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Volkswagen mischt beim Carsharing mit – warum?

Foto: Getty Images

Autohersteller Volkswagen (WKN:766403) hat verkündet, dass man ab dem nächsten Jahr in Deutschland einen eigenen innerstädtischen Car-Sharing-Dienst einführen wird, der 2020 auch weltweit betrieben werden soll. Eigentlich alles genau so, wie man es schon kennt, aber: Die VW-Autos werden zu 100% elektrisch sein.

Ein neuer weltweiter Service für Elektroautos

Von VW hieß es, dass man ab dem kommenden Jahr den neuen Car-Sharing-Service in Deutschland einführen und ab 2020 auf „Großstädte in Europa, Nordamerika und Asien“ ausweiten werde. Kunden nutzen die „WE“-App von VW, um Autos in der Nähe zu finden und anzumieten.

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Das Konzept ist nicht neu – es ist genau das, was Unternehmen wie Zipcar und General Motors (WKN:A1C9CM) Maven seit mehreren Jahren tun. Doch VW setzt noch einen drauf: Alle Fahrzeuge werden per Batterie angetrieben.

VW ließ verlauten, dass der neue Dienst von einer hundertprozentigen VW-Tochtergesellschaft namens UMI für die Urban Mobility International GmbH betrieben wird. In einem Statement versprach UMI-Chef Philipp Reth eine „umweltfreundliche Flotte, die die Kunden schnell und zu einem fairen Preis ans Ziel bringt.“

VW sagte, dass dieser neue Car-Sharing-Service Teil einer Reihe von Mobilitäts-Services ist, die man über die WE-App anbieten will. Es ist im Konzept ähnlich wie Fords (WKN:502391) FordPass, eine Smartphone-App, die den Kunden alles von Fahrradverleih über Car-Sharing bis hin zu vergünstigten Parkplätzen in Städten bietet.

Warum startet VW einen Car-Sharing-Service?

Zuerst ein paar Hintergrundinformationen. VW investiert kräftig in Elektrofahrzeuge. Man erwartet, dass ersten erschwinglichen Langstrecken-Batterie-Elektrofahrzeuge im nächsten Jahr auf den Markt kommen; sie sollen ähnlich einem Golf sein.

Es wird vermutet, dass die neuen elektrischen VW dem ID-Konzept sehr ähnlich sein werden, die zum ersten Mal im Jahr 2016 kamen. Damals sagte VW, dass ID als Modell 2020 in Serie gehen würde – aber später hieß es, dass das Auto zumindest in Europa ab 2019 bei den Händlern eintreffen könnte.

Angesichts dessen sehe ich zwei gute Gründe, warum VW im nächsten Jahr einen Car-Sharing-Service einführen möchte.

Erstens ist dies eine Möglichkeit, den neuen elektrischen VW an ein anspruchsvolles, junges, urbanes Publikum zu vermarkten, das vielleicht noch nicht bereit ist, eigene Autos zu kaufen – aber vielleicht empfänglich für die Idee ist, ein Elektrofahrzeug zu kaufen. Darum sind sie vielleicht Car-Sharing-Kunden – und wenn sie den E-VW mögen, schauen sie vielleicht mal beim VW-Händler vorbei, wenn es an der Zeit ist, doch ein eigenes Autos zu kaufen.

Zweitens gibt der Car-Sharing-Service VW eine Absicherung, wenn der Absatz seines neuen Elektrofahrzeugs nicht den Erwartungen entspricht. Niemand weiß wirklich, wie gut sich ein elektrischer VW für den Massenmarkt verkaufen wird. Rivalen wie GMs Chevrolet Bolt und Nissans Leaf haben sich gut geschlagen – aber dahinter steckten bescheidene Erwartungen. Die Erwartungen von VW sind größer: Bis 2025 sollen jährlich 3 Millionen Elektrofahrzeuge verkauft werden.

Ziel sind Elektroautos sowie alles rund um „Mobilität“

Neben dem offensichtlichen Grund, einen Car-Sharing-Service zu starten – als Absicherung gegen die Disruption durch Neulinge – ist der neue Service von VW mit ziemlicher Sicherheit Bestandteil eines größeren Plans, ein wichtiger Hersteller von E-Fahrzeugen zu werden.

Es ist ein weiteres Zeichen dafür, dass VW es ernst meint mit E-Antrieb. Und dass das Unternehmen den Willen hat, in dieser für die Autoindustrie stürmischen und an Veränderungen nicht armen Zeit regelrecht zu gedeihen.

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Dieser Artikel von John Rosevear erschien am 5.7.2018 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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