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Tesla sagt Gewinne und einen positiven Cashflow für Q3 und Q4 voraus

Foto: The Motley Fool.

Die Investoren haben Teslas (WKN:A1CX3T) Gewinne und Cashflow genau beobachtet – und das aus gutem Grund: Sie sind beide negativ. Im vierten Quartal verlor Tesla 771 Millionen US-Dollar. Das ist deutlich mehr als der Verlust von 219 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Der freie Cashflow von Tesla lag unterdessen bei minus 277 Millionen US-Dollar, verglichen mit einem negativen freien Cashflow von 970 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal.

Teslas negativer freier Cashflow und die großen Verluste haben einige Investoren und die Analysten beunruhigt. Moody’s zum Beispiel hat kürzlich die Junk-Bonds von Tesla von stabil auf negativ herabgestuft, wobei Moody’s die Produktionsverzögerungen beim Model 3 und die negativen Cashflowströme des Unternehmens anführte. Darüber hinaus sagten die Analysten von Jefferies Anfang dieses Monats voraus, dass Tesla 2,5 bis 3 Milliarden US-Dollar Kapital aufbringen müsste, um den Produktionshochlauf des Model 3 weiter zu finanzieren. Auch Goldman Sachs erwartet in diesem Jahr eine Kapitalerhöhung.

Aber Teslas CEO Elon Musk sagte, dass das Blatt sich gewendet habe. „Tesla wird in Q3 & Q4 profitabel & Cashflow-positiv sein“, tweetete Musk am Freitag. „Also kein Grund, noch mehr Mittel aufzunehmen.“

Warum Tesla einen positiven Cashflow braucht

Die kapitalintensive Dynamik der Automobilindustrie bedeutet, dass jeder Dollar zählt – besonders für einen jungen, schnell wachsenden Automobilhersteller wie Tesla.

Der Elektroautohersteller braucht Milliarden, um seine Produktionskapazität aufzubauen. Im vierten Quartal investierte Tesla beispielsweise 787 Millionen US-Dollar  hauptsächlich in die Produktion des Model 3 und die Gigafactory. Darüber hinaus betrugen die Investitionen für das gesamte Jahr 3,4 Milliarden US-Dollar – mehr als das Doppelte der 1,3 Milliarden US-Dollar an Investitionen im Jahr 2016. Tesla erwartet, dass die Kapitalaufwendungen „leicht“ höher sein werden als 2017.

Mit so viel Geld hat der Autohersteller wenig überraschend Milliarden verbrannt. Teslas freier Cashflow im Jahr 2017 war negativ und lag bei 3,5 Milliarden US-Dollar – schlimmer als der negative freie Cashflow von 1,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016.

Bisher hat sich Tesla den Aktien- und Fremdkapitalmärkten zugewandt, um die aggressive Expansion zu finanzieren. Aber Tesla sagte im Aktionärsbrief zum vierten Quartal dieses Jahres, dass das Unternehmen erwartet, „irgendwann in diesem Jahr damit zu beginnen, ein positives vierteljährliches Betriebsergebnis auf einer nachhaltigen Basis zu erwirtschaften“.

Musks Tweet am Freitagmorgen, der sowohl im dritten als auch im vierten Quartal 2018 Gewinne und positiven Cashflow in Aussicht stellt, ist offensichtlich eine gute Nachricht, vorausgesetzt, die Prognose stimmt.

Das Model 3 ist der wichtigste Faktor

Das Model 3 von Tesla ist der wichtigste Faktor zum Erreichen dieser Meilensteine. Um das entsprechende Volumen und damit die Gewinnzone zu erreichen, muss Tesla eine wöchentliche Produktionsrate von 5.000 Einheiten erreichen. Nachdem sich die wöchentliche Produktion von Teslas Model 3 bei 5.000 Einheiten pro Woche stabilisiert hat, sagte das Management, dass es eine Bruttomarge von 25 % für das Fahrzeug anstrebt, was  nachhaltige Betriebsgewinne möglich machen würde.

In Teslas Quartalsbericht vom 3. April über die Lieferungen und Produktion im ersten Quartal sagte Tesla, das Unternehmen habe eine Produktionsrate von 2.000 Einheiten pro Woche erreicht und strebe immer noch ein Ziel von etwa 5.000 Einheiten pro Woche „in etwa drei Monaten“ an. Tesla sagte auch in der Telefonkonferenz, dass die Erhöhung der Produktion bedeute, dass das Unternehmen in diesem Jahr kein frisches Geld mehr benötige.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Moody's und Tesla.

Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und am 13.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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