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Facebook: langsameres Wachstum, steigende Kosten

Facebook (WKN:A1JWVX) meldete ein weiteres Quartal starken Wachstums. Das Wachstum war jedoch geringer als in den Vorquartalen. Das gilt nicht nur für den Umsatz, sondern auch für den Jahresüberschuss, das Ergebnis je Aktie und die Nutzerkennzahlen. Darüber hinaus verzeichnete Facebook in Europa einen Rückgang der täglich und monatlich aktiven Nutzer, und das Management ging von einer weiteren Verlangsamung des Umsatzwachstums in den kommenden Quartalen aus.

Hier sind die wichtigsten Punkte aus dem zweiten Quartal von Facebook.

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Facebooks Ergebnisse für das zweite Quartal: Die nackten Zahlen

Kennzahl Q2 2018 Q2 2017 Wachstum gegenüber dem Vorjahr
Umsatz 13,2 Mrd. USD 9,3 USD 42 %
operative Marge 44 % 47 % k. A.
Gewinn pro Aktie 1,74 USD 1,32 USD 32 %

DATENQUELLE: FACEBOOK BERICHT FÜR DAS ZWEITE QUARTAL.

Wie erwartet stiegen die Betriebskosten von Facebook im zweiten Quartal deutlich an. Da die Betriebskosten von Facebook gegenüber dem Vorjahr um 50 % gestiegen sind, während die Einnahmen um weniger als 42 % gestiegen sind, geriet die operative Marge des sozialen Netzwerks unter Druck. Die operative Marge von Facebook verringerte sich von 47 % im Vorjahresquartal auf 44 %. Das bedeutet, dass der Gewinn pro Aktie noch geringer ausfiel und im Vergleich zum Vorjahr um 32 % stieg.

Highlights im zweiten Quartal

  • Das 42 %ige Umsatzwachstum von Facebook war eine Verlangsamung des Wachstums von 49 % im ersten Quartal.
  • Das Wachstum des Ergebnisses je Aktie lag mit 32 % deutlich unter einem Anstieg von 63 % im ersten Quartal.
  • Die Betriebskosten von Facebook beliefen sich auf 7,4 Milliarden US-Dollar – 50 % mehr als im Vorjahr und 13 % mehr als im Vorjahr.
  • Die täglich aktiven Nutzer von Facebook stiegen im Jahresvergleich um 11 %, was einem Wachstum von weniger als 13 % im ersten Quartal entspricht.
  • Die monatlich aktiven Nutzer stiegen im Jahresvergleich um 11 %, im ersten Quartal um weniger als 13 %.
  • Die Zahl der täglich und monatlich aktiven Nutzer in Europa sank von 282 Millionen bzw. 377 Millionen in Q1 auf 279 Millionen bzw. 376 Millionen in Q2.

Es ist erwähnenswert, dass das Management im ersten Quartal davor gewarnt hatte, dass die Nutzerzahlen des Unternehmens in Europa durch die Verabschiedung der Allgemeinen Datenschutzverordnung (DSGVO) in der Europäischen Union von Einbrüchen nicht verschont bleiben würden. Konkret hatte das Management vorausgesagt, dass die Einführung von DSGVO zu einem „flachen bis leicht rückläufigen“ sequentiellen Wachstum für die monatlich und täglich aktiven Nutzer in Europa führen würde.

Darüber hinaus hatte das Management für das Gesamtjahr 2018 einen Anstieg der Betriebskosten um 50 % bis 60 % prognostiziert, da das Management stark in Sicherheit, Inhalte und langfristige Wachstumsinitiativen investiert.

Der Blick in die Zukunft

Facebook erwartet, dass die Verlangsamung des Wachstums und der rasche Anstieg der Ausgaben anhalten werden.

David Wehner, CFO von Facebook, sprach über die erwarteten Probleme in der zweiten Jahreshälfte, die Bemühungen, „zu wachsen und bestimmte Erlebnisse wie Stories zu fördern, die derzeit ein geringeres Maß an Monetarisierung aufweisen“ und verbesserte Datenschutzmöglichkeiten für die Nutzer. Er erwartet auch, dass sich das Wachstum weiter verlangsamen werde.

„Unsere Gesamtumsatzwachstumsraten werden sich in der zweiten Jahreshälfte 2018 weiter verlangsamen“, erklärte Wehner bei der Telefonkonferenz im ersten Quartal. „Wir erwarten, dass unsere Umsatzwachstumsraten sowohl im dritten als auch im vierten Quartal gegenüber den Vorquartalen im hohen einstelligen Prozentbereich zurückgehen werden.“

Darüber hinaus hielt das Management an seiner Prognose fest, die Gesamtausgaben im Jahr 2018 um 50 % bis 60 % zu erhöhen.

Wehner gab auch ein seltenes Update zu den längerfristigen finanziellen Aussichten von Facebook heraus: Das Unternehmen erwartet, dass das Wachstum der Betriebskosten das Umsatzwachstum im Jahr 2019 übersteigen wird, was zu operativen Margen führen soll, die „im mittleren 30er Prozentbereich“ liegen sollen.

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Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und am 25.07.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Facebook.

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