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Cisco bringt 67 Milliarden US-Dollar nach Hause — aber was dann?

Foto: The Motley Fool.

Als Reaktion auf die kürzlich gesenkten Unternehmenssteuersätze wird Cisco (WKN:878841) im dritten Quartal 67 Milliarden US-Dollar an ausländischen Gewinnen in die USA rückführen. Das ist ein gewaltiger Schritt für Cisco, das das letzte Quartal mit nur 2,4 Milliarden US-Dollar der 73,7 Milliarden US-Dollar an Bargeld, Barmitteln und Investitionen in den USA abgeschlossen hat.

Doch was bedeutet das für die Anleger? Sehen wir uns drei Sachen an, die Cisco wahrscheinlich mit seinem rückgeführten Bargeld tun wird.

Aktienrückkäufe

Cisco plant, etwa 44 Milliarden US-Dollar des Gesamtgewinns über Rückkäufe und Dividenden an die Aktionäre zurückzugeben. Während der Telefonkonferenz im letzten Quartal kündigte Cisco eine Erhöhung des derzeitigen Aktienrückkaufprogramms um 25 Milliarden US-Dollar an, wodurch die verbleibende Autorisierung auf etwa 31 Milliarden US-Dollar erhöht wird.

Es ist geplant, Aktien für diese Summe innerhalb der nächsten 18 bis 24 Monate zurückzukaufen. Das ist eine deutliche Beschleunigung gegenüber den 3,4 Milliarden US-Dollar in Aktien, die das Unternehmen im Geschäftsjahr 2017 zurückgekauft hat, und den Aktien im Wert von 5,6 Milliarden US-Dollar, die in der ersten Hälfte des Jahres 2017 zurückgekauft wurden.

31 Milliarden US-Dollar machen auch fast 14 % der Marktkapitalisierung von Cisco aus. Derart viele Aktien zurückzukaufen würde die Kennzahlen in Zukunft stark herabsetzen — bei einem Kurs von 44 US-Dollar betragen diese jeweils das 18- und 17-fache der erwarteten Gewinne für 2018 bzw. 2019.

Dividendenerhöhung

Man geht davon aus, dass die verbleibenden 13 Milliarden US-Dollar für die Dividende von Cisco verwendet werden, die seit 2012 jährlich erhöht wird. Das Unternehmen erhöhte die Ausschüttung Anfang des Monats um 14 % auf 0,33 US-Dollar pro Aktie, was einer geschätzten Rendite von etwa 3 % entspricht.

Cisco zahlte im Geschäftsjahr 2017 Dividenden in Höhe von 5,5 Milliarden US-Dollar und im ersten Halbjahr 2018 weitere 2,8 Milliarden US-Dollar aus. Damit ergibt sich eine Ausschüttungsquote von 59 %.

Durch die Zuweisung von mehreren Milliarden US-Dollar für die Dividende könnte Cisco theoretisch seine Rendite auf über 4 % steigern und dabei eine vergleichbare (oder sogar niedrigere) Ausschüttungsquote beibehalten.

Die Kombination aus einem niedrigeren Kurs-Gewinn-Verhältnis und einer höheren Rendite könnte Cisco zu einem sehr attraktiven Investment für konservative Dividendeninvestoren machen.

Übernahmen im Inland

In der Vergangenheit verhinderte die begrenzte Liquidität von Cisco große Übernahmen in den USA, die mit Fremdkapital oder Aktien finanziert werden mussten. Dennoch erwarb Cisco in den vergangenen zwei Jahren große amerikanische Unternehmen, darunter Jasper Technologies für 1,4 Milliarden US-Dollar, AppDynamics für 3,7 Milliarden US-Dollar und Broadsoft für 1,9 Milliarden US-Dollar.

Doch Cisco scheut sich vor größeren Übernahmen in den USA. So bleibt beispielsweise Arista Networks (WKN:A11099) ein Dorn im Auge von Cisco, da die billigeren Switches des Konkurrenten für generische „White Box“-Hardware sehr beliebt sind.

Cisco hat Arista wiederholt verklagt, um sein Wachstum zu drosseln, aber nie versucht, das 22-Milliarden-Dollar-Unternehmen zu kaufen. Juniper Networks (WKN:923889) ist mit einer Marktkapitalisierung von 10 Milliarden US-Dollar ein weiterer hartnäckiger Konkurrent in den Router- und Switch-Märkten.

Nachdem Cisco 44 Milliarden US-Dollar seines rückgeführten Bargeldes für Rückkäufe und Dividenden ausgeben möchte, könnte das Unternehmen die verbleibenden 23 Milliarden US-Dollar für Übernahmen in den USA verwenden. Durch den Erwerb von Arista oder Juniper würde sich das Geschäft mit Routern und Switches vergrößern, während man sich gleichzeitig gegen Huawei, den Hauptkonkurrenten in beiden Märkten, mehr abheben würde.

Cisco könnte auch mehr Cybersicherheitsunternehmen kaufen, um sein wachsendes Sicherheitsgeschäft zu stärken. FireEye wird oft als ideales Übernahmeziel für Cisco genannt, da es über eine Marktkapitalisierung von nur 3 Milliarden US-Dollar verfügt und einen guten Ruf in Sachen Bedrohungserkennung genießt. Palo Alto Networks, ein wachstumsstarker Marktführer für Firewalls der nächsten Generation, könnte auch ein intelligenter Kauf sein — doch das Unternehmen hat mit 15 Milliarden US-Dollar eine viel höhere Marktkapitalisierung.

Unterm Strich

Die Investoren von Cisco finden die Rückführung gut. Die Aktie hat sich in diesem Jahr um etwa 15 % erholt, während der S&P 500 um 2 % zugelegt hat. Doch es könnte noch viel schief laufen — Cisco könnte die Rückkäufe schlecht timen oder zuviel für Übernahmen bezahlen. Zudem könnten steigende Zinssätze die Investoren dazu bewegen, sich nach anderen Renditemöglichkeiten umzusehen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Arista Networks. The Motley Fool empfiehlt Cisco Systems, FireEye und Palo Alto Networks.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und am 20.02.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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