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Warum Warren Buffetts neuer Immo-Deal die Deutsche Wohnen-Aktie interessant macht

Foto: The Motley Fool

Warren Buffett ist wieder in Deutschland aktiv! Anfang März gab seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) Home Services bekannt, dass man mit dem Berliner Immobilienunternehmen Rubina Real Estate kooperieren wird. Da Rubina Real Estate nicht börsennotiert ist, können wir es Buffett allerdings nicht so einfach gleichtun.

Es gibt aber Aktien eines anderen Immobilienunternehmens, das einen Großteil seiner Erträge mit Immobilien im Großraum Berlin erwirtschaftet: Die Deutsche Wohnen (WKN:A0HN5C)-Aktie! Warum Berkshires Kooperation mit Rubina Real Estate die Deutsche Wohnen-Aktie interessant macht, erfährst du, wenn du weiterliest!

Das macht Rubina Real Estate

Rubina Real Estate ist laut eigenen Angaben ein führendes Immobilienunternehmen in Berlin, welches sich auf die Beratung internationaler Kunden spezialisiert hat. Dabei fokussiert man sich hauptsächlich auf Immobilien in unserer Hauptstadt. Man bewirtschaftet also keine vermieteten Wohnungen wie beispielsweise Vonovia oder eben die Deutsche Wohnen.

Rubina Real Estate unterstützt ausländische Kunden dabei, das richtige Objekt zu finden und steht ihnen bei der Abwicklung des Kaufes mit Rat und Tat zur Seite. Also unter anderem beim Notartermin oder bei der Finanzierung durch eine deutsche Bank. Wir halten also fest: Berkshire Hathaway hat nicht direkt in Berliner Immobilien investiert, sondern in ein Beratungsunternehmen, das sich auf den Berliner Immobilienmarkt spezialisiert hat.

Warum Buffetts Deal für die Deutsche Wohnen spricht, es aber keine Empfehlung ist

Damit ist klar, dass man Buffetts Kooperation nicht wirklich als Empfehlung für die Deutsche Wohnen-Aktie werten kann. Zwar besitzt sie einen Großteil ihrer Wohnungen im Großraum Berlin –70,1 % des Gesamtbestandes befinden sich in Berlin plus Umland (Stand: 31.12.2016) – aber das Geschäftsmodell ist eben ein ganz anderes als bei Rubina Real Estate.

Die Deutsche Wohnen besitzt Wohneinheiten, bewirtschaftet und entwickelt sie. Rubina Real Estate ist ein reines Beratungsunternehmen. Aufgrund dieser unterschiedlichen Geschäftsmodelle kann man meiner Meinung nach nicht darauf schließen, dass Berkshires Spezialisten aufgrund der Kooperation mit Rubina Real Estate jetzt zwangsläufig auch die Deutsche Wohnen-Aktie für ein attraktives Investment halten.

Aber man kann daraus schließen, dass Buffetts Experten (ich glaube nicht, dass er hinter dem Deal steckt) den Berliner Immobilienmarkt für äußerst attraktiv halten, sonst hätten sie sich ja kein Beratungsunternehmen gesucht, das praktisch nur in Berlin tätig ist. Attraktiv heißt in diesem Fall: Es werden steigende Immobilienpreise und Mieten in Berlin erwartet!

Und das wiederum wären natürlich fantastische Aussichten für die Deutsche Wohnen, die über 110.000 Wohneinheiten in Berlin und Umgebung besitzt. Höhere Mieten und höhere Verkaufserlöse würden nämlich steigende Gewinne, steigende Dividenden und infolge dessen einen steigenden Aktienkurs bedeuten.

Das Team von Berkshire Hathaway steht mit dieser positiven Einschätzung bezüglich des Berliner Immobilienmarkts übrigens nicht allein da.

Ein weiterer Experte hält den Berliner Immobilienmarkt für attraktiv

Die Immobilienberatungsgesellschaft Knight Frank veröffentlichte vor ein paar Tagen ihren Wealth Report für Luxusimmobilien. Das Fazit für Berlin: Deutschlands Hauptstadt zählt zu den aufstrebenden Superstars und wird unter den Reichen immer beliebter.

So rechnet Knight Frank für dieses Jahr mit einem Preisanstieg für Luxusimmobilien um 7 %. Zwar dürfte nur ein recht geringer Anteil des Deutsche Wohnen-Portfolios zu diesem Segment gehören. Trotzdem ist die Prognose natürlich positiv für den Immobilienstandort Berlin.

Mein Fazit zur Deutsche Wohnen-Aktie

Aufgrund ihrer Fokussierung auf absolute Top-Lagen befindet sich die Deutsche Wohnen-Aktie schon länger auf meiner Watchlist. Die Experten von Berkshire Hathaway und Frank Knight bestärken wie beschrieben meine positive Einschätzung zur Entwicklung des Berliner Immobilienmarktes.

Für mich Anlass genug, die Deutsche Wohnen-Aktie in den nächsten Wochen genauer zu analysieren und insbesondere die Bewertung eingehend zu prüfen. Denn bisher erschien mir die Deutsche Wohnen-Aktie immer sehr teuer zu sein. In Anbetracht der positiven Aussichten für den Berliner Immobilienmarkt gilt es diese Einschätzung nun kritisch zu hinterfragen.

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Thomas Brantl besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway (B-Aktien).

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