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So könnte die GroKo die deutsche Börsenneugierde wiederbeleben

Foto: Getty Images

Die Regierungsbildung von SPD und CDU nähert sich den letzten Zügen. Wenn womöglich innerhalb der nächsten Tage die internen Parteiwiderstände gebrochen werden können, haben wir endlich eine neue Regierung.

Juchhu… Beziehungsweise wurde auch Zeit.

Ohne jetzt groß politisch über die Parteienkonstellation beziehungsweise generell über Inhalte zu philosophieren, möchte ich auf einen Aspekt hinweisen, über den ich definitiv gestolpert bin. Dieser könnte nämlich die deutsche Aktienkultur wieder entfachen und dürfte dich als Anleger daher bestimmt interessieren:

Es geht um die Steuern…

Konkret geht es um die Besteuerung der Anleger. Hier möchte die potenzielle neue Bundesregierung nämlich die pauschale Abgeltungssteuer auf Zinserträge abschaffen. Sprich, die 25 %, die jeder, der Zinserträge erhält, nach Abzug seines Freibetrages an den Fiskus zu zahlen hat.

Diese dürfte in der Folge dann durch unseren individuellen progressiven Einkommenssteuersatz ersetzt werden. Gerade für die sparende Mittelschicht und Gutverdiener könnte das eine zusätzliche Steuerlast bedeuten. Denn der individuelle Einkommenssteuersatz kann bis zu 42 % des Einkommens betragen. Oftmals könnte hier also eine Schlechterstellung im Vergleich zum bisherigen System liegen.

Aber wie soll dieser belastende Schritt nun helfen, die deutsche Börsenmoral wiederzubeleben?

Fokus auf Zinserträge

Gute Frage! Vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich gerade lediglich von Zinserträgen und nicht von Kapitalerträgen gesprochen habe. Für die Pläne der künftigen Bundesregierung ist das nämlich eine ganz elementare Unterscheidung.

Die oben beschriebene Regelung könnte laut Verhandlungskreisen nur für Zinserträge, sprich Tages- und Festgeldkonten sowie Rentenpapiere, gelten. Nicht aber für Kursgewinne sowie Dividenden von Aktien, für die womöglich weiterhin die Abgeltungssteuer gültig bleibt.

Das könnte das Investieren in Aktien für viele Sparer aus Steuersicht definitiv interessanter machen als die bisher beliebte Geldanlage in Zinsprodukte. Zumal durch die Steuerpläne die zuletzt minimale Rendite in vielen Fällen durch den Fiskus zusätzlich gekappt werden könnte.

Könnte klappen, aber…

Prinzipiell hätten daher die Steuerpläne der GroKo das Potenzial, die Börse für viele deutsche Sparer attraktiver zu machen. Ob den Deutschen dieser Schritt jedoch reicht, wird sich zeigen.

Denn selbst die derzeitigen Mini-Zinsen haben die Deutschen bisher nicht dazu veranlasst, sich mit renditeträchtigeren Anlagemöglichkeiten auseinander zu setzen. Ganz im Gegenteil, viele unserer Landsmänner setzen gegenwärtig weiterhin auf renditearme Investitionsmöglichkeiten wie Fest- und Tagesgeld und lassen sich dadurch Jahr für Jahr viel Geld entgehen.

Ob die Steuerpläne wohl wirklich zu einem Umdenken führen werden, dürfte daher durchaus fraglich bleiben.

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