften, übernommen.

Diese Bemühungen könnten zu einem Geschäft führen, das größer als Spotify und Netflix (WKN:552484) zusammen werden könnte. Ein Paket mit allen drei Dienstleistungen könnte den Umsatz bis 2025 auf 37 Mrd. US-Dollar Umsatz steigern, so die Analyse von Katy Huberty von Morgan Stanley. Zum Vergleich, die Analysten schätzen, dass Netflix in diesem Jahr 15,85 Mrd. US-Dollar und Spotify 6,11 Mrd. US-Dollar Umsatz generieren wird.

Apple hat es schon einmal gemacht

Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Apple mit der Einführung digitaler Song- und Video-Downloads über iTunes schon einmal eine dominante Kraft in den digitalen Medien war. Das Unternehmen war auch ein bedeutender Spieler bei E-Books, bevor die Regulierungsbehörden dem Unternehmen einen Strich durch die Rechnung machten. Apple macht immer noch etwa 9 % des E-Book-Umsatzes in den USA aus, was nach Amazon der zweitgrößte Umsatz ist.

Apple hat sein Geschäft mit digitalen Medien mit den Geräten iPod, iPhone und iPad aufgebaut und die Menschen benutzen diese Geräte immer noch. Apple hat eine aktive installierte Basis von 1,3 Milliarden Geräten.

Das Unternehmen hat bereits gezeigt, dass es dank Apple Music die Gerätebesitzer leicht zu Abonnenten machen kann. Huberty schätzt, dass der Streaming-Service allein in 2018 4 Mrd. US-Dollar einbringen wird, bereits fast so viel wie Spotify. Abgesehen davon wächst Apple deutlich schneller als Spotify.

Apple hat schon bewiesen, dass das Unternehmen in der Lage ist, auf der Grundlage der installierten Geräte sich zweimal einen Kundenstamm für digitale Medien aufzubauen. Es baute Apple Music trotz Spotify und mehreren anderen großen Konkurrenten auf — obwohl diese einen großen Vorsprung hatten. Dies sollte den Anlegern zumindest die Gewissheit geben, dass das Unternehmen in der Lage ist, in andere Branchen wie Video und Zeitschriften zu expandieren.

Ein Bundle könnte den Videodienst auf den Weg bringen

Die Bündelung ist eine bewährte Strategie zur Steigerung des Customer Lifetime Value, einer Kennzahl, die anzeigt, wie viel ein Kunde langfristig einbringt. Mit einem wachsenden Angebot an Abonnementmedien könnte Apple die Bündelung zum eigenen Vorteil nutzen. Insbesondere könnte ein Paket aus Diensten helfen, einen neuen Videodienst zu etablieren.

Huberty weist darauf hin, dass ein Bundle die Medienangebote von Apple vom Wettbewerb abgrenzen und einen wahrgenommenen höheren Wert bei den Verbrauchern schaffen würde. Vielleicht noch wichtiger ist, dass Apple dadurch die Abhängigkeit von großen Erfolgen verringern würde, um das Abonnentenwachstum beim Video-Service voranzutreiben.

Apple plant, etwa 1 Mrd. US-Dollar für eigene Videoinhalte auszugeben. Das Unternehmen hat einige hochkarätige Produktionen in der Pipeline, aber dieses Budget verblasst immer noch im Vergleich zu den rund 12 Mrd. US-Dollar, die Netflix im Budget für 2018 hat.

Obwohl Apple die Preise von Netflix mit einem eigenen Video-Service unterbieten könnte, ist Netflix nicht der einzige Video-Abonnement-Service, um den sich Apple sorgen muss. Es gibt eine wachsende Anzahl von großartigen Videodiensten von Unternehmen mit großen Budgets und starken Marken, mit denen Apple konkurrieren muss. Die Bündelung von Videos mit Apple Music und Texture kann Apple wirklich von der Konkurrenz abheben.

Unterm Strich wird es Apple helfen, dass sie schon so viele Geräte in den Taschen der potenziellen Kunden kontrollieren. Ein Bundle sollte hier noch einen zusätzlichen Nutzen bringen. Huberty prognostiziert, dass die Bundle-Option einen Umsatzschub von 64 % im Vergleich zum Angebot von Einzeldiensten bringen würde. Sie erwartet, dass Apple sowohl eigenständige als auch Kombi-Angebote anbieten wird, was zu einem Umsatz zwischen 22 und 37 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025 führen soll. Das ist mehr als der heutige Umsatz von Spotify und Netflix zusammen.

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John Mackey, CEO von  Whole Foods Market, ist im Vorstand von Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Apple und Netflix. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 09.09.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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