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3 Faktoren, die Amazon in Richtung einer Marktkapitalisierung von 1 Billion US-Dollar treiben

Die Aktie von Amazon (WKN:906866) rast auf eine Marktkapitalisierung von 1 Billion US-Dollar zu. Der Kurs kletterte in der vergangenen Woche auf mehr als 2.000 US-Dollar pro Aktie. Im Jahr 2018 sind die Aktien bisher um über 70 % gestiegen.

Für diesen Anstieg gibt es gute Gründe: Amazon erzielt nachhaltige Gewinne. Der Analyst von Morgan Stanley, Brian Nowak, meint, die Aktien werden auf 2.500 US-Dollar steigen, und zwar aufgrund von drei Gewinntreibern: Werbung, Cloud Computing und Abonnement-Services. Alle drei haben deutlich höhere operative Margen als das Kerngeschäft von Amazon und wachsen schnell.

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Ein echter Konkurrent bei digitaler Werbung

Amazon hat sein digitales Werbegeschäft schnell zu einer echten Konkurrenz von Facebook (WKN:A1JWVX) und Alphabet (WKN:A14Y6F) (WKN:A14Y6H) ausgebaut. Im letzten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen 2,2 Mrd. US-Dollar an „sonstigen“ Einnahmen, die hauptsächlich aus Werbung kamen. Das sind 132 % mehr als im Vorjahr.

Das Anzeigengeschäft von Amazon ist immer noch relativ klein im Vergleich zu den 50 Mrd. US-Dollar, die Facebook in diesem Jahr verdienen wird, oder den 106 Mrd. US-Dollar, die Google in den letzten 12 Monaten generiert hat. Doch das schnelle Wachstum hat —  nach Schätzungen von eMarketer — das Unternehmen auf einen guten Weg gebracht, bis 2020 der drittgrößte digitale Werbeanbieter in den USA zu werden.

Amazon expandiert über seine Kernprodukte hinaus in mehr Videowerbung. Das Unternehmen platziert Anzeigen in seinen Live-Sport-Übertragungen wie Thursday Night Football. Amazon schaltet auch Anzeigen, bevor die Nutzer Inhalte auf Twitch streamen. Vor Kurzem wurde die werbefreie Nutzung auf Twitch für Prime-Mitglieder entfernt, um die Werbeeinnahmen der Website auf 1 Mrd. US-Dollar pro Jahr zu steigern.

Da Amazon bereits die Haupt-Website für den Einzelhandel betreibt und noch dazu Prime Instant Video, kann das Unternehmen das Anzeigengeschäft mit einer extrem hohen Marge betreiben. Digitale Werbung ist bereits ein relativ margenstarkes Geschäft. Facebook erzielte im vergangenen Jahr eine operative Marge von 50 % und Google eine operative Marge von 30 %.

In Anbetracht der Tatsache, dass Amazon in der Lage ist, die vorhandene Infrastruktur zu nutzen und Werbeprodukte darauf zu platzieren, sollten die Investoren noch höhere Gewinnmargen von Amazon erwarten. Tatsächlich könnte es in nur wenigen Jahren das profitabelste Geschäft von Amazon sein.

Vorsprung durch Cloud Computing

Amazons Cloud-Geschäft namens Amazon Web Services bringt jetzt schätzungsweise 24 Mrd. US-Dollar pro Jahr. Die Umsätze im Bereich des Cloud-Computing beschleunigen sich, was darauf hindeutet, dass die verstärkte Konkurrenz durch Google diese Entwicklung nicht bremst.

Amazon zeigt besondere Fortschritte beim Abschluss langfristiger Verträge mit Unternehmen. Das bedeutet eine Abkehr vom Stundenmodell, mit dem das Unternehmen begonnen hat. Amazon meldete 16 Mrd. US-Dollar in noch zu realisierenden AWS-Vertragserlösen mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3,5 Jahren. Das ist ein Anstieg von 12,4 Mrd. US-Dollar und einer durchschnittlichen Länge von 3,2 Jahren im Vorquartal.

Amazon kann seine Kunden möglicherweise länger binden, da das Unternehmen mit AWS Lambda die Vorreiterrolle im Bereich „Serverless Cloud Computing“ einnimmt. Serverless Cloud Computing ermöglicht Unternehmen den einfachen Wechsel in die Public Cloud, indem das Servermanagement an den Cloud-Provider ausgelagert wird (gegen Aufpreis). Das bedeutet, dass Amazon seinen Cloud-Umsatz und seine Betriebsmargen steigern und die Kunden länger binden kann, da die Opportunitätskosten für den Wechsel zu einem neuen Anbieter höher sind.

AWS generiert bereits starke Margen für Amazon – 26,2 % in den letzten 12 Monaten. Dieser Wert steigt weiter an, während der Betrieb skaliert.

Weiteres Wachstum

In den letzten Jahren hat Amazon sein Abonnementangebot stark ausgebaut. Zusätzlich zu Amazon Prime, dem Kernabonnement für Versand und Streaming-Video, bietet Amazon auch Abonnements für Hörbücher (Audible), E-Books (Kindle Unlimited), Videos (Prime Video, Amazon Channels) und Musik (Music Unlimited) an. Amazon erwirtschaftete im letzten Quartal 3,4 Mrd. US-Dollar mit diesen verschiedenen Abonnement-Services.

Die überwiegende Mehrheit davon stammt von den weltweit über 100 Mio. Prime-Mitgliedern. Das ist natürlich das Abonnement, das Amazon am liebsten verkaufen würde, da die Prime-Mitglieder im Durchschnitt mehr bei Amazon ausgeben als Nicht-Prime-Mitglieder. Prime schafft zudem einen starken Netzwerkeffekt, der sowohl Dienste von Drittanbietern als auch das Anzeigengeschäft beflügelt.

Amazon ist aber auch dabei, die anderen Abo-Dienste auszubauen. Das Unternehmen glaubt, dass Music Unlimited bereit ist, mit den führenden Unternehmen zu konkurrieren, und sagt, dass man bereits über 20 Mio. zahlende Kunden hätte.

Abonnements haben weniger Gewinnpotenzial, aber sie bieten Amazon die Chance, mehr Kunden an sein Ökosystem zu binden und profitables Wachstum in anderen Teilen des Unternehmens voranzutreiben. Zusammen mit einem schnell wachsenden Werbegeschäft und der anhaltenden Marktführerschaft von AWS wird Amazon in den kommenden Jahren ein deutliches Gewinnwachstum verzeichnen, das weit über eine Marktkapitalisierung von 1 Billion US-Dollar hinausgehen dürfte.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, ein Tochterunternehmen von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A- und C-Aktien), Amazon und Facebook.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 02.09.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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