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GE baut die leistungsstärkste Windkraftanlage der Welt

Foto: Peter Roegner

Windkraftanlagen werden seit Jahrzehnten immer größer und effizienter, aber General Electric (WKN:851144) bringt die Verbesserungen auf ein ganz neues Niveau. Kürzlich kündigte das Unternehmen eine 12-Megawatt (MW)-Offshore-Windkraftanlage an, die mit Betriebsbeginn im Jahr 2021 die größte ihrer Art sein wird.

Die neue Anlage ist immens groß und zeigt, wie weit die Windindustrie in wenigen Jahrzehnten gekommen ist. Eine 1-MW-Turbine ist keine große Sache mehr. Um wettbewerbsfähig zu sein, müssen Unternehmen Turbinen mit so großen Schaufeln herstellen, dass sie nicht einmal auf ein Fußballfeld passen. Vestas Wind Systems und Siemens sind seit Langem die branchenführenden Unternehmen bei großen Offshore-Windenergieanlagen, aber GE wird jetzt zu einem relevanten Akteur auf diesem Spielfeld und der Windindustrie in Zukunft einen noch größeren Markt erschließen.

GEs gigantische Windturbine

Die schiere Größe einer 12-MW-Windkraftanlage im Wasser ist verblüffend. Der Rotordurchmesser beträgt 220 Meter, das sind fast zweieinhalb Fußballfelder, und die Fläche umfasst 38.000 Quadratmeter. Die Spitze der Blätter wird erstaunliche 260 Meter aus dem Wasser ragen, fast so hoch wie der Eiffelturm in Paris. GE schätzt auch, dass eine einzelne Turbine ausreichend Strom liefern wird, um etwa 16.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Es gibt ein paar Gründe, warum GE, Siemens und Vestas alle ihre Augen auf Offshore-Windparks als Wachstumsfeld gerichtet haben. Zum einen steht mehr Platz für die Entwicklung zur Verfügung, da es an Land kaum mehr lohnenswerte Projekte gibt. Aber genauso wichtig ist, dass die Erträge im Offshore-Bereich um 15 % steigen, weil das Gebiet windiger ist. Deshalb nehmen Unternehmen die Kosten für den Bau großer Offshore-Windparks in Kauf, auch wenn es billiger ist, die gleiche Anlage an Land zu bauen.

GEs Windlösungen im Wachstum

Das Ziel ist nicht nur, Windturbinen an Offshore-Entwickler zu liefern – GE will vielmehr Komponenten an Entwickler im Bereich der erneuerbaren Energien liefern. Das Unternehmen hat ein Offshore-Umspannwerk entworfen, das selbstschwimmend oder auf einer Plattform über dem Wasser installiert werden kann. Eine ähnliche Offshore-Umrichterstation  kann zur Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom verwendet werden, was im Vergleich zu Umrichterstationen und Umspannwerken an Land effizienter sein kann.

GE wird nicht selbst auf diesem Gebiet tätig werden und überlässt dies Unternehmen, die sich auf Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien spezialisiert haben. Aber wenn GE den Entwicklern eine vollständige Produktpalette anbieten kann, um eine lieferfertige Lösung zu einem wettbewerbsfähigen Preis anzubieten, wird das seine Marktchancen erweitern.

GE auf dem neuesten Markt in der Windenergie

Die Offshore-Windindustrie steckt noch in den Kinderschuhen und entwickelt sich zunächst in Ländern wie Dänemark und Großbritannien, wo der Energiebedarf hoch, der Platz begrenzt und die Meereswinde stark sind. Aber der Markt wächst jetzt, da Projekte in den USA, Lateinamerika und Asien ebenfalls wirtschaftlich werden.

Die USA haben Ende 2016 ihren ersten Offshore-Windpark fertiggestellt und da die Kosten sinken, könnten wir noch viele weitere Megaprojekte vor der Küste sehen. Die Daten für 2017 sind noch nicht veröffentlicht, aber Wind Power Engineering meldete, dass 29,9 Milliarden US-Dollar für Offshore-Windprojekte im Jahr 2016 investiert wurden und dass die Zahl der größeren und effizienteren Turbinen wahrscheinlich steigen wird. Wenn GE einen großen Marktanteil erobern kann, wird dies einen erheblichen Einfluss auf das Energiegeschäft haben.

Nach Jahren, in denen GE hinter Vestas und Siemens in der Offshore-Windenergietechnologie zurückgeblieben ist, verfügt das Unternehmen nun über ein Produkt, das diese Märkte abdeckt und das das Wachstum von Windkraftanlagen bis weit in das nächste Jahrzehnt hinein vorantreiben könnte.

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Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

The Motley Fool besitzt eine Shortposition auf General Electric.

Dieser Artikel wurde von Travis Hoium auf Englisch verfasst und am 08.03.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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