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Trotz nachlassendem Smartphone-Boom gibt es für Apple und Co gute Nachrichten

Foto: Apple

Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der ausgelieferten Smartphones im Vergleich zum Vorjahr nicht angestiegen, sondern pendelte sich bei einem Wert von wahnsinnigen 1,465 Milliarden Stück ein. Statistisch hat sich im vergangenen Jahr also jeder fünfte Erdenbewohner ein neues Handy gekauft. Oder beinahe jeder vierte, der älter als 15 Jahre ist.

Würden alle derart verschwenderisch umgehen wie in Deutschland, wo laut Umweltbundesamt alle zweieinhalb Jahre ein neues Handy gekauft wird, könnten wir vielleicht noch einige Jahre von einem langsamen Wachstum ausgehen. Darauf wetten würde ich allerdings nicht.

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Für Apple (WKN:865985), wo im letzten Quartal die iPhone-Verkäufe für 62 % der gesamten Umsatzerlöse verantwortlich waren, scheinen das sehr schlechte Nachricht zu sein. Es gibt aber auch gute Nachrichten.

Für Apple und Co gibt es dennoch auch gute Nachrichten

Positiv für Apple ist natürlich, dass es im Gegensatz zu den allgemein stagnierenden Smartphone-Verkäufen seine iPhone-Verkäufe noch immer steigern kann, im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018 beispielsweise um beinahe 3 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Noch besser, die iPhone-Umsätze stiegen gar um mehr als 14 %, was bedeutet, dass Apple es wieder einmal geschafft hat, den durchschnittlichen Verkaufspreis im zweistelligen Prozentbereich zu steigern.

Auf einer allgemeineren Ebene gibt es aber noch weitere gute Nachrichten für Apple und andere Unternehmen, die ihr Geld mit Services rund um das Smartphone verdienen. Denn was im Gegensatz zu den Smartphone-Verkäufen nicht stagniert, ist die Zeit, die wir vor dem Smartphone und anderen Bildschirmen verbringen.Selbst in den USA, die man sicherlich nicht zu den Handy-Muffeln zählen kann, stieg die durchschnittliche tägliche Nutzungszeit des Smartphones pro Person um ganze zwölf Minuten im Vergleich zum Jahr 2016. Unter anderem wegen dieses Anstieges erreichte die Gesamtzeit, die ein durchschnittlicher nordamerikanischer Erwachsene für digitale Medien verwendet, im Jahr 2017 mit nur etwas weniger als sechs Stunden einen neuen Höchstwert.

Unternehmen, die mit digitalen Services – wie Apple mit Apple Pay, Apple Music oder dem Apple App Store – ihr Geld verdienen, profitieren von dieser Entwicklung. Und ich würde darauf wetten, dass diese Entwicklung noch lange anhalten wird.

Mein Tipp, nach dem Smartphone kommt etwas noch Allgegenwärtigeres

Ich kann mich noch gut an den Kauf unseres ersten Familien-PCs erinnern. Auch daran, wie ich zu Beginn jedes Mal meine Eltern fragen musste, ob ich eine Stunde am Familien-Computer spielen darf.

Während der Großrechner für Privatpersonen überhaupt nicht zugänglich war, stand zunächst ein PC in jedem Haushalt. Danach hatte irgendwann jeder einen Laptop, den man überallhin mitnehmen kann. Mit den heutigen Tablets und Smartphones verschmilzt man nahezu komplett. Nur für wenige Stunden verschwindet das Gerät in der Hosentasche oder irgendwo anders. Und während man zur Bedienung des PCs früher noch eine externe Maus und eine Tastatur verwendete, bewältigt man heute deutlich komplexere Aufgaben mit zwei Fingern am Smartphone oder Tablet.

Wenn ich heute wetten müsste, was nach dem Smartphone kommt, würde ich sagen, dass künftige elektronische Geräte noch allgegenwärtiger und vor allem noch einfacher und intuitiver zu bedienen sein werden. Mit intelligenten Uhren, intelligenten Brillen, intelligenten Lautsprechern und noch verrückteren Dingen sind die ersten Schritte in diese Richtung heute bereits zu sehen. Auch die Zusammensetzung der Nutzungszeit des durchschnittlichen US-Amerikaners für andere verbundene Geräte (also nicht Desktop-PC, Laptop und Smartphone) könnte ein Anzeichen für diesen Trend sein.

Während die Nutzungszeit dieser anderen verbundenen Geräte in den Jahren 2009 bis 2016 bei weniger als zwanzig Minuten stagnierte, stieg die Nutzungszeit im Jahr 2017 auf nun über 30 Minuten.

Natürlich profitieren davon auch die Hersteller dieser neuen Gerätschaften. Unabhängig davon, welches Gerät sich am Ende durchsetzen wird, werden aber auch Unternehmen davon profitieren, die rund um diese Hardware die unterschiedlichsten Services anbieten. Denn je allgegenwärtiger diese Geräte werden, desto mehr Zeit werden wir mit ihnen verbringen. Und je mehr Zeit wir damit verbringen, desto größer sind die Umsatzchancen dieser Unternehmen.

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Offenlegung: Sven besitzt Aktien von Apple. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple. The Motley Fool hält die folgenden Optionen: long Januar 2020 $150 calls auf Apple und short Januar 2020 $155 calls auf Apple

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