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Edeka vs. Nestlé: Eine Zäsur für die Schweizer Markenmacht?

Foto: Getty Images.

Showdown! Wie neulich bekannt wurde, zeichnet sich hierzulande im Einzelhandel ein Preiskampf ab, der wohl seinesgleichen suchen dürfte. In der linken Ecke haben wir den amtierenden Markenchampion für Lebensmittel, Nestlé (WKN: A0Q4DC), das ein Kampfgewicht von bis zu 6.000 Marken auf die Waage bringt. In der rechten Ecke Edeka, Deutschlands beliebtesten Supermarkt.

Wenn diese zwei Giganten folglich aufeinander losgehen, dürfte das definitiv interessant für die Wirtschaftswelt und alle Aktionäre von Nestlé sein. Aber langsam, schauen wir zunächst einmal, was wir bislang wissen:

Preiskrieg bahnt sich an

Ganz konkret bahnt sich zwischen den beiden Konfliktparteien, wie gesagt, ein Preiskrieg an. Edeka möchte wohl weniger für Nestlés Produkte im Einkauf berappen, die Schweizer bleiben hart und lassen nicht mit sich verhandeln. Verzwickte Angelegenheit, durchaus.

In der Folge wird Edeka wohl bald einen gehörigen Batzen von Nestlés Produkten aus dem Sortiment werfen. 160 verschiedene Produkte werden derzeit kolportiert, unter ihnen wohl bekannte Marken wie Wagner(-Pizzen), Maggiprodukte, Thomysoßen und das Wasser von Vittel. Eine offizielle Liste von Edeka, welche Produkte es wohl treffen wird, wurde bislang noch nicht herausgegeben.

Doch für wen wird diese Konsequenz die schlimmeren Auswirkungen haben?

Definitiv die spannendste Frage!

Das dürfte gewiss die spannendste Frage sein. Für Nestlé könnte der Clinch mit Edeka einen signifikanten Umsatzeinbruch bedeuten. Immerhin steht die Einkaufsgemeinschaft Agecore, zu der Edeka zählt, für in etwa 10 % der Umsätze von Nestlé. Definitiv nicht zu unterschätzen.

Aber auch für Edeka steht ruftechnisch einiges auf dem Spiel. Gerade für Supermärkte kann die hochwertige, umfängliche Produktlinie von Nestlé nämlich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen. Viele Kunden haben sich inzwischen an Alltagsmarken wie Maggi und Thomy gewöhnt. Entweder man besitzt diese Marken daher als Supermarkt, oder aber die Kunden könnten zur Konkurrenz ausweichen. Wer weiß, vielleicht wird Edeka durch die fehlende Produktpalette Nestlés daher schon bald nicht mehr Deutschlands beliebtester Supermarkt sein?

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich sehe den Streit daher in erster Linie als Zerreißprobe für die Markenmacht Nestlés. Eine ideale Gelegenheit für Investoren, um zu schauen, ob Nestlés Produktlinie wirklich unentbehrlich für Supermärkte ist, oder Edeka auch ohne sie zurecht kommen wird und die Schweizer im Endeffekt nachgeben müssen.

Wie gesagt, es bleibt spannend. Und vielleicht wird dieser Clinch eine Zäsur für die Markenmacht Nestlés darstellen. Bleibt abzuwarten ob zum Guten, oder aber zum Schlechten.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Nestle.

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