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Amazon übertrifft die Erwartungen schon wieder

Foto: The Motley Fool.

Vor ungefähr drei Monaten meldete der E-Commerce-Riese Amazon (WKN:906866) die Ergebnisse des vierten Quartals und übertraf damit bei weitem die Schätzungen der Analysten. Wenn du den Quartalsbericht gelesen hast, wirst du dich wahrscheinlich auch an die monströse Prognose von Amazon erinnern, dass der Umsatz im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 34 % bis 42 % steigen sollte. Nun, das erste Quartal von Amazon ist da, und die Prognose ist eingetreten: Der Umsatz hat die Erwartungen des Managements übertroffen, und die Aussichten von Amazon für das zweite Quartal deuten auf ein enormes Wachstum hin. Habe ich erwähnt, dass das operative Ergebnis und der Gewinn pro Aktie sprunghaft gestiegen sind?

Hier ist eine Analyse von Amazons ersten Quartal in acht Kennzahlen.

1. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 43 %

Für das erste Quartal hatte das Management einen Umsatz zwischen 47,75 und 50,75 Milliarden US-Dollar prognostiziert, nach 35,7 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal. Der tatsächliche Umsatz im ersten Quartal betrug 51 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Plus von 43 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

2. Das operative Ergebnis stieg auf 1,9 Milliarden US-Dollar

Dies entspricht einem Zuwachs von 92 % gegenüber dem operativen Ergebnis von Amazon im ersten Quartal 2017 in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar. Darüber hinaus lag das operative Ergebnis um 900 Millionen US-Dollar über dem oberen Ende der Prognose des Managements. Das Management hatte im ersten Quartal ein operatives Ergebnis zwischen 300 Millionen und 1 Milliarde US-Dollar erwartet.

3. Ergebnis pro Aktie um 143 % gestiegen

Dieser dreistellige Anstieg führte dazu, dass der Gewinn pro Aktie im ersten Quartal bei 3,27 US-Dollar lag – mehr als eine Verdoppelung der Konsensschätzung der Analysten von 1,27 US-Dollar.

4. AWS-Umsatz um 49 % gestiegen

Das Cloud-Computing-Geschäft von Amazon, Amazon Web Services (AWS), ist weiterhin ein wichtiger Wachstumstreiber des Unternehmens. Der Umsatz von AWS stieg im Jahresvergleich um 49 % auf 5,4 Milliarden US-Dollar, was 10,6 % des Umsatzes entspricht, gegenüber 9,9 % im Vorjahresquartal.

Bemerkenswerterweise ist dies das zweite Quartal in Folge, in dem Amazon das Umsatzwachstum von Amazon Web Services beschleunigt. Im dritten und vierten Quartal 2017 stieg der Umsatz von AWS gegenüber dem Vorjahr um 42 % bzw. 45 %.

5. Der Anteil von AWS am gesamten Betriebsertrag betrug 73%

Das operative Ergebnis des Cloud-Computing-Geschäfts von Amazon stieg im Jahresvergleich um 57 % von 890 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal auf 1,4 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2018. Damit liegt der Betriebsertrag von AWS bei 73 % des gesamten operativen Gewinns.

6. Der Umsatz mit Abonnement-Services stieg um 60 %

Ein wichtiger Wachstumstreiber, den die Investoren von Amazon beachten sollten, ist das schnelle Wachstum des Unternehmens bei den Abonnement-Services. Besonders hervorzuheben ist dieses Segment im ersten Quartal, da es mit einem Wachstum von 60 % gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem vierten Quartal mit einem Wachstum von 49 % verzeichnete.

Die Einnahmen aus „monatlichen Gebühren im Zusammenhang mit der Mitgliedschaft bei Amazon Prime sowie aus Hörbüchern, E-Books, digitalen Videos, digitaler Musik und anderen nicht-AWS-Abonnementdiensten“ beliefen sich im ersten Quartal auf 3,1 Milliarden US-Dollar, gegenüber 1,9 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal.

7. Amazon Music Unlimited-Abonnements um 100 % erhöht

Bedingt durch die Verbreitung der Alexa-fähigen Echo Smart Speakers von Amazon erlebt der Streaming-Musikdienst von Amazon ein explosionsartiges Wachstum, das im Jahresvergleich um 100 % gestiegen.

8. Amazon erhöht den Preis von Amazon Prime-Mitgliedschaften auf 119 US-Dollar

Angesichts des Vertrauens von Amazon in den steigenden Wert, den Prime den Abonnenten bietet, ist die jährliche Abonnementgebühr in den USA von derzeit 99 US-Dollar pro Jahr auf 119 US-Dollar gestiegen. Diese Preiserhöhung, die zusammen mit den Ergebnissen des ersten Quartals  angekündigt wurde, gilt für neue Mitglieder ab dem 11. Mai und für die bereits bestehenden Mitglieder ab dem 16. Juni.

Es gibt noch mehr

Für das zweite Quartal erwartet Amazon ein weiteres starkes Wachstum. Das Management ging davon aus, dass der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 34 % bis 42 % auf 51 bis 54 Milliarden US-Dollar steigen wird. In Anbetracht der Tatsache, dass Amazon in der Regel Umsätze am oberen Ende oder sogar darüber meldet, ist dieser Ausblick optimistischer als die aktuelle Konsensschätzung von 52,2 Milliarden US-Dollar.

Amazon erwartet auch, dass das halsbrecherische Wachstum der operativen Einnahmen anhält und erwartet für das zweite Quartal zwischen 1,1 und 1,9 Milliarden US-Dollar – gegenüber 628 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2017.

Auch wenn der Umsatz von Amazon bald bei 200 Milliarden US-Dollar liegen sollte (ein Meilenstein, der wahrscheinlich im zweiten Quartal erreicht wird), ist der E-Commerce-Riese eine Wachstumsinvestition wie nie zuvor.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, ein Tochterunternehmen von Amazon, ist Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.

Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und am 27.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.

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