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Wie sich ein Marktcrash anfühlt

Die Aktienmärkte in den USA und Kanada stehen kurz vor ihrem Allzeithoch. Da können Investoren schon mal selbstgefällig werden und vergessen, wie sich ein Marktcrash oder einfach nur ein Bärenmarkt anfühlt.

Der Markt kann äußerst schnell abrutschen. Darum schauen wir uns doch mal den letzten Crash an, um uns auf den nächsten vorzubereiten – auch wenn wir den Teufel nicht an die Wand werfen wollen.

Der letzte große Crash

Beim letzten Crash ist der kanadische Markt, vertreten durch den iShares S&P/TSX 60 Index Fund, von einem Höchststand von rund 22,50 US-Dollar pro Aktie auf eine Talsohle von rund 12 US-Dollar pro Aktie gerutscht. So verlor der Markt zwischen Juni 2008 und Februar 2009 in nur acht Monaten im Wesentlichen die Hälfte seines Wertes.

Selbst die sichersten Aktien und Branchenführer, wie z.B. die Großbank Royal Bank (WKN:852173) und der Energieversorger Fortis (WKN:A0M0KU) , konnten dem nicht entkommen. Die Hälfte der Marktkapitalisierung der Royal Bank ging flöten, und 20 % des Wertes von Fortis waren weg.

Gut, man muss sagen, der letzte Crash durch die Finanzkrise herbeigeführt wurde. Also war es nur natürlich, dass die Banken hart getroffen wurden. Das verwässerte Ergebnis je Aktie (EPS) der Royal Bank, basierend auf dem GAAP-Gewinn, sank zwischen dem Geschäftsjahr 2007 und 2009 um rund 38 %, das bereinigte EPS blieb jedoch stabil und stieg im Berichtszeitraum sogar um rund 4,3 %.

Suncor Energy (WKN:A0NJU2), das führende Unternehmen für Energieaktien, fiel um 66 % vom Höchst- bis Tiefststand. Die Aktie stand vor dem Absturz sehr hoch. Ganz ähnlich war es bei dem großen Öl- und Gasproduzenten Canadian Natural Resources (WKN:865114), der vom Höchst- bis Tiefststand um etwa 63 % zurückging.

Wir bereitet man sich auf den nächsten Crash vor?

Bei den oben genannten Aktien handelt es sich um starke Large-Cap-Unternehmen, die in vielen Anlegerportfolios und Fonds vertreten sind. Sie verloren mindestens 20 % ihres Wertes beim letzten Börsencrash.

Der nächste Marktcrash wird kommen, unvermeidlich, früher oder. Es wäre zum Vorteil der Anleger, 20 bis 50 % vom Wert des Aktienportfolios wegzurechnen, um sich mit der Zahl vertraut zu machen und anzufreunden. So kann man sich mental schon einmal drauf vorbereiten.

Im Falle eines Marktcrashs sollte man aber bitte bedenken: keine Panik. Wer Aktien von großartigen Unternehmen hält, sollte sich darüber bewusst sein, dass die Verluste nur temporär sein werden.

Fazit für Investoren

Beim Crash kann es passieren, dass ein Portfolio 20 bis 50 % seines Werts einbüßt. Aber keine Panik – im Gegenteil, in diesen Zeiten sollte man zuschlagen und Schnäppchen kaufen. Deswegen sollte man auch über genügend Barmittel verfügen, um dann die besten Aktien kaufen zu können.

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The Motley Fool hält keine der angegebenen Aktien.

Dieser Artikel von Kay Ng erschien am 19.8.2018 auf Fool.ca. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.