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Drei Ideen für Investoren, um am Bitcoin- und Forex-Handel mitzuverdienen

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Der schnelle Handel mit gehebelten Produkten auf Währungen, Kryptos, Rohstoffe, Zinsen und Aktien boomt weltweit. Hier sind drei Möglichkeiten, um davon langfristig zu profitieren.

Warum Differenzkontrakte (CFDs) so beliebt sind

In Deutschland ist der Handel mit Optionsscheinen und anderen gehebelten Derivaten etwa über die Börse Stuttgart schon seit vielen Jahren sehr verbreitet. Wer allerdings mit kleinem Einsatz sehr schnell viel bewegen will, für den sind aufgrund ihrer günstigeren Kostenstruktur außerbörsliche Forex- und CFD-Plattformen besser geeignet.

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Mit aggressiven Werbekampagnen sowie hohen Investitionen in die Technik haben diese über die letzten Jahre beeindruckendes Wachstum generiert. Dass Interessierte und Teilnehmer mit umfangreichem Schulungsmaterial versorgt werden, vermittelt dabei einen seriösen Anstrich. Es macht den Eindruck, dass diejenigen, die sich richtig reinfuchsen und das „offizielle Diplom“ der „Trading Academy“ erwerben, gegenüber dem Rest im Vorteil sind.

Leider ist der Mensch aber nach meiner Überzeugung für diese Art des „Investierens“ nicht gemacht. Selbst diejenigen, die eine Zeit lang erfolgreich auf solchen Plattformen unterwegs sind, werden regelmäßig zu irgendeinem Zeitpunkt zu übermütig, setzen zu viel Geld auf eine Karte und verlieren ihre zwischenzeitlichen Gewinne.

Zu viele haben mit CFDs und sogenannten binären Optionen eine Menge Vermögen verloren. In Europa ist deshalb jetzt die Aufsichtsbehörde ESMA eingeschritten. Ab dem 2. Juli ist die Vermarktung von binären Optionen verboten und für Differenzkontrakte gelten ab dem 1. August strengere Regeln, darunter ein maximaler Hebel von 2 im Kryptosegment.

Aber werden diese zunächst temporären Maßnahmen den Siegeszug der Trading-Plattformen stoppen? Wahrscheinlich nicht. Deshalb habe ich mich mal umgeschaut, wo es unter den börsennotierten Vertretern günstige Einstiegsgelegenheiten geben könnte.

Plus500

Stolz prangt das Logo von Plus500 (WKN:A1W3GY) auf der Brust der Spieler von Atlético de Madrid. Antoine Griezmann und Co. legen ihren Fans also nahe, es doch mal zu versuchen mit dem Trading. Gehandelt kann dort fast alles werden, einschließlich acht verschiedener Kryptowährungen. Besonders spannend scheint das Währungspaar Ethereum zu Bitcoin zu sein.

Aber wir wollen ja nicht auf Plus500 handeln, sondern mit Plus500. Deren Aktien sind heute über 2 Mrd. Euro (ca. 2,4 Mrd. US-Dollar zum 07.06.) wert, wobei der Kurs sich innerhalb von zwölf Monaten verdreifacht hat. Dass sich der Finanzdienstleister das teure Sponsoring locker leisten kann, zeigt ein Blick in die Bilanz. Fast 200 Mio. US-Dollar blieben 2017 unterm Strich übrig, bei einer sensationellen Umsatzmarge von 46 %.

Analysten erwarten, dass die in 50 Ländern präsente „Trading Machine“ auch für die Zukunft moderates Wachstum ausweisen kann, sodass das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) schon in diesem Jahr einstellig werden könnte.

IG Group

Auch einer der lokalen Hauptkonkurrenten von Plus500, die IG Group (WKN:A0EARV), hat eine fantastische Entwicklung hingelegt. Zwar gab es Ende 2016, als die englischen Regulierungsbehörden Marktbeschränkungen ankündigten, einen herben Einbruch, aber seither floriert die Aktie wieder. Heute wird das Unternehmen mit 3,6 Mrd. Euro bewertet.

Zuletzt wurden gegenüber dem Vorjahresquartal 16 % mehr Kunden sowie ein Umsatzanstieg um 30 % gemeldet. Der Fokus liegt bisher nahezu komplett auf dem außerbörslichen Handel mit Hebelpapieren, wobei der einheimische Markt etwa 40 % ausmacht. In der ersten Hälfte des unterjährigen Geschäftsjahres wurde ein Nachsteuergewinn von umgerechnet 123 Mio. Euro erwirtschaftet.

Das KGV ist hier mit erwarteten 14,5 etwas höher als bei Plus500, aber dafür liegt mehr Substanz in der Bilanz. IG reklamiert für sich auch, sich stets auf versierte Trader fokussiert zu haben, und beklagt das aggressive Werben der Konkurrenz, das sich an Laien richtet. Über das Ausrollen des sogenannten IG Smart Portfolio erhofft sich das Management neue Wachstumsimpulse. Das Angebot richtet sich an langfristige Investoren, die unkompliziert auf einen individuell gestalteten Anlagemix setzen wollen.

GAIN Capital

Auch auf der anderen Seite des Atlantiks wird natürlich gerne mit Währungen und anderen Assets gezockt. GAIN Capital (WKN:A1C2YJ), die Inhaberin von Plattformen wie FOREX.com und der britischen City Index, gehört dort sicherlich zu den führenden Anbietern in diesem Bereich.

Kürzlich wurde bekannt, dass GAIN den Bereich GTX ECN für 100 Mio. US-Dollar an die Deutsche Börse (WKN:581005) verkauft hat. Dieses Geschäft richtet sich an institutionelle Händler. Die Amerikaner wollen sich aber wieder stärker auf Endkunden konzentrieren. Die laufende Umstrukturierung zielt darauf ab, höhere Margen zu generieren und die Zahl zufriedener Kunden zu erhöhen.

Auch dass seit Kurzem etwa Litecoin und Ripple in das Angebot aufgenommen wurden, dürfte die Handelsaktivität etwas antreiben. Zudem soll sich der Einsatz von maschinell lernenden Algorithmen in der Trade-Abwicklung positiv auswirken.

Im letzten Quartal belief sich der Gewinn auf 16 Mio. US-Dollar nach einem Verlust in ähnlicher Höhe vom Vorjahr. Das KGV ist aktuell negativ, was zum Teil erklärt, warum der Kurs-Chart seit Jahren seitwärts verläuft. Mit einem Börsenwert von 366 Mio. US-Dollar ist das Unternehmen jedenfalls gegenüber der britischen Konkurrenz viel günstiger bewertet, weshalb sich eine tiefere Analyse vielleicht lohnen könnte.

Besser investieren

Die Wahrscheinlichkeit arbeitet auf diesen Plattformen gegen dich, egal, wie gut du dich auskennst. Anders sieht es aus, wenn du die Aktien dieser Unternehmen kaufst. Die sind optisch günstig bewertet und wenn du glaubst, dass sie auch in Zukunft gute Geschäfte machen werden, dann könnte hier ein profitabler Deal drin sein.

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Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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