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Kann das Model X von Tesla mit diesem neuen elektrischen Jaguar Schritt halten?

Foto: The Motley Fool.

Der britische Luxus-Automobilhersteller Jaguar Cars wird am Donnerstag die Produktionsversion seines lang erwarteten Herausforderers von Tesla (WKN:A1CX3T) vorstellen.

Der Jaguar I-Pace ist ein elektrischer SUV mit großer Reichweite. Abhängig von Jaguars Zeitplan für die Markteinführung könnte es der erste direkte Konkurrent von Teslas Model X werden.

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Der I-Pace könnte also für Aufsehen sorgen. Lies selbst, was uns Jaguar bisher darüber erzählt hat:

Was Jaguar über den I-Pace im Jahr 2016 sagte

Jaguar ist im Besitz des indischen Unternehmens Tata Motors (WKN:A0DJ9M). Im November 2016 zeigte Jaguar den I-Pace erstmals auf der Los Angeles International Auto Show in „Konzeptform“ (Show Car). Konzeptautos sind ein zweischneidiges Schwert: Einige sind reine Fantasie und sollen lediglich die künftige Ausrichtung einer Marke zeigen, andere hingegen liefern ein deutliches Bild von Fahrzeugen, die die Automobilhersteller tatsächlich produzieren wollen.

Das I-Pace-Konzept fiel eindeutig in die letztgenannte Kategorie. Von Grund auf als Elektrofahrzeug von Jaguars hoch angesehenem Designchef Ian Callum entworfen, zielt der I-Pace darauf ab, einen SUV mit einem Sportwagen zu verbinden. Tatsächlich ist das Auto irgendetwas dazwischen: Es ist definitiv größer als Sportlimousinen, aber auch niedriger und schlanker als SUVs. Der I-Pace ist dem Model X ähnlich, aber eben auch anders. Er ist etwas Neues.

2016 sagten die Verantwortlichen bei Jaguar, dass die kommende Produktversion des I-Pace einen zweimotorigen Antrieb haben wird, der von einem Batteriesatz mit 90 Kilowattstunden (kWh) angetrieben wird — ausreichend für etwas über 220 Meilen Reichweite im Testzyklus der US Environmental Protection Agency.

Dieses System mit zwei Motoren sollte 400 PS und 699 Nm Drehmoment erzeugen, genug, um den I-Pace von 0 auf 60 Meilen pro Stunde in „rund vier Sekunden“ zu bringen.

Jaguar sagte auch, dass der I-Pace den DC Fast Charging Standard unterstützen wird, der ähnlich schnelle Aufladezeiten wie bei Tesla ermöglichen soll. Damals (2016) sagte Jaguar, dass ein DC Fast Charger mit 50 Kilowatt die Batterie des I-Pace in 90 Minuten zu 80 % und in etwas mehr als zwei Stunden zu 100 % aufladen könnte.

Wird die Produktionsversion des I-Pace die Erwartungen von 2016 übertreffen?

Seit der ersten Enthüllung des I-Pace hat Jaguar die generellen Fähigkeiten des Elektro-SUVs gezeigt. Jaguar veröffentlichte Fotos von einer Rennversion, die Ende des Jahres auf den Markt kommen soll, und von einem I-Pace, der unter arktischen Bedingungen im hohen Norden Schwedens getestet wurde. Jaguar sagte diese Woche, dass seine I-Pace-Testflotte, die mehr als 200 Prototypen umfasst, über 1,5 Millionen Meilen an Tests in unterschiedlichem Gelände und bei extrem hohen und niedrigen Temperaturen absolviert hat.

Jaguar hat auch die Ladezeit für den I-Pace aktualisiert. Im Januar hieß es, dass der I-Pace mit einem DC-Fast-Ladegerät mit 100 Kilowatt in weniger als 45 Minuten von 0 auf 80 % aufgeladen werden könne. Es ist keine Überraschung, dass sich die Ladezeit des I-Pace verbessert hat, zumal Unternehmen wie ChargePoint damit begonnen haben, ultraschnelle DC-Ladegeräte mit einer Leistung von bis zu 500 Kilowatt auf den Markt zu bringen.

Wir wissen jetzt auch, dass der I-Pace in Österreich gebaut wird und zwar im Fertigungswerk von Magna International (WKN:868610) Magna Steyr. Aber wir wissen noch nicht, wie viele I-Paces das Werk in einem Jahr bauen kann.

Und obwohl Jaguar es nicht explizit gesagt hat, scheint es auch wahrscheinlich, dass zumindest einige Versionen des I-Pace die Reichweiten- und Beschleunigungsschätzungen übertreffen werden, die Jaguar 2016 abgegeben hat.

Aber wird der I-Pace das Model X übertreffen?

Kommen wir zur Sache. Ob der I-Pace mit dem Model X mithalten kann oder nicht, wird wahrscheinlich die große Frage für alle Elektrofahrzeug-Enthusiasten sein, wenn der elektrische Jaguar am Donnerstag enthüllt wird.

Tesla bietet das Model X derzeit in drei Versionen an. Alle sind zweimotorige Ausführungen mit Allradantrieb und Standardsitzplätzen für fünf Personen. Sitzplätze für sechs oder sieben Personen sind ebenfalls möglich, diese Option ist natürlich mit höheren Kosten verbunden. Hier die Optionen:

  • 75D, mit 237 Meilen Nennreichweite und einer Beschleunigung von 0-60 mph von 4,9 Sekunden, Einstiegspreis ab 79.500 US-Dollar;
  • 100D, mit 295 Meilen Nennreichweite und einer Beschleunigung von 0-60 mph von 4,7 Sekunden,Einstiegspreis ab 96.000 US-Dollar;
  • P100D, mit 289 Meilen Nennreichweite und einer Beschleunigung von 0-60 mph von nur 2,9 Sekunden, Einstiegspreis ab 140.000 US-Dollar.

Mein Gefühl ist, dass Jaguar nicht versuchen wird, die Spezifikationen des P100D von Beginn an zu übertreffen, obwohl eine leistungsstärkere Version wahrscheinlich später auf den Markt kommen wird. Meine Vermutung ist, dass die Reichweite und Beschleunigung des I-Pace beim Start ungefähr mit der des Model X in der Ausführung 100D übereinstimmen wird, möglicherweise zu einem etwas niedrigeren Preis. Ich vermute außerdem, dass die Innenausstattung des Jaguars und die allgemeine Passform und das Finish einen oder zwei Schritte vor Tesla liegen werden.

Wenn Jaguar das schafft, dann könnte das ein großer Erfolg werden. Und wenn Jaguar das Model X übertrifft, könnte Tesla endlich Konkurrenz bekommen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von John Rosevear auf Englisch verfasst und am 28.02.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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