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Diese 3 Unternehmen sollte man sich zuerst ansehen, bevor man Kryptowährungen kauft

Debit- und Kreditkarten
Foto: Getty Images

Der schnelle Reichtum der frühen Spekulanten im Kryptowährungs-Goldrausch hat die Investoren dazu verleitet, Milliarden auf digitale Währungen zu setzen. Wer jedoch eine gute Zukunft für Kryptowährungen und digitale Zahlungen sieht, muss keine Währungen wie Bitcoin (BTC-USD) kaufen.

Viele börsennotierte Unternehmen sind indirekt an Online-Währungen und der Zahlungsverkehrsbranche im Allgemeinen beteiligt und bieten eine Möglichkeit, von der Entwicklung des Marktes zu profitieren — unabhängig davon, welches Token oder Netzwerk schließlich zum Sieger gekrönt wird. Drei unserer Motley-Fool-Investoren erklären, warum sie glauben, dass NVIDIA (WKN:918422), Visa (WKN:A0NC7B) und Square (WKN:A143D6) eine bessere Möglichkeit sind, auf die Zukunft der Zahlungen zu setzen.

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Ein Krypto-Gewinner mit vielen Bonusmöglichkeiten

Dan Caplinger (NVIDIA): Viele Investoren wetten auf Kryptowährungen, indem sie ihr ganzes Geld in Token wie Bitcoin stecken. Es gibt keinen Grund, warum man nicht mit dem Krypto-Trend Geld verdienen kann, aber dann bitte nicht mit dieser Alles-oder-nichts-Mentalität. NVIDIA ist ein Hauptnutznießer des steigenden Interesses an Kryptowährungen, da seine Grafikverarbeitungschips eine wichtiger Bestandteil in den Krypto-Mining-Rigs sind. Diese werden von Minern von Bitcoin und anderen Token verwendet, um die komplexen mathematischen Probleme zu lösen, die zur Erstellung neuer Kryptowährungsblöcke erforderlich sind.

Doch das Geschäft von NVIDIA geht weit über den Krypto-Bereich hinaus. Grafikchips sind für Spielkonsolen, Desktop-Spiele und andere Anwendungen wertvolle Produkte. NVIDIA hat sich die aufstrebende E-Sport-Industrie erschlossen, in der Grafikprozessoren eindeutig eine wichtige Rolle spielen, um sicherzustellen, dass die Spieler dort das volle Potenzial der Spiele ausschöpfen können. NVIDIA-Chips versorgen auch die riesigen Rechenzentren, die in der Cloud-Computing-Welt immer wichtiger werden mit der nötigen Infrastruktur.

Im Hinblick auf die Zukunft hat das Unternehmen große Ambitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz und hofft, eine Rolle bei allem zu spielen — vom selbstfahrenden Auto bis zu maschinellem Lernen. Mit neuen Ansätzen zu Beginn dieses Jahres in den Bereichen Gesundheitswesen, Robotik und Internet der Dinge erschließt sich NVIDIA alle Möglichkeiten für neues Wachstum. Der Krypto-Bereich wird nur ein Baustein für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens sein.

Besser als Bitcoin

Jordan Wathen (Visa): Die Zahlungsindustrie verändert sich ständig, aber ich glaube, dass eine Wette auf ein etabliertes Zahlungsunternehmen eine weitaus bessere Investition sein wird als eine Wette auf eine der Tausenden von Kryptowährungen, die es gibt. Ich mag Visa-Aktien, weil sie die Möglichkeit bieten, von Trends zu profitieren, die das Zahlungsvolumen und damit die Rendite von Visa erhöhen.

Erstens werden Bargeldtransaktionen weltweit zunehmend durch Karten und digitale Zahlungen ersetzt. An den meisten Orten ist es eine einfache Frage des Komforts und der Verbraucherpräferenz. An anderen ist es eine Regierungsverordnung. Indien, die sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt, geht gegen Bargeldtransaktionen vor, um kriminelle Bemühungen und Steuerhinterziehung zu unterbinden. Visa, das mehr als 50 % der Debit- und Kreditkartenausgaben innerhalb Indiens abwickelt, ist ein natürlicher Nutznießer dieser Politik.

Zweitens ist die anhaltende Verlagerung auf den E-Commerce ein weiterer Rückenwind für die Zahlungsnetze, insbesondere für Visa. Das Unternehmen schätzte zuvor, dass etwa 23 % der privaten Konsumausgaben in den USA über sein Netzwerk fließen. Online hingegen liegt der Anteil bei rund 47 %. Da sich das Transaktionsvolumen von traditionellen Shops ins Internet verlagert, wird das Zahlungsvolumen von Visa nur noch steigen.

Bezüglich all der Beschwerden über die hohen Kosten für die Annahme von Zahlungen — ein Problem, das Kryptowährungen angeblich lösen: Diese Kosten erzeugen nicht Netze wie Visa, sondern die Banken und Drittanbieter, die Gebühren dafür verlangen. Visa verlangt nur 0,31 US-Dollar pro 100 US-Dollar bargeldlosem Zahlungsvolumen. Diese Zahl ist tatsächlich übertrieben, weil etwa 20 % seines Umsatzes an Kunden zurückgibt, um das Geschäft weiter anzukurbeln.

Die Visa-Aktien werden im Jahr 2018 für etwa das 30-fache der Gewinnschätzungen gehandelt. Das sieht schon mal teuer aus. Aber ich sehe eine Zukunft, in der Visa hohe einstellige, wenn nicht sogar zweistellige Gewinnzuwächse erzielen kann, angetrieben durch Zahlungswachstum, Margenerhöhung und Aktienrückkäufe.

Bitcoin könnte dieses Fintech-Unternehmen ankurbeln – das ist aber nicht der Kern seines Geschäfts

Matt Frankel (Square): Um eines klarzustellen — generell bin ich ein Fan von Kryptowährungen. Jedoch sehe ich, dass sich der Kryptowährungsmarkt wie der Dotcom-Markt in den späten neunziger Jahren entwickelt. Es wird einige Gewinner, jedoch viel mehr Verlierer, und eine Menge Volatilität geben.

Statt direkt in Kryptowährungen zu investieren, investiere ich lieber in Unternehmen, die viel Geld verdienen, wenn Kryptowährungen weiter an Popularität gewinnen und schließlich zum Mainstream werden. So eine Investition wird aber auch gut gehen, wenn das nicht eintritt.

Meine bevorzugte Krypto-Investition ist das Zahlungsunternehmen Square. Das Kerngeschäft des Unternehmens, die Bereitstellung von Zahlungshardware für Händler, hat ein enormes Wachstumspotenzial, insbesondere in internationalen Märkten, in denen die Mehrheit der kleinen Unternehmen immer noch keine Kartenzahlungen akzeptiert. Darüber hinaus verfügt Square über mehrere Unternehmen, die ein Ökosystem für kleine Unternehmen aus einer Hand schaffen, wie etwa die Square Capital Kreditvergabe-Plattform, die Caviar-Lieferplattform und die kürzlich erfolgte Übernahme von Weebly, die ihren Kunden beim Aufbau ihrer E-Commerce-Präsenz helfen soll.

Auf der Verbraucherseite ist die Square Cash-App jetzt die Nr. 1 im App Store. Die jüngste Integration von Bitcoin bietet eine potenzielle Chance, wenn sich Bitcoin zu einer Mainstream-Zahlungsmethode entwickelt. Sollte dies eintreten, hat Square einen Vorsprung, wenn es darum geht, die Akzeptanz von Bitcoin in seine Händlerlösungen zu integrieren.

Allerdings, wenn Bitcoin sich als Eintagsfliege herausstellen sollte — wie einige Finanzindustrie-Schwergewichte vorhergesagt haben — wird es Square trotzdem gut gehen. Ich sehe das Unternehmen in den kommenden Jahrzehnten als eine der eindrucksvollsten Wachstumsthesen des Marktes, auch ohne Krypto-Einnahmen. Deshalb ist Square eine clevere Art, in den Kryptowährungsboom zu investieren.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Nvidia und Square. The Motley Fool besitzt Aktien von Visa.

Dieser Artikel wurde von Jordan Wathen, Matthew Frankel und Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 01.06.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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