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BMWs China-Produktion des MINI wird kein Selbstläufer

Wenn ein Unternehmen eine große Investition in China ankündigt, weckt das gerne mal die Vorstellungskraft der Börse, schließlich ist das Reich der Mitte der Zukunftsmarkt schlechthin. Noch besser ist es natürlich, wenn der chinesische Markt dann auch noch mit einer Zukunftstechnologie erobert werden soll, die gigantisches Nachfragepotential hat.

Deshalb sieht die Entscheidung von BMW (WKN:519000), bald in China den elektrischen MINI E herstellen zu wollen, auf den ersten Blick nach einer tollen strategischen Entscheidung aus. Der begehrte Cityflitzer wird in China auf einen wachsenden und möglicherweise schon bald riesigen Markt treffen, und die Produktion vor Ort wird Zölle und Transportkosten einsparen.

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Ich habe allerdings meine Zweifel, dass diese strategische Entscheidung ein Selbstläufer ist.

Ein kleiner Wagen für ein großes Land

Vor wenigen Tagen hat BMW mitgeteilt, dass es an einer Partnerschaft mit dem chinesischen Autohersteller Great Wall (WKN:A0M4X0) arbeitet, um den geplanten Stromer MINI E auch in China zu fertigen. Bisher sollte das Modell nur im Stammwerk in Oxford produziert werden, allerdings könnte dieser Standort durch den Brexit an Attraktivität verlieren.

In der bisherigen Kommunikation wird diese Strategie als wunderbarer Schachzug präsentiert. Man kann damit seine Wachstumsziele erreichen, also wie geplant sowohl mehr Elektroautos verkaufen als auch in wenigen Jahren 600.000 Autos in China fertigen, außerdem sollen die Vertriebsstrukturen so strukturiert werden, dass man nicht den bisherigen und auch in Zukunft bestehenden chinesischen Partner Brilliance China Automotive (WKN:884968) verprellt.

So weit, so vernünftig. Das Marktpotential ist an sich auch da, schließlich hat BMW im Geschäftsjahr 2017 zwar circa stolze 560.000 Autos in China abgesetzt, allerdings waren davon gerade einmal circa 35.000 Einheiten MINIs, grob ein Zehntel des Gesamtabsatzes der BMW-Untermarke. Allein dass der Markt da ist, heißt aber noch nicht, dass BMW ihn auch erobern wird.

Revolutionär oder reaktiv?

Ich habe meine Zweifel, dass BMW hier wirklich in erster Linie an der chinesischen Elektrorevolution interessiert ist. Es gibt viele Hinweise, die darauf hindeuten, dass die geplante MINI E-Produktion eher eine defensive Entscheidung ist, bei der man auf sich verändernde Gegebenheiten reagiert, anstatt wirklich an der Spitze von neuen Entwicklungen zu stehen.

Zum einen ist diese Entscheidung ja wie bereits erwähnt auch eine Art Schadensbegrenzung des Brexit, zum anderen reagiert man auch auf Chinas zunehmend strenge Anforderungen, die Elektroquote zu erhöhen. Es könnte also sein, dass BMW gar nicht unbedingt großen Erfolg wittert, sondern einfach kaum eine andere Wahl hat.

Ein Erfolg des MINI E ist alles andere als garantiert. BMW hat zwar früh mit der Herstellung von Elektroautos begonnen, aber bisher kann man nur mäßige Erfolge vorweisen. Das Elektromodell BMW i3 verkauft sich schleppend, obwohl es kaum Konkurrenz gibt.

Das liegt einerseits daran, dass das kleine Auto um die 40.000 Euro kostet und andererseits daran, dass es nicht einmal eine besonders hohe Reichweite aufweisen kann. Beim MINI E wird das wohl kaum anders sein, denn es ist ziemlich sicher, dass der MINI E von der Batterie her dem i3 ähneln wird. Damit ist wiederum quasi sicher, dass die Reichweite wortwörtlich meilenweit hinter der des Model 3 von Tesla (WKN:A1CX3T) hinterherhinken wird. Außerdem wird sich der MINI E gegen die harte chinesische Konkurrenz durchsetzen müssen, zu der auch der Elektropionier BYD (WKN:A0M4W9) gehört.

Alles in allem kann man also sagen, dass BMW hier eine Strategie verfolgt, die zwar grundlegend Potential hat, aber deren Erfolg kein Selbstläufer wird.

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Marlon Bonazzi besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla. The Motley Fool empfiehlt BMW.

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