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4 neue Weisheiten von Warren Buffett

Foto: The Motley Fool.

Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) veröffentlichte soeben seinen jährlichen Brief an die Aktionäre, verfasst von dem legendären Investor Warren Buffett höchstpersönlich. In typischer Buffett-Manier liegen zwischen den Geschäftskennzahlen und den Finanzdaten Investment-Weisheit eingebettet. Obwohl sich die Aktionärsbriefe in der Regel auf ein bestimmtes Ereignis des Jahres beziehen, enthalten sie fast immer wertvolle Lektionen, die auf viele andere Investment-Situationen angewendet werden können.

Hier sind ein paar, die der diesjährige Brief enthielt.

Wir haben uns gut geschlagen — aber nicht SO gut

Im ersten Absatz des Briefes wies Buffett darauf hin, dass Berkshire Hathaway ein herausragendes Jahr hinter sich hat und seinen Buchwert pro Aktie um 23 % erhöht hat. Aber schon im nächsten Absatz nutzte er die Gelegenheit, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. „2017 war weit von der Norm entfernt“, sagte er. „Ein großer Teil unseres Gewinns stammt nicht von dem, was wir mit Berkshire erreicht haben.“

Er bezog sich auf die kürzlich in Kraft getretene US-Steuergesetzgebung, die den Spitzensteuersatz von 35 % auf 21 % senkte. Buffett sagte, dass nur 36 Milliarden US-Dollar des Gesamtgewinns von 65 Milliarden US-Dollar das Ergebnis von Berkshire waren.

Die Anleger können diese einfache Beobachtung auf die überwiegende Mehrheit der Unternehmen anwenden, deren Ergebnisse durch die Änderungen des Steuerrechts beeinflusst wurden — insbesondere bei der Beurteilung der Jahresperformance.

Lästige neue Rechnungslegungsvorschriften

Buffett ist kein Fan einer kürzlich verabschiedeten Rechnungslegungsvorschrift, die verlangt, dass nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Aktienanlagen in das Nettoergebnis einbezogen werden.

Er sagte: „Diese Anforderung wird einige wirklich wilde und kapriziöse Schwankungen in unserem GAAP-Bilanzergebnis hervorrufen.“ Berkshire hält 170 Milliarden US-Dollar in marktgängigen Wertpapieren, und Buffett ist der Ansicht, dass dies leicht zu Schwankungen von 10 Milliarden US-Dollar in einem Quartal führen könnte. Er sagte weiter: „Wir haben euch regelmäßig gewarnt, diese realisierten Gewinne nicht zu beachten, weil sie — genau wie unsere unrealisierten Gewinne — zufällig schwanken.“

Buffett machte weiter eine Bemerkung, die die Investoren beherzigen sollten: „Die Medienberichte weisen deshalb manchmal auf Zahlen hin, die viele Leser unnötig erschrecken oder ermutigen.“

Dies veranschaulicht eine wichtige Lektion, nämlich dass man mehr als die Schlagzeilen lesen muss, um zu verstehen, was mit einem Unternehmen geschieht — und dass man davon Abstand nehmen sollte, Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu treffen, die auf angstauslösenden Schlagzeilen basieren.

Keine Lust auf Handel — oder Expertenmeinungen

Eine andere langfristige Überzeugung des Orakels von Omaha ist, dass die Investoren die Denkweise eines Eigentümers eines Unternehmens annehmen sollten, nicht die von Aktienhändlern. Er empfahl auch, die in den Finanzmedien vertretenen Ansichten genau abzuwägen.

Charlie und ich betrachten die marktgängigen Stammaktien, die Berkshire besitzt, als Anteile an Unternehmen — nicht als Ticker-Symbole, die aufgrund ihrer Grafik-Muster, der „Ziel“-Kurse der Analysten oder der Meinungen von Medienexperten gekauft oder verkauft werden sollen.

Weise Anleger täten gut daran, seine Ratschläge zu befolgen und ein Unternehmen nicht aufgrund dessen zu kaufen oder zu verkaufen, wie gut es im Vergleich zu den Erwartungen der Analysten abschneidet.

Weder ein Darlehensnehmer noch ein Darlehensgeber werden

Es war der erste Teil dieses Zitats aus William Shakespeares Stück Hamlet, auf das Buffett anspielte — nämlich sich kein Geld zu leihen, um Aktien zu kaufen. Er sprach sich nachdrücklich gegen die Verwendung von Fremdkapital zur Finanzierung eines Portfolios aus.

Dies … ist das stärkste Argument, das ich gegen die Verwendung von geliehenem Geld für den Kauf von Aktien aufbringen kann. Es ist schlichtweg unklar, wie weit die Aktien in einem kurzen Zeitraum fallen können. Selbst wenn eure Anleihen klein sind und eure Positionen nicht sofort durch den fallenden Markt bedroht sind, kann euer Verstand durch furchterregende Schlagzeilen und Kommentare verunsichert werden. Und ein unruhiger Geist wird keine guten Entscheidungen treffen.

Diese Empfehlung kann auch auf jede groß angelegte Korrektur angewendet werden, die zu Panikverkäufen führen könnte.

Eine altehrwürdige Tradition

Es gibt viele Investoren, die von Warren Buffett lernen können. Der jährliche Aktionärsbrief von Berkshire hat im Laufe der Jahre einige Perlen hervorgebracht, und lernwillige Investoren können auf diesen Seiten viele weise Sätze finden.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Berkshire Hathaway (B-Aktien).

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 05.03.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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