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Wie man mit dem nächsten Marktcrash umgeht

Foto: Getty Images

Nach neun Jahren Bullenlauf, der Pamplona im Vergleich dazu wie die Westminster-Hundeausstellung aussehen ließ, haben die Investoren große Angst, dass ein Börsencrash kurz bevorstehen könnte. Eine Kombination aus politischen und wirtschaftlichen Themen hat die Marktvolatilität erhöht und könnte für den Dow Jones Industrials und S&P 500 die Grundlage für einen massiven Einbruch von den jüngsten Höchstständen bilden.

Auch wenn es nicht zwangsläufig so schlimm sein wird wie 2008 und Anfang 2009, wird ein zukünftiger Crash die mentale Stärke von Millionen von Anlegern testen, die das schlimmste Szenario für ihre Altersvorsorge befürchten. Am klügsten ist es, sich in guten Zeiten auf die verheerenden Marktbewegungen vorzubereiten, die auftreten können. Die folgenden drei Dinge sind es wert, bei der Planung deiner Risikomanagement-Strategie bedacht zu werden.

1. Bereite dich auf den Marktcrash vor, bevor er eintritt

Als Investoren sollten wir immer einen potentiellen Crash im Kopf haben, wenn wir unsere Anlagestrategie zusammenstellen. Das bedeutet nicht, dass du unnötig konservativ mit deinen Investitionen umgehen musst, aber es bedeutet, eine Gesamtstrategie zu wählen, die berücksichtigt, was du im Falle eines größeren Crash tun wirst.

Diejenigen, die noch Jahrzehnte Zeit haben, bevor sie das Geld brauchen, das sie sparen, können es sich leisten, einen Crash auszusitzen, ohne wirklich viel bei ihren Portfolios zu tun. Wenn du gerade erst anfängst, dann solltest du eigentlich einen Crash begrüßen, weil du damit zukünftige Ersparnisse zu wesentlich günstigeren Konditionen anlegen kannst, was dein zukünftiges Wachstumspotenzial erhöht.

Wenn du näher am Ruhestand bist und weniger Zeit hast, dich von einem Crash zu erholen, dann ist es wichtig, deine Kapitalzuteilung zu betrachten, um sicherzustellen, dass du mit dem Risiko in deinem Portfolio zufrieden bist. Generell sollte man seine Aktien nicht ganz aufgeben, aber eine Umstrukturierung kann ein kluger Schachzug sein. Insbesondere wenn der Anteil risikoreicher Aktien aufgrund von Gewinnen, die du während der Hausse erzielt hast, gestiegen ist, kann eine Umstrukturierung dein Gesamtrisiko reduzieren.

2. Während des Absturzes, machst du nichts

Während eines Marktcrashs passieren mehr Investitionsfehler als zu jedem anderen Zeitpunkt. In Panik geratene Anleger verkaufen ihre Aktien zum ungünstigsten Zeitpunkt, da sie befürchten, dass noch größere Verluste bevorstehen. Zwangsläufig wählen sie die Talsohle des Absturzes, um zu verkaufen und sehen sich dann einem Dilemma gegenüber: Zu höheren Preisen zurückkaufen oder die Chance auf langfristiges Wachstum verpassen? Keine der beiden Optionen ist optimal, aber es gibt viele Investoren, die am Tiefpunkt des Börsenchrashs vor fast 10 Jahren verkauft und so große Gewinne verpasst haben.

Im Idealfall hast du dich so aufgestellt, dass du weiterhin regelmäßig investieren kannst, um von den niedrigen Preisen während eines Crashs zu profitieren. Das automatisch vornehmen zu lassen, ist eine großartige Möglichkeit, von einem Crash zu profitieren, und es verhindert, dass deine Emotionen dein Urteilsvermögen trüben. Ansonsten solltest du in der Regel keine Änderungen vornehmen und auf deine Strategie vertrauen.

3. Nach dem Absturz, beurteilst du die Situation

Nachdem du eine angemessene Zeitspanne gewartet hast, um dich zu beruhigen, schaust du dir an, wie sich dein Portfolio entwickelt hat, und siehst, was funktioniert hat und was nicht. Wenn einige deiner Investitionen nicht das erreicht haben, was du erwartet hast, dann lohnt es sich zu prüfen, ob du sie durch bessere Optionen ersetzen musst oder nicht. Z.B. betrachten einige Leute bestimmte Arten von Investmentfonds als weniger anfällig für einen Systemcrash, aber, wenn das nicht funktioniert, solltest du nach besseren Alternativen suchen.

Triff jedoch keine überhastete Entscheidung für größere strukturelle Änderungen an deiner Anlagestrategie. Eine Möglichkeit, schrittweise Änderungen vorzunehmen, besteht darin, dein bestehendes Vermögen so zu belassen, wie es investiert ist, aber neue Investitionen in verschiedene Anlagemöglichkeiten zu lenken. Auf diese Weise wirst du dich allmählich der neuen Strategie zuwenden, aber deinen alten Investitionen erlauben, möglicherweise einen Teil ihrer Verluste wieder hereinzuholen. Zukünftig sollte der Wechsel zu neuem strategischen Denken dich näher an den Punkt bringen, an dem du einem möglichem Crash gelassen gegenüber stehst.

Keine Panik!

Es ist gut einen Plan für einen Börsencrash zu haben, um erst gar keine Panik aufkommen zu lassen. Auf diese Weise weißt du, was zu tun ist, wenn es zu einem Zusammenbruch kommt und vermeidest viele der Fehler, die andere Investoren in schwierigen Zeiten an den Märkten begehen.

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The Motley Fool besitzt keine der genannten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Dan Caplinger auf Englisch verfasst und am 02.04.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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