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Richtig peinlich für BMW und Daimler: Teslas Fahrerassistenzsystem ist viel besser

Foto: Tesla

Aktuell wird über Tesla (WKN:A1CX3T) in den Medien fast nur noch bezüglich der Privatisierungspläne berichtet. Das ist verständlich, aber heißt noch lange nicht, dass es nicht auch noch andere interessante Entwicklungen gibt.

Ein neuer Bericht sollte den deutschen Premiumherstellern BMW (WKN:519000) und Daimler (WKN:710000) ziemliche Sorgen bereiten, denn er zeigt auf, dass Tesla sie in einer ihrer Kerndisziplinen komplett überholt hat.

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Nicht einfach besser, sondern viel besser

Das unabhängige und anerkannte amerikanische Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) hat sich die Mühe gemacht, einige der führenden Fahrerassistenzsysteme ausgiebig zu testen. Besonders im Fokus waren dabei die schwierigen Fahrsituationen auf Hügeln und in Kurven.

Das Ziel war in erster Linie, herauszufinden, inwieweit solche Systeme den menschlichen Fahrer, vor allem auf der Autobahn, schon ersetzen können. Laut des IIHS ist bei jedem Fahrerassistenzsystem noch immer die volle Aufmerksamkeit des Fahrers notwendig.

Interessant für alle, die der deutschen Automobilindustrie noch immer reflexhaft eine Führungsposition unterstellen, ist, dass Daimlers Fahrerassistenzsystem in Ordnung und das von BMW regelrecht miserabel abgeschnitten haben. Teslas altes Fahrerassistenzsystem lag dazwischen, seine neue Version war dagegen absolut überlegen.

So sehen die Ergebnisse der Studie aus:

Modell Anteil an fehlerfreiem Fahrverhalten Anteil an Überschreitung von Markierungen und darauffolgender Korrektur Anteil an Aussetzen das Fahrerassistenzsystems
Tesla Model 3 97 % 3 % 0 %
Mercedes-Benz E-Klasse 67 % 28 % 6 %
Tesla Model S mit alter Autopilot-Version 61 % 39 % 0 %
BMW 5er-Reihe 8 % 47 % 44 %

Quelle: Insurance Institute for Highway Safety, ARK Investment Management

Es ist ziemlich beeindruckend, wie gut das Fahrerassistenzsystem des Model 3 sich geschlagen hat. Ebenfalls interessant ist, dass beide Versionen von Teslas Fahrerassistenzsystem nie komplett aussetzten. Besonders die Ergebnisse von BMWs Fahrerassistenzsystem sind dagegen ziemlich peinlich.

Das Problem für die deutschen Premiumhersteller

BMW und Daimler haben jetzt ein Problem. Die oftmals belächelte Neugründung aus Kalifornien ist mit der neusten Version seines Fahrerassistenzsystems den deutschen Premiumherstellern weitaus überlegen. Hier geht es nicht um kleine Feinheiten, sondern um einen wirklich ausgeprägten Vorsprung.

Wer sich einen BMW 5er oder eine E-Klasse von Mercedes-Benz zulegt, lässt ordentlich Geld liegen, noch einmal mehr, wenn er sich sein Auto mit einem Fahrerassistenzsystem ausstatten lässt. Viele Qualitätsmerkmale der Premiummodelle rechtfertigen diese Preise – je nach persönlicher Ansicht voll oder zumindest teilweise – und dass solche Modelle einem die monotonen Fahrten auf der Autobahn leichter machen können, ist eben auch oft ein Kaufgrund. Wenn aber teure Autos ein mittelmäßiges Fahrerassistenzsystem haben, darf man schon einmal die Frage nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis stellen.

Klar, auch Teslas Autopilot kostet einen Aufpreis, aber dafür bekommt man eben auch ein wirklich gutes Fahrerassistenzsystem.

Teslas wahrer Vorsprung ist noch viel größer

Ich würde aber sagen, dass die alleinige Betrachtung des aktuellen Vorsprungs von Teslas Fahrerassistenzsystem noch nicht die wahre Stärke aufzeigt. Tesla hat nämlich eine sehr dynamische Herangehensweise an die Verbesserungen seines Fahrerassistenzsystems, das mithilfe von Software-Updates laufend verbessert wird. Das könnten andere Hersteller theoretisch erfolgreich nachmachen, aber diese tun sich meistens mit softwarebasierter Innovation schwer.

Da Tesla darüber hinaus schon dafür gesorgt hat, dass die neusten Autos in seiner Flotte laufend Daten sammeln können, die dann mithilfe von künstlicher Intelligenz ausgewertet werden können, hat es eine hervorragende Grundlage, um seine Software stetig und schnell zu verbessern. Es sieht also aktuell kaum danach aus, dass der Vorsprung von Teslas Fahrerassistenzsystem von den deutschen Premiumherstellern eingeholt werden kann.

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Marlon Bonazzi besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler. 

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