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Sag mir nicht, dass du das glaubst…

Foto: Getty Images

Einige Investoren glauben, dass die Unternehmensführung nicht so wichtig wäre. Oder zumindest, dass das nicht so wichtig sein sollte.

Ich denke, dass dieses Missverständnis von ein paar der großen Investoren kommt. Ich werde hier paraphrasieren, aber Warren Buffett hat einmal gesagt, dass die Investoren nach Unternehmen suchen sollten, die von einem Schinkensandwich geführt werden können. Auch Peter Lynch riet, nach Unternehmen zu suchen, die wirklich jeder Idiot führen könnte.

Okay, das klingt ein bisschen so, als ob das Management keine Rolle spielen würde.

Aber was beide meinen, ist nicht, dass man das Management ignorieren sollte. Vielmehr meinen sie, dass man nach wirklich tollen Unternehmen Ausschau halten sollte. Unternehmen, die so extrem gut sind, so starke Marken, Produkte, Kultur und Finanzen haben, dass sie wirklich von einem Idioten geführt werden könnten.

Zu keinem Zeitpunkt hat Peter Lynch jemals gesagt (zumindest soweit ich weiß): “Suchen Sie nach Unternehmen, die von Idioten geführt werden”.

Natürlich kannst du jetzt nach einem Unternehmen suchen, das wirklich von einem Idioten geführt wird. Aber investiere dein hart verdientes Geld lieber in Unternehmen, die von einem Idioten geführt werden könnten, aber von einem versierten, vertrauenswürdigen und aktionärsfreundlichen Management geführt werden.

Der Beweis, warum gutes Management wichtig ist

Du hast sicher schon von dem Drama um den Filmproduzenten Harvey Weinstein in den USA gehört?

Weinstein ist einer der erfolgreichsten Filmproduzenten der letzten Jahrzehnte. Er war 1979 Mitbegründer eines der größten Filmstudios (Miramax), bevor er es an Disney verkaufte und später die Weinstein Company gründete.

War die Weinstein Company ein tolles Unternehmen? Das ist fragwürdig. Filmstudios sind immer so eine Sache, weil sie so sehr darauf angewiesen sind, ständig große Hits zu produzieren. Aber mit dem Namen Weinstein hatte das Studio eine großartige Marke und es produzierte auch einige Hits, einschließlich Django Unchained, Silver Linings Playbook, Inglorious Basterds und The Butler, die alle alleine in den USA mehr als 100 Millionen US-Dollar verdienten. In den Jahren 2011 und 2012 gewann das Studio nacheinander den Oscar für den besten Film für The King’s Speech und The Artist.

Aber das ist jetzt alles egal, denn egal, ob das Unternehmen großartig war oder nicht, Weinstein war (und ist) ein Idiot.

Im Oktober 2017 berichtete The New York Times über Vorwürfe von mehr als 60 Frauen, Weinstein habe sie sexuell belästigt oder angegriffen. The Weinstein Company, nachdem sie es versäumt hat, sich selbst schnell genug zu verkaufen, plant jetzt, Konkurs anzumelden.

Das passiert aber nicht mit jedem Unternehmen, das von einem Idioten geleitet wird. Es ist nur ein Beispiel für die verheerenden Schäden, die ein Idiot in einem Unternehmen anrichten kann. Das ist eine Erinnerung daran, dass es wirklich wichtig ist, wer das Unternehmen führt.

Warum sich immer mehr Investoren auf das Management konzentrieren

Das Problem mit der Bewertung des Managements ist, dass es echt schwierig ist. Es gibt einfach keine Zahlen oder Kennzahlen, auf die man sich hier verlassen kann. Aus diesem Grund halten sich viele Anleger einfach an den Zahlen fest und sagen: “Schau dir nur die Eigenkapitalrendite an! Das muss ein gut geführtes Unternehmen sein!”

Oder sie sagen: “Warren Buffett hat mal gesagt, man sollte in ein Unternehmen investieren, das von einem Schinkensandwich geführt werden könnte.”

Aber hier ist das Geheimnis: Wenn du dir die Zeit nimmst, das Management zu bewerten, kannst du dir als Investor einen Vorteil verschaffen. Besonders in einer Zeit, in der Computer und Algorithmen die Zahlen in Sekundenbruchteilen auswerten können, kann alles, was nicht ohne weiteres berechenbar ist, dir zusätzliche Einblicke geben, die ein Algorithmus oder ein fauler Investor nicht haben wird.

Und jetzt wollen wir einen Blick auf die Top-Artikel der letzten Woche auf Fool.de werfen.






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Matt besitzt keine der im Artikel erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der im Artikel erwähnten Aktien.

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