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Nicht investieren wie Elon Musk!

Foto: Getty Images

Ich denke, Elon Musk ist verdammt cool.

Nicht, dass „cool“ für uns Investoren viel bringt. Aber ich habe auch großen Respekt vor dem, was Musk geschaffen hat.

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Als Unternehmer im Zeitalter der Digitalisierung entschied sich Musk gegen die Digitalisierung. Stattdessen treibt er die Welt im physischen Bereich voran. Er fordert etablierte Automobilhersteller wie VW, BMW und Daimler in den Bereichen Elektroautos und Automatisierung heraus. Er fordert massive Raumfahrtunternehmen heraus und schreibt die Regeln für diese Branchen neu.

In diesem Artikel geht es nicht darum, die Facebooks der Welt zu verunglimpfen… es geht um eine reale Bedrohung für massive Unternehmen in kapitalintensiven Bereichen wie Autos und Raumschiffe — eben da, wo Musk arbeitet… und wo ihm auch viel Respekt gebührt.

Natürlich geht es heute auch nicht nur darum, Musk zu loben.

Diese Schlagzeile ist mir auf finanzen.net aufgefallen: Elon Musk: „Ich investiere in nichts – außer in eine einzige Aktie“.

Die Aktie ist natürlich Tesla (WKN:A1CX3T). Musk besitzt rund 11 Mrd. US-Dollar in Tesla-Aktien. Bloomberg schätzt, dass Musks anderes Unternehmen, SpaceX, einen Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar hat. Musk besitzt 55 % der Anteile an diesem Unternehmen.

Und das, meine lieben Fools, ist Musks Anlageportfolio. Zwei Investitionen.

Ausgehend von der Überschrift dieses Artikels weißt du bereits, was ich dazu sagen werde.

Mach das nicht.

Musk ist brillant. Er ist ein Grenzgänger. Er ist ein Innovator und Visionär. Er ist die Art von Führungspersönlichkeit, die wir gerne an der Spitze der Unternehmen sehen, in die wir investieren.

Aber er ist in einer ganz anderen Situation als du oder ich. (Bei dir kann ich nur vermuten, aber er ist definitiv in einer anderen Position als ich!).

Musk ist CEO und Chairman von Tesla. Er hat ein Mitspracherecht bei der Führung des Unternehmens, das externe Investoren nicht haben.

Seine Investition in Tesla ist nicht nur eine Investition, sondern auch ein öffentliches Vertrauensvotum für sein Unternehmen.

Und natürlich hat Musk ein Nettovermögen von etwa 20 Milliarden US-Dollar. Bei einem Wertverlust seines Portfolios von 75 % — was für die meisten von uns eine Katastrophe wäre — würden ihm immer noch 5 Mrd. US-Dollar bleiben!

Es gibt viele Gründe, Elon Musk zu mögen. Ihn sogar zu bewundern. Aber der Mangel an Diversifikation gehört nicht dazu.

Man stelle sich vor, man hat eine Aktie mit einer Verdoppelungswahrscheinlichkeit von 20 % (+100 %), einer Wahrscheinlichkeit von 60 %, 20 % Rendite zu bekommen (+20 %) und einer Wahrscheinlichkeit von 20 % alles zu verlieren (-100 %). Die Renditeerwartung liegt bei 12 %, was ziemlich gut ist (besonders in diesem Markt!).

Aber du hast eine 20%ige Chance, dein gesamtes Geld zu verlieren.

Das ist ganz und gar nicht gut.

Wenn du jedoch zwei Aktien mit den gleichen Renditewahrscheinlichkeiten besitzt, bleibt die erwartete Rendite gleich, aber deine Chance, alles zu verlieren, sinkt von 20 % auf 4 %.

Besser, aber …

Wenn du fünf Aktien besitzt, ist die erwartete Rendite dieselbe, aber die Wahrscheinlichkeit, dass dein Portfolio auf Null fällt, sinkt auf nur 0,032 %.

Auf Englisch nennen wir das ein „Free Lunch“.

Der Trick, damit sich diese Wahrscheinlichkeiten zu deinen Gunsten wenden, musst du mit Aktien diversifizieren, die möglichst hohe Erträge haben. Wenn du anfängst, mit Aktien mit niedrigeren Renditeerwartungen zu diversifizieren, tust du am Ende das, wovor uns Peter Lynch gewarnt hat: „di-worse-ification“ (leider gibt es dafür keine gute deutsche Übersetzung!), und die Renditeerwartungen deines Portfolios werden sinken.

In diesem Sinne werfen wir einen Blick auf die Top-Stories der Woche von Fool.de.






Anmerkung des Redakteurs: Eine frühere Version dieses Artikels hat einen falschen Rechnen einer der Wahrscheinlichkeiten eingeschloßen. The Fool bedauert den Fehler.

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Matt besitzt Aktien von Tesla, BMW und Daimler. The Motley Fool empfiehlt und besitzt Aktien von Tesla und Facebook. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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