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Elektromobilität: Wie ABB und Siemens immer mehr an einem Strang ziehen – und wer mehr davon haben wird

Wenn sich die Elektromobilität erst mal richtig in der Breite durchsetzt, dann stehen zwei große Gewinner bereits jetzt fest: Siemens (WKN:723610) und ABB (WKN:919730). Damit der Prozess sich nicht immer weiter hinzieht, schieben die beiden eigentlich erbitterten Konkurrenten mit gemeinsamen Kräften an.

Lange Zeit ist nicht viel passiert

1900 wurde das Elektromobil „System Lohner-Porsche“ auf der Pariser Weltausstellung gezeigt. In den folgenden Jahrzehnten beschränkte sich die Elektromobilität auf Trolleybusse und elektrischen Schienenverkehr sowie Nischenanwendungen. Erst in den Wendejahren um 1990 kam wieder frischer Wind in das Thema. 1994 brachte Nicolas Hayek seine langjährige Vision eines Kleinstfahrzeugs mit Elektroantrieb in das Joint Venture Micro Compact Car ein, dem Vorläufer der heutigen Daimler (WKN:710000)-Konzernmarke Smart.

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Viele Jahre wurden dort aber praktisch nur Benziner gebaut und auch branchenweit ging es selbst in den Nullerjahren noch kaum voran. Als dann aber, ausgelöst durch die Finanzkrise, die Autohersteller mit dem Rücken zur Wand standen, wurde in Deutschland nicht nur die legendäre Verschrottungsprämie eingeführt, sondern auch ein 500 Millionen Euro schweres mehrjähriges Forschungsprogramm aufgelegt und 2010 die Nationale Plattform Elektromobilität ins Leben gerufen.

Zu den Mitgliedern des Lenkungskreises gehört natürlich auch Siemens. Die Münchener haben damals mit einigem Enthusiasmus zwar herausgearbeitet, wie das Zusammenspiel von intelligentem Stromnetz, Erneuerbaren Energien, Stromspeichern und Elektrofahrzeugen funktionieren könnte, überließen die Entwicklung des Marktes aber lange weitgehend den Autobauern.

Das blieb zur großen Enttäuschung aus. Jetzt sind wir schon wieder acht Jahre weiter und auf den Straßen stinken und rußen immer noch zu 99 % die Verbrenner vor sich hin. Das ärgert nicht nur Siemens, sondern auch ABB.

Wie die beiden nun an einem Strang ziehen

Seit einigen Jahren haben die beiden Elektrokonzerne die Initiative übernommen. Auf die Autobauer ist kein Verlass, was ja auch verständlich ist. Während die einen, also Daimler & Co., ihre Gewinne maximieren, wenn der Wandel gemächlich erfolgt, kann es für die anderen gar nicht schnell genug gehen. Dabei werden sie immer kreativer:

  • Northvolt, das ambitionierte schwedische Batteriezell-Projekt wird in der Start-up-Phase gleich von beiden unterstützt
  • Gleichzeitig gehört Siemens zum deutschen TerraE-Konsortium, das ähnliches vorhat
  • Wiederum in Schweden ermöglicht Siemens dem Elektroauto-Start-up Uniti die Schaffung einer hochautomatisierten Produktion
  • Mit Valeo (WKN:854052) hat Siemens einen Marktführer geschaffen, was elektrische Antriebstechnik angeht
  • Bei elektrischen Antriebssträngen für Busse und Nutzfahrzeuge bieten beide Lösungen an
  • ABB ist Sponsor der Formula E Rennserie und des aufsehenerregenden Solarflugzeugprojekts Solar Impulse
  • Siemens propagiert Oberleitungs-Hybrid-Lkw
  • Beide sind stark beim Aufbau von Schnellladenetzwerken engagiert, sowohl mit eigener Technologie als auch mit Beteiligungen

Die Liste ist nicht vollständig, aber es zeigt sich, dass beide auf allen Ebenen Impulse setzen wollen. Die großen Hindernisse sollen möglichst schnell aus dem Weg geräumt werden, egal ob es um die Verfügbarkeit von Ladestationen oder um europäische Batteriezellen geht. Trotz aller Konkurrenz profitieren sie dabei vom Engagement des jeweils anderen.

Was sie konkret davon haben

Es hängt alles mit allem zusammen. Günstige Batterien und Antriebsstränge machen günstige Autos, was in Verbindung mit flächendeckenden Ladenetzen die Nachfrage treiben sollte. Mehr Elektroautos, das bedeutet wiederum mehr Nachfrage nach Ladetechnik, Energiemanagement, aufgerüsteten Stromnetzen, Energiespeichern und Erneuerbaren Energien.

Von all dem werden beide massiv profitieren, weshalb sie mit ihren Anstrengungen sicherlich nachlassen werden, bis auch bei uns Millionen von Elektrofahrzeugen auf den Straßen fahren. Bleibt die Frage, wer letztlich mehr davon hat und da glaube ich, dass ABB besser positioniert ist, weil die Zürcher einfach noch stärker auf die relevanten Bereiche fokussiert sind.

Gerade bei der Ladetechnik sieht der ABB-Chef Ulrich Spiesshofer seinen Konzern wohl zurecht „an entscheidenden Punkten technologisch vorne“. Er fügte kürzlich im Wiwo-Interview hinzu: „[was wir können, das] kann in der Summe kein anderer.“ Da locken saftige Profite. Aber insgesamt sind die Chancen vielfältig und das Rennen ist eng. Somit wird sicherlich für beide genug abfallen.

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Ralf Anders partizipiert über ein von ihm betreutes Indexzertifikat an der Aktienentwicklung von Siemens und Valeo. The Motley Fool empfiehlt Daimler.

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