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DAX bleibt auf Erholungskurs, ThyssenKrupp bricht ein, Merck-Aktie fährt Achterbahn

Foto: Getty Images

In der zu Ende gehenden Börsenwoche setzte der DAX seinen im April aufgenommenen Erholungskurs fort und überwand am Donnerstag die 13.000er-Marke. Am Freitagnachmittag deutete sich ein erneutes Wochenplus von etwa 1 % an.

Zu starken Kursbewegungen kam es bei Aktien von Unternehmen, die Geschäftsergebnisse veröffentlichten. Regelrecht abgestraft wurde ein im DAX notierter Industriekonzern, der mit seinen Quartalszahlen enttäuscht hatte. Deutlich besser erging es einem ebenfalls im Leitindex gelisteten Pharma- und Spezialchemieunternehmen …

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Was war an der Börse los?

Obwohl der Dow Jones in New York am Montagnachmittag im grünen Bereich notierte, verbuchten die Frankfurter Indizes moderate Verluste. Marktbeobachter verwiesen auf die politische Situation in Italien. Dort drohe eine Euro-feindliche Koalition der populistischen „Fünf-Sterne-Partei“ mit der weit rechts anzusiedelnden Lega Nord, hieß es. Der DAX (WKN:846900) beendete den ersten Handelstag der Woche beim Stand von 12.978 Zählern mit einem Abschlag von 0,2 %.

Europaweit gefragt waren Titel von Pharma- und Medizinkonzernen. In Frankfurt setzte sich die Aktie von Merck (WKN:659990) mit einem Aufschlag von 2,1 % an die DAX-Spitze. Weit unten in der DAX-Tabelle landete die Deutsche Bank (WKN:514000), deren Anteilscheine 1,5 % nachgaben. Ein einflussreicher Hedgefonds-Manager hatte zuvor den Verkauf der Titel empfohlen und das einstmals vornehme Geldhaus als „Problembank“ bezeichnet.

Am Dienstag stützte ein wegen der Italien-Unsicherheit nachgebender Euro-Kurs den DAX, der am dritten Tag in Folge leicht nachgab. Beim XETRA-Schluss zeigte der deutsche Leitindex ein Minus von 0,1 Prozentpünktchen und notierte mit 12.970 Punkten.

Den größten Tagesverlust im DAX verbuchten die Titel des Industriekonzerns ThyssenKrupp (WKN:750000), die nach der Vorlage von Geschäftszahlen um 6,5 % absackten. Analysten bemängelten, dass im vergangenen Quartal Umsatz und Auftragseingänge unter den Erwartungen gelegen hätten. Über ein schwaches erstes Vierteljahr berichtete auch Merck. Die Aktie des Pharma- und Spezialchemiekonzerns, die am Vortag noch den DAX angeführt hatte, verlor 6,3 %.

Bei der Commerzbank (WKN:CBK100) sorgten besser als erwartet ausgefallene Quartalszahlen und die Ankündigung, künftig wieder eine Dividende auszuschütten, für eine Kurssteigerung von 3,9 %.

Am Mittwoch nahm der DAX wieder Anlauf auf die 13.000er-Marke und legte 0,2 % auf 12.996 Punkte zu. Als stützend erwies sich erneut der Euro, dessen Wechselkurs sich deutlich unterhalb von 1,18 US-Dollar einpendelte. Gerüchte, laut denen die neue Regierungskoalition in Rom die Rückzahlung der von der EZB gekauften italienischen Staatsanleihen verweigern könnte, drückten allerdings die Stimmung auf dem Parkett.

Im MDAX (WKN:846741) fielen die Dividendentitel von Dürr (WKN:556520) aus dem Rahmen. Die Marktteilnehmer spendierten dem Autozulieferer wegen des guten Geschäftsverlaufs im ersten Quartal ein Kursplus von 8,2 %.

Positive US-Konjunkturdaten lenkten am Donnerstag von der politischen Situation in Italien ab und verbesserten die Stimmung der Frankfurter Parkettakteure. Das deutsche  Börsenbarometer stieg um 0,9 % auf 13.115 Punkte.

Kaufempfehlungen von Analysten, in denen u. a. auf vielversprechende Studiendaten bei einem Medikament zur Lungenkrebsbekämpfung und einer Immuntherapie gegen Krebs hingewiesen wurde, sorgten für Freude bei Merck-Aktionären: Ihre Papiere verteuerten sich um 6,4 % und landeten zum zweiten Mal binnen einer Woche ganz oben in der Standardwerte-Tabelle.

Nach dem Überwinden der „psychologisch wichtigen“ 13.000er-Marke gönnte sich der DAX am Freitag eine Auszeit. Um 14:50 Uhr zeigte der Blue-Chip-Index ein kleines Minus von 0,2 %.

Wie geht es weiter?

Am Montag (21.05.) bleiben wegen des Pfingstfeiertags die Börsen in Deutschland, Österreich und der Schweiz geschlossen. In Chicago wird der April-Wert des CFNA-Index veröffentlicht, der zu den wichtigsten Konjunkturindikatoren für die US-Wirtschaft zählt.

Am Dienstag (22.05.) veröffentlichen die US-Unternehmen AutoZone und Kohl’s Corp Quartalszahlen. Das Bundesfinanzministerium legt seinen Monatsbericht für Mai vor.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool ein schönes Pfingstwochenende.

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Winfried Rauter besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Dürr.

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