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5 Dinge, die Anleger von AbbVie wissen müssen

Sind die besten Zeiten für AbbVie (WKN:A1J84E) schon vorüber?

Das große Pharmaunternehmen zählte 2017 mit einem beeindruckenden Plus von 54 % zu den Besten unter seinen Mitbewerbern. AbbVie startete auch 2018 großartig. Enttäuschende Ergebnisse einer Phase-2-Studie des Krebsmedikaments Rova-T ließen die Aktie jedoch heftig ins Schleudern geraten.

Dennoch sind die Top-Führungskräfte von AbbVie nach wie vor sehr optimistisch, was die Perspektiven des Unternehmens angeht. AbbVies CEO Rick Gonzalez, CFO Bill Chase und Chief Scientific Officer Michael Severino haben sich vergangene Woche auf der Bank of America Merrill Lynch Health Care Conference Fragen zu aktuellen Produkten und wichtigen Pipeline-Kandidaten gestellt. Hier sind fünf Dinge, die AbbVie-Investoren wissen sollten.

1. Man erwartet weiterhin solide Umsätze für Mavyret

Als AbbVie im letzten Monat seine Resultate des ersten Quartals berichtete, war das neue Medikament zur Bekämpfung des Hepatitis C Virus (HCV) Mavyret ein Hoffnungsträger. Das Unternehmen erzielte im Laufe des Quartals einen Umsatz von 919 Millionen Dollar, wobei der größte Teil davon von Mavyret erwirtschaftet wurde. Aber wird Mavyret weiterhin so gut abschneiden? Rick Gonzalez geht davon aus.

Gonzalez sagte, daß der HCV-Markt sich zwischen AbbVie und Gilead Sciences dreht. Genau das denkt auch das Management von Gilead. Er erwartet keine dramatischen Preisänderungen in der Zukunft. Gonzalez glaubt auch, dass Mavyret den gewonnenen Marktanteil halten wird. Und während die Zahl der HCV-Patienten im Laufe der Zeit abnehmen wird, sagte er, dass noch genug für AbbVies HCV-Medikament bleiben sollten, um für die kommenden Jahre solide Umsätze zu erzielen.

2. Die Bedrohung für Imbruvica ist keine große Sorge

Imbruvica ist ein wichtiger Bestandteil der Wachstumsstrategie von AbbVie. Aber das Medikament hat neue Konkurrenz von AstraZenecas (WKN:886455) Calquence, das im Oktober 2017 die FDA-Zulassung als Zweitlinientherapie für Mantelzell-Lymphom (MCL) bekommen konnte. Die Führungskräfte von AbbVie scheinen jedoch nicht allzu besorgt über die Bedrohung durch Calquence zu sein.

Gonzalez stellte fest, dass etwa 60 % der neuen Patienten, die Calquence verwenden, nicht auf die Behandlung durch Imbruvica ansprachen, so dass sie keinen Netto-Rückgang des Marktanteils von AbbVies Medikament aufweisen. Er wies auch darauf hin, dass „innovative“ Krebsmedikamente wie Imbruvica den größten Teil ihres Marktanteils auch bei neuen Konkurrenten halten, weil sich Ärzte und Patienten mit dem innovativen Medikament wohlfühlen.

3. Elagolix kommt wie erwartet voran

Einige Investoren waren geknickt, als AbbVie im April verkündete, dass die FDA die Beurteilung von elagolix um drei Monaten nach hinten stellte. Das Medikment soll Endometriose behandeln. AbbVies Chief Scientific Officer Mike Severino sagte jedoch, dass sich die Verzögerung auf „eine sehr einfache Anfrage“ der FDA nach zusätzlichen Informationen bezog.

Severino fügte hinzu, dass AbbVie umgehend auf die Anfrage der FDA nach weiteren Informationen reagierte und dass die Überprüfung der Daten für das AbbVie-Team „beruhigend“ sei. Er sagte, elagolix komme wie erwartet voran. Eine Zulassungsentscheidung für das Medikament wird für das Q3 2018 erwartet. Rick Gonzalez erklärte, dass AbbVie einen relativ langsamen Start der Verkäufe plant, wenn das Medikament zugelassen wird, da es notwendig sein wird, den Markt über die neue Behandlung der Endometriose aufzuklären.

4. Upadacitinib soll nicht die gleichen Probleme haben, die baricitinib hat

Eli Lilly (WKN:858560) und Incyte (WKN:896133) haben bei ihrem ersten Versuch im vergangenen Jahr die Zulassung für den JAK-Hemmer baricitinib zur Behandlung von rheumatoider Arthritis nicht erreicht. Die beiden Unternehmen stellten sich daraufhin um, um die Zulassung des Medikaments erneut einzureichen, erhielten aber im April uneindeutige Ergebnisse von einem FDA-Beratungsausschuss, der die Zulassung für eine niedrigere Dosis von baricitinib, nicht aber für die höhere Dosis des Medikaments empfahl.

Sollte AbbVie besorgt sein, dass sein eigener JAK-Hemmer, upadacitinib, sich ähnlichen Herausforderungen stellen könnte? Severino sagte, das Unternehmen sei „in einer guten Position“. Severino behauptete, es gebe „wichtige Unterschiede“ zwischen AbbVies Medikament und baricitinib.

5. Der Markt hat auf den Rückschlag von Rova-T überreagiert

AbbVies Management sprach nicht viel über den Rückschlag für Rova-T. Gonzalez erklärte jedoch, dass das Unternehmen das Gefühl hatte, dass der Markt auf die Nachrichten überreagiert habe. Und AbbVie wettet auf den Erfolg seines Produkts.

Gonzalez sagte, dass AbbVie den Aktienrückkauf in Höhe von 10 Milliarden Dollar beschleunigte, der sich ursprünglich über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren erstrecken sollte. Dieser Aktienrückkauf ist ein Bestandteil dessen, was Gonzalez als AbbVie’s zweithöchste Priorität im Kapitaleinsatz bezeichnete: die Rückgabe von Bargeld an die Aktionäre. Die andere Komponente dieser Priorität ist natürlich die Dividendenzahlung.

Was ist AbbVies oberste Priorität für sein Kapital? In das eigene Geschäft investieren. Nach den Ausführungen von Gonzalez dürften die Investoren jedoch in absehbarer Zeit keine größeren Akquisitionen erwarten. Gonzalez sagte, dass „die Bewertungen im Moment ziemlich hoch sind.“ Er fügte hinzu, dass das Unternehmen nicht in der Lage sei, zusätzliche Vermögenswerte im Spätstadium aufzunehmen. Aber man sollte eine Sache nicht völlig ausschließen: Gonzalez sagte, dass „wenn wir die richtigen Assets finden, werden wir nicht lange zögern.“

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Gilead Sciences.

Dieser Artikel von Keith Speights erschien am 18.5.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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