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Investieren wie Buffett? Dann braucht man diese 3 Eigenschaften

Foto: The Motley Fool

Investoren sind immer auf der Suche nach einem Vorteil. Sie verbringen Stunden damit, Tabellenkalkulationen, Modelle und Forschungsberichte zu durchforsten, in der Hoffnung, ihren Kollegen einen Schritt voraus zu sein. Allerdings geht es beim Schlagen des Marktes oft mehr darum, die eigenen Impulse zu kontrollieren, als um Intellekt oder bessere Informationen. Genau das hat Berkshire Hathaways (WKN:A0YJQ2) CEO Warren Buffett gesagt — Buffett wird für seine Weisheiten fast genauso geliebt wie für seine Fähigkeit als Investor und den Reichtum, den er seinen Aktionären gebracht hat.

Buffett hat gesagt: „Investieren ist simpel, aber nicht einfach“, sowie: „Sobald man über gewöhnliche Intelligenz verfügt, braucht man das Temperament, um die Triebe zu kontrollieren, die andere Menschen in Schwierigkeiten bringen, wenn es um Investitionen geht.“ Seine Referenzen als Investor, Analyst und Manager sind tadellos, und seine Theorien über Wettbewerbsvorteile und andere wichtige Investitionskonzepte sind es wert, aufmerksam gelesen zu werden, aber es mögen einige wichtige Charaktereigenschaften sein, wie oben angedeutet, die ihn zum größten Investor seiner Zeit machen.

Die gute Nachricht für gewöhnliche Anleger ist, dass diese Persönlichkeitsmerkmale leicht nachzuahmen sind. Sehen wir uns das mal genauer an.

1 Optimismus

Es gibt wohl keine wichtigere Eigenschaft für Investoren als Optimismus. Um das hart verdiente Bargeld gegen Aktien oder ein ähnliches Anlagegut einzutauschen, muss man darauf vertrauen können, dass es Renditen generiert. Es reicht eben nicht aus, zu wissen, dass der S&P 500 historisch gesehen einen Jahresdurchschnitt von 9 % zurückgegeben hat, wenn man befürchtet, dass ein Crash bevorsteht. Man muss ein Optimist sein, oder zumindest optimistisch genug, um zu glauben, dass der Markt steigen wird.

Ebenso ist man optimistisch, was das eigene Leben angeht, da man annimmt, dass man dieses Geld in naher Zukunft nicht für einen medizinischen oder finanziellen Notfall oder einen anderen unvorhergesehenen Umstand benötigen wird.

Negative Einstellungen sind unter Finanzexperten nicht unpopulär, aber Buffett ist ein zeitloser Optimist. Der Berkshire-Chef predigt regelmäßig Optimismus was die Zukunft des Landes angeht, und er sagt oft, dass die Babys, die heute in den USA geboren werden, die glücklichsten in der Geschichte sind. Buffetts Stärke kommt von realistischem Optimismus, was bedeutet: „Sie glauben, dass Sie Erfolg haben werden, anstatt zu glauben, dass Sie auf ganz einfache Weise Erfolg haben werden“, so die Sozialpsychologin Heidi Grant Halvorson. Hoffnung allein reicht nicht aus, man muss arbeiten, um das zu erreichen, was man sich erhofft.

2 Temperament

Wenn ein Mangel an Optimismus die Leute vom Investieren abhält, ist es das Temperament, das bestimmt, ob man am Markt bleibt oder nicht. Erfolgreiche Investoren müssen in der Lage sein, sich durch Marktverkäufe und andere Wendungen hindurchzusetzen, die zittrige Aktionäre erschüttern können. Wie Buffett oben sagte, ist Temperament oft wichtiger als Intelligenz, da es Investoren daran hindert, voreilige Entscheidungen zu treffen, wie z.B. viel Geld in eine riskante Aktie zu stecken oder während eines Crashs zu verkaufen. Temperament ist eine logische Konsequenz eines anderen von Buffetts bevorzugten Aphorismen: „Sei gierig, wenn andere ängstlich sind, und ängstlich, wenn sie gierig sind.“

Um ein guter Investor zu sein, muss man den Mut haben, sich der konventionellen Weisheit zuweilen zu widersetzen und rationale, nicht-emotionale Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel widersetzte sich Buffett der Manie der Technologieblase und nutzte die Finanzkrise, um Aktien billig zu kaufen.

3 Geduld

Letztlich begünstigt Geduld fast immer den langfristigen Investor, und Buffett ist auch hier ein Vorbild. Buffett sagte: „Unsere bevorzugte Haltedauer ist für immer“ und „Wenn Sie sich nicht vorstellen können, eine Aktie 10 Jahre lang zu halten, sollten Sie sie nicht mal für 10 Minuten halten.“

Das soll nicht heißen, dass er seine Meinung über Aktien nie ändert. Er hat Aktien von IBM nach sieben Jahren Underperformance fallen gelassen, als er erkannte, dass das Unternehmen einem härteren Wettbewerb ausgesetzt war, als er ursprünglich dachte, aber Buffetts Ziel als Investor ist es, große Unternehmen zu finden und dann Zeit und Zinseszinsen die Arbeit machen zu lassen. Geduldig investieren und Aktien kaufen, die man einfach liegen lassen kann, ist vielleicht der einfachste Weg zu investieren; es hat auch zusätzliche Vorteile, darunter niedrigere Steuersätze und weniger Handelsprovisionen.

In seinem jüngsten Brief an die Aktionäre betonte Buffett Geduld, da Berkshire Hathaway auf bessere Preise wartet, um die Deals zu tätigen, die er im Sinn hat.

Vielleicht sollte es ein Buch geben mit dem Titel „Zen und die Kunst des Investierens“. Denn Investoren sollten aufmerksam sein, sich an die Bedeutung der Psychologie beim Kaufen und Kommissionieren von Aktien zu erinnern. Sich an Buffetts Verhalten zu orientieren, ist ein guter Anfang.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway.

Dieser Artikel von Jeremy Bowman erschien am 12.3.18 auf Fool.com. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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