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Dieser Analyst denkt, dass Tesla auf 205 Dollar fallen wird

Foto: The Motley Fool.

Die Anteile von Tesla (WKN:A1CX3T) mussten am Montag einen Rückschlag hinnehmen, nachdem es eine kritische Analystenanmerkung von Goldman Sachs gegeben hatte. Die Investmentbank sagte, sie erwarte, dass der Autohersteller enttäusche, wenn es um die Fahrzeugauslieferungen im ersten Quartal gehe. David Tamberrino, Analyst bei Goldman Sachs, sagte, dass Teslas entscheidender Produktionshochlauf des Model 3 erkennbar hinter dem Plan zurückliege.

Natürlich sollten die Investoren bei ihren Investitionsentscheidungen nicht zu viel Gewicht auf die Analystenberichte legen – es ist besser, sich hauptsächlich auf direkte Quellen wie die SEC-Anmeldungen und Telefonkonferenzen der Unternehmen zu verlassen. Aber wenn man bedenkt, dass Tamberrinos Kursziel von 205 US-Dollar etwa 34 % unter dem liegt, wie die Aktie jetzt gehandelt wird, und ein Verkaufsrating erhalten hat, ist die Begründung seiner extrem zurückhaltenden Sicht auf das Elektroauto-Unternehmen bedenkenswert.

Wird Tesla wieder seine Ziele verfehlen?

Teslas erstes Quartal wird wichtig sein. Nachdem das Unternehmen seine Produktionsziele für das Model 3 zweimal um insgesamt sechs Monate verschoben hat, werden die Anleger argwöhnisch. Vor diesem Hintergrund ist es leicht zu verstehen, warum die Tesla-Aktie am Montag verkauft wurde, als Tamberrino noch mehr Fahrzeuglieferungen und die Behebung von Produktionsausfällen vom Autohersteller forderte.

„Wir glauben, dass das Unternehmen 2018 unter seiner Ankündigung der Lieferzahlen beim Model S/X von ca. 100.000 Einheiten (also 25.000 pro Quartal) liegt“, sagte Tamberrino in einer Mitteilung an die Kunden. „Während sich die monatlichen Lieferungen des Model 3 zwar Stück für Stück verbessern, gehen wir davon aus, dass sie dennoch weit hinter der Prognose zurückbleiben werden.“

Hat Tesla die Messlatte zu hoch gelegt?

Nach zweimaliger Überarbeitung des Zeitplans strebt Tesla nun eine Produktionsrate für das neue Model 3 von 2.500 Einheiten pro Woche bis Ende Q1 und 5.000 Einheiten pro Woche bis Ende Q2 an. Obwohl diese Ziele weit hinter Teslas anfänglicher Vorhersage zurückbleiben, die besagen, dass es schon 2017 bei einer Produktion von 5.000 Model-3-Einheiten pro Woche landen könnte, sind sie immer noch extrem ehrgeizig.

Die Auslieferungen von Tesla im Jahr 2017 von etwas mehr als 100.000 Einheiten  hätten eine durchschnittliche Produktionsrate von etwa 2.000 Einheiten pro Woche erfordert – und diese Produktion war vor allem auf zwei Modelle verteilt: das Model S und das Model X. Nun will das Management die Produktion des Model 3 von insgesamt nur 2.425 Einheiten während des gesamten vierten Quartals auf 2.500 Einheiten pro Woche bis zum Ende des ersten Quartals steigern. Darüber hinaus prognostizierte Tesla, dass sein Umsatzwachstum das organische Umsatzwachstum von 55 % im Jahr 2017 deutlich übertreffen wird, da „Hunderttausende von Menschen“ auf seine Elektrofahrzeuge umsteigen würden.

Zumindest hat Tesla einige außergewöhnliche Ambitionen für 2018. Die Investoren beobachten Teslas Wachstumsthese genau – und es gibt Analysten wie Tamberrino, die sehr zurückhaltend in Bezug auf die Aussichten des Elektroauto-Herstellers sind.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und am 19.03.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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