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Aktien im Rückblick: DAX erholt sich, Continental stürzt nach Gewinnwarnung ab

Foto: Getty Images

Nach einem Verlust von 1,7 % in der Vorwoche konnte der DAX in den letzten Handelstagen wieder Boden gutmachen und strebt am Freitagnachmittag auf ein deutliches Wochenplus zu.

Weniger erfreulich verlief die Woche für die Aktionäre deutscher Automobilzulieferer, deren Papiere nach einer Gewinnwarnung des DAX-Konzerns Continental unter Druck gerieten …

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Was war an der Börse los?

Am Montag kehrte nach drei durchwachsenen Handelswochen der Optimismus zurück aufs Frankfurter Parkett. Der DAX (WKN:846900) stieg um 1 % auf 12.331 Punkte. Marktbeobachter begründeten die Stimmungsaufhellung mit bevorstehenden Verhandlungen zwischen den USA und China zum Zollstreit und Äußerungen des Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann zur Währungskrise in der Türkei. Weidmann hatte im Gespräch mit Journalisten einer Sonntagszeitung die Risiken für deutsche Banken als „überschaubar“ bezeichnet.

Den größten Tagesgewinn im DAX verbuchte die kürzlich wegen eines Schadenersatzurteils gegen die US-Tochter Monsanto arg gebeutelte Aktie von Bayer (WKN:BAY001), die 3 % zulegte. Analysten einer Schweizer Großbank hatten sich zuvor positiv zu den Papieren des Pharma- und Chemiekonzerns geäußert und zum Konkurrenten BASF (WKN:BASF11) ebenfalls einen freundlichen Kommentar abgegeben. BASF-Papiere verteuerten sich um 1,7 %.

Am Dienstag blieb der deutsche Leitindex auf Erholungskurs und verbesserte sich um weitere 0,4 % auf 12.384 Zähler. Auf der Gewinnerstraße blieb auch die Bayer-Aktie, die um weitere 1,6 % anzog. Am Morgen hatten sich Analysten einer deutschen Investmentbank zu Wort gemeldet, weil sie nach dem 16-prozentigen Kurseinbruch in der Vorwoche eine Kaufgelegenheit entdeckt zu haben glaubten.

Am Mittwoch sah es zunächst so aus, als könne der DAX sich weiter verbessern. Dann allerdings sorgte die Gewinnwarnung eines Autozulieferers für miese Stimmung. Der Blue-Chip-Index gab seine Gewinne fast vollständig wieder ab und ging beim Stand von 12.386 Punkten gerade einmal ein Zehntelpromillepünktchen über seinem Vortagsschluss in den Feierabend.

Tief unten in den Börsenkeller rollten die Titel von Continental (WKN:543900), die nach einer Gewinnwarnung um satte 13 % einbrachen. Branchenkenner kritisierten den Umstand, dass die Prognosekorrektur des Reifenherstellers bereits drei Wochen nach dem letzten Zwischenbericht veröffentlicht worden sei. Vertrauensbildung gehe anders, hieß es einvernehmlich.

Die Titel der drei im DAX vertretenen Automobilhersteller wurden von der Conti-Aktie nur leicht nach unten gezogen. Die Tagesverluste bei BMW (WKN:519000), Daimler (WKN:710000) und Volkswagen (WKN:766403) lagen im Bereich von 1 %. Deutlichere Auswirkungen hatte die Warnung des Konkurrenten auf im MDAX (WKN:846741) gelistete Zulieferer. Am schlimmsten erwischte es die Papiere von Schaeffler (WKN:SHA015), die mit einem Abschlag von 5,7 % am unteren Indexende eingeparkt wurden.

Am Donnerstag pendelte der DAX unentschlossen um seinen Vortagsschluss und geriet am Ende der Handelssitzung wegen der schwächelnden Wall Street leicht unter Druck. Die Folge: ein Abschlag von 0,2 % auf 12.366 Zähler. Für zusätzlichen Druck sorgte eine weitere Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China. Die US-Administration hatte zusätzliche Strafzölle auf chinesische Exportgüter in Kraft gesetzt, was von der chinesischen Seite umgehend gekontert wurde.

An die DAX-Spitze setzten sich mit einem Kursplus von 1,4 % die Dividendenpapiere des Konsumgüterproduzenten Beiersdorf (WKN:520000). Der „schlechteste“ DAX-Wert war wieder die Continental-Aktie, die zusätzliche 4 % abgab. Einige Analysten hatten nach dem Einbruch vom Mittwoch ihre Daumen und ihre Kursziele gesenkt.

Am Freitag hielten sich die Marktteilnehmer im Vorfeld einer Rede des US-Zentralbankchefs Jerome Powell bei der jährlichen Notenbankkonferenz im amerikanischen Jackson Hole mit Engagements zurück. Das Börsenbarometer zeigte um 15:50 Uhr ein Plus von 0,2 %.

Was steht auf dem Kalender?

Die Quartalsberichtssaison in Deutschland und den USA ist so gut wie vorbei. Deshalb müssen die Marktakteure sich mit Statistiken und Indikatoren begnügen. Am Montag (27.08.) gibt der ifo-Geschäftsklimaindex Hinweise auf die Stimmung in deutschen Chefetagen. In den USA wird der aktuelle Wert des CFNA-Index veröffentlicht.

Am Dienstag (28.08.) informieren uns die US-Statistiker über die Lagerbestände des Großhandels im Juli. Außerdem gibt es Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen im August. Zwei Nachzügler melden sich mit Quartalszahlen: Tiffany & Co und Hewlett Packard Enterprise.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Wochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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