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Oh Mann! Diese Kryptowährung erreicht eine neue Stufe der Peinlichkeit

Foto: Getty Images

Viele von uns Fools haben keinerlei Geheimnis daraus gemacht, wie wenig wir von der seriösen, langfristigen Geldanlage in Kryptowährungen generell halten. Zu volatil sind viele der Währungen, zu wenig Substanz steckt hinter einer Vielzahl der bisher etablierten Token.

Wie wenig Substanz tatsächlich hinter einer Kryptowährung stecken kann, zeigt ein irrwitziger Vorstoß eines Fußballers in die Welt der digitalen Münzen.

Der James Rodriguez-Coin

Wie kürzlich bekannt wurde, gibt der derzeitige Bayern-Spieler und eigentliche Real Madrid-Star James Rodriguez eine eigene Kryptowährung raus. Diese läuft offiziell unter dem Namen JR10 Token und soll ab Sonntag, den 27.05.2018 handelbar sein.

Zweck der Kryptowährung soll es sein, den Fans die Möglichkeit zu geben, mit ihrem Fußball-Idol interagieren zu können. Das Blockchain-Startup SelfSell war an diesem ICO wesentlich mitbeteiligt.

Aber was mag sich wohl hinter diesem oberflächlichen Zweck der gesteigerten Interaktion der Fans mit ihrem Star verbergen?

Marketing, Bekanntheit und eine gehörige Prise Nix

Wenn du mich ganz persönlich fragst, verbirgt sich hinter dieser Kryptowährung nichts weiter als der peinliche Vorstoß, den Rummel um Fußball mit dem derzeitigen Börsenwirbel um digitale Münzen zu verbinden.

SelfSell kann durch einen prominenten Werbepartner die eigene Bekanntheit steigern und der namensgebende Fußball-Star ziert auch abseits seiner eigentlichen Wirkstätte, dem Rasenplatz, die Schlagzeilen dieser Welt.

Nebenbei könnte womöglich noch der eine oder andere finanzielle Anreiz bestehen, sofern die Token gegen Geld eingetauscht werden können. Das dürfte selbstverständlich die Taschen der beteiligten Akteure weiter füllen.

Für alle Fans könnte hingegen eine wertlose, aus dem Nichts geschaffene digitale Münze übrig bleiben, die in absehbarer Zeit in den jeweiligen Wallets vor sich hindümpelt. Zumindest, sofern sich die abstrakte Interaktion wirklich lediglich auf die anfängliche Transaktion beschränken sollte und keine reale Verwendung dieser Münzen (beispielsweise beim Merchandise) etabliert wird.

Ich bin jedenfalls halbwegs gespannt, wie lange sich dieser in meinen Augen peinliche neue Krypto-Vorstoß wohl halten können wird.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Kryptowährungen.

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