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Aus diesem einen überraschenden Grund hat Amazon einen fantastischen Bericht vorgelegt

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Die Erwartungen an den Finanzbericht von Amazon (WKN:906866) für das zweite Quartal waren hoch. Da die Aktie im Jahr 2018 bereits um 55 % gestiegen ist, konnte es ja eigentlich gar nicht mehr weiter nach oben gehen. Das Unternehmen erfüll regelmäßig hohe Erwartungen, und die Investoren hofften, dass das rasante Wachstums weitergehen würde. Und natürlich hat Amazon wieder einmal grandios performt und die Aktie auf neue Höchststände getrieben.

Amazon berichtete, dass der Umsatz auf 52,9 Milliarden US-Dollar anstieg, was einer Steigerung von 39 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, was sowohl den Konsensus-Schätzungen der Analysten für 53,44 Milliarden US-Dollar als auch der eigenen Prognose des Managements von 52,5 Milliarden US-Dollar entspricht. Das Unternehmen profitierte von Fremdwährungen von rund 760 Millionen US-Dollar. Währungsbereinigt stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 37 %.

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Amazons Q2: Die nackten Zahlen

Kennzahl Q2 2018 Q2 2017 Veränderung ggü. Vorjahr
Umsatz 52,89 Milliarden US-Dollar 37,95 Milliarden US-Dollar 39,3 %
Operative Einnahmen 2,98 Milliarden US-Dollar 0,63 Milliarden US-Dollar 375 %
Nettoeinnahmen 2,53 Milliarden US-Dollar 0,20 Milliarden US-Dollar 1.186 %
Einnahmen pro Aktie 5,07 US-Dollar 0,40 US-Dollar 1.168 %

Quelle: Amazons Quartalsbericht. Tabelle vom Auto.

Das Betriebsergebnis von 2,98 Milliarden US-Dollar übertraf die Prognose des Unternehmens von 1,5 Milliarden US-Dollar. Der Reingewinn stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1.186 % auf 2,53 Milliarden US-Dollar, was einen Gewinn pro Aktie von 5,07 US-Dollar ergab und die Erwartungen der Analysten auf 2,54 US-Dollar pro Aktie nahezu verdoppelte.

Überall wahnsinniges Wachstum

Jedes der Berichtssegmente von Amazon konnte überzeugen. Der Umsatz im Segment Nordamerika stieg gegenüber dem Vorjahr um 44 % auf 32,2 Milliarden US-Dollar, während der internationale Umsatz mit 14,61 Milliarden US-Dollar um 27 % gegenüber dem Vorjahresquartal zunahm. Die bemerkenswertesten Ergebnisse kamen von Amazon Web Services (AWS), da der Umsatz im Bereich Cloud Computing gegenüber dem Vorjahresquartal um unglaubliche 49 % gestiegen ist und 11,5 % des Gesamtumsatzes von Amazon ausmachte.

Das Umsatzwachstum war beeindruckend – aber die operativen Ertragskennzahlen sind noch viel erstaunlicher.

Amazon Q2: Operative Einnahmen nach Segment
Segment Q2 2018 Q2 2017 Veränderung ggü. Vorjahr
Nordamerika 1,84 Milliarden US-Dollar 0,44 Milliarden US-Dollar 321 %
International (0,49 Milliarden US-Dollar) (0,72 Milliarden US-Dollar) keine Angabe
AWS 1,64 Milliarden US-Dollar 0,92 Milliarden US-Dollar 79 %
Insgesamt 2,53 Milliarden US-Dollar 0,20 Milliarden US-Dollar 1,186 %

Quelle: Amazons Quartalsbericht. Tabelle vom Autor

Amazon ging in der Pressemitteilung nur kurz auf den gerade abgeschlossenen Prime Day ein, da der Tag ja im dritten Quartal stattfand. Das Unternehmen nannte es „Amazons größtes globales Shopping-Event aller Zeiten, das am 16. Juli mehr neue Prime Mitglieder als an jedem anderen Tag in der Geschichte von Amazon willkommen heißen konnte“. Das Unternehmen verkaufte mehr als 100 Millionen Produkte, wobei der Fire TV Stick mit Alexa Voice Remote und der Echo Dot die meistverkauften Produkte waren.

Der größte Beitrag zur Profitabilität

AWS wurde oft als alleiniger Grund für die Rentabilität von Amazon genannt. Dies mag in der Vergangenheit der Fall gewesen sein, doch die Verbesserung der Margen in den anderen Segmenten des Unternehmens führt zu einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses. Tatsächlich konnte jedes Segment im letzten Quartal seine operative Marge gegenüber dem Vorjahr verbessern.

In Nordamerika stieg die Segmentmarge von 1,9 % im Vorjahreszeitraum auf 5,7 % im letzten Quartal. In den internationalen Märkten verbesserte sich die operative Verlustmarge von -6 % auf -3 %. Auch AWS steigerte seinen Beitrag: Die Segmentmarge stieg von 22,3 % des Umsatzes auf 26,9 %. Diese Verbesserungen trugen dazu bei, dass Amazon mehr Gewinn in die Gewinnzone bringen konnte.

Was ist mit dem Echo?

Die Kommentare in der Pressemitteilung von Amazon CEO Jeff Bezos konzentrierten sich auf das wachsende Ökosystem der Alexa-fähigen Produkte und Dienstleistungen. „Wir wollen, dass unsere Kunden Alexa überall einsetzen können“, sagt Bezos. „Es gibt mittlerweile Zehntausende von Entwicklern in mehr als 150 Ländern, die neue Geräte mit dem Alexa Voice Service entwickeln, und die Zahl der Alexa-fähigen Geräte hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdreifacht.“

Man kann Bezos’ Begeisterung bei Alexa nachvollziehen. Untersuchungen haben gezeigt, dass Kunden, die mit den von Alexa betriebenen Geräten interagieren, dazu neigen, viel mehr Geld auf Amazon auszugeben.

Die rosarote Zukunft

Für das dritte Quartal erwartet Amazon einen Umsatz zwischen 54 und 57,5 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht einem Wachstum von 23 % bis 31 % gegenüber dem Vorjahr, worin schon die negativen Effekte der Wechselkurse einberechnet sind. Das Unternehmen erwartet ein Betriebsergebnis von 1,4 bis 2,4 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 303 % bis 592 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht.

Der Konsens der Analysten sieht einen Umsatz von 57,2 Milliarden US-Dollar – 31% mehr als im Vorjahr – und einen Gewinn pro Aktie von 3,03 US-Dollar voraus, was einem Wachstum von fast 500 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht.

Mit einem soliden Umsatzwachstum, steigenden Margen und einer hohen Profitabilität hat Amazon den Investoren also im Ergebnisbericht jede Menge Gutes bieten können.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon.

Dieser Artikel von Danny Vena erschien am 31.7.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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