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Top-Aktien für Februar

Image source: Getty Images.

Ralf Anders: Diebold Nixdorf

Zögerliche Kunden und erhöhte Integrationskosten haben Diebold und Wincor Nixdorf den Auftakt versaut. Mäßige Quartalsergebnisse, eine deprimierende Kursentwicklung und ein enttäuscht zurückgetretener Chef folgten.

Übersehen wird allerdings meines Erachtens das große Potenzial, das sich aus aktuellen Initiativen ergibt. Der Hersteller von Geldautomaten, Kassensystemen und Terminals setzt intensiv auf die Digitalisierung sowie die nahtlose Verbindung von Online, Mobile und Stationär. Kürzlich wurde beispielsweise der preisgekrönte Cash Cube vorgestellt, dessen Funktionalität unkompliziert mit Apps wie bei Smartphones erweitert werden kann.

Jetzt, wo der Bitcoin-Hype seinen Zenit vielleicht so langsam überschreitet, könnten Unternehmen, die sich mit echten Geldströmen beschäftigen, in den Anlegerfokus zurückkehren. Kaum eines ist dafür besser positioniert als die weltweit millionenfach präsente Diebold Nixdorf (WKN:856244).

Ralf Anders besitzt Aktien von Diebold Nixdorf.


Tom Seiz: Alphabet

Gegoogelt wird auch im Februar, ganz zur Freude der Google-Mutter Alphabet  (WKN: A14Y6F). Wobei der führende Suchmaschinenanbieter neben seinem Kerngeschäft auch in seinen anderen Geschäftsbereichen wie YouTube und dem Play-Store – hier downloaden Android-Nutzer ihre Apps – äußerst erfolgreich ist.

Und als wären das noch nicht genug Gründe Alphabet-Aktien zu kaufen, kann der amerikanische Internetriese mit Waymo auch noch ein aussichtsreiches Unternehmen im Bereich autonomes Fahren vorweisen.

Fazit: Alphabet hat viel zu bieten und du solltest dir das auf keinen Fall entgehen lassen.

Tom Seiz besitzt Aktien von Alphabet.


Jürgen Zefferer: First Solar

2017 lief es für die Aktionäre von First Solar (WKN: A0LEKM) ziemlich gut, die Aktie des Unternehmens konnte sich mehr als verdoppeln.

Mit den im Dezember vorgestellten Series 6 Solarmodulen der nächsten Generation, der durchaus akzeptablen Prognose für 2018 (2,7 bis 2,8 GW an ausgelieferten Modulen bei einer Bruttomarge von 22 bis 23 Prozent) und der Konkurrenzfähigkeit zu konventioneller Energieerzeugung erwartet sich First Solar eine gute Auftragslage im 2018 voraussichtlich weiter stark wachsenden Markt.

Das größte Risiko, dem First Solar ausgesetzt ist, ist die Konkurrenz. Der springende Punkt ist, ob sich die Dünnschichttechnologie bezüglich Kosten-Wirkungsgrad-Verhältnis gegen die kristallinen Module der Mitbewerber durchsetzen können. In der umkämpften Branche sind zwei Punkte jedenfalls von Vorteil: gesunde Finanzen und die Größe, um von Skaleneffekten zu profitieren. In beiden Punkten hat First Solar den meisten Konkurrenten etwas voraus.

Jürgen Zefferer besitzt Aktien von First Solar.


Thomas Brantl: E.ON

Mein Favorit für den Monat Februar ist die E.ON (WKN: 823212)-Aktie. Ich denke, dass E.ON über ein langfristig agierendes, erfahrenes Management verfügt, dass der Strommarkt kontinuierliche Preissteigerungen hergibt und Trends wie Kryprowährungen und Elektroautos den Stromverbrauch erhöhen könnten, was sogar für etwas Wachstumsfantasie sorgt.

Das i-Tüpfelchen: Aktuell scheint die E.ON-Aktie recht günstig bewertet zu sein. Beim derzeitigen Kurs (8,91 Euro, Stand: 19.01.2018) und einem Gewinn je Aktie in den ersten neun Monaten von 1,75 Euro ergibt sich ein KGV von nur 5,1. Allerdings ist in diesem Gewinn ein positiver Einmaleffekt (Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer) enthalten, der sich nicht wiederholen wird. Diese Tatsache sollten Anleger bei ihrer Analyse berücksichtigen!

Thomas Brantl besitzt Aktien von E.ON.


Robert Schleifenbaum: RWE AG

Geld lässt sich an der Börse besonders gut mit Aktien verdienen, bei denen man den sprichwörtlichen Dollar für fünfzig Cent kauft.

So ein Fall könnte zurzeit bei RWE (WKN: 703712) vorliegen. Die Abspaltung von Innogy als Energiedienstleister und Erzeuger von erneuerbaren Energien kam bei den Börsianern so gut an, dass die RWE-Aktie den DAX 2017 klar outperformte.

Nach der Gewinnwarnung von Tochter Innogy letzten Dezember ging es jedoch auch mit den Aktien des Mutterkonzerns kurz und heftig bergab. Diese Reaktion war meiner Meinung nach übertrieben. Die jüngsten Insiderkäufe, bei denen insgesamt sechs (!) Aufsichtsratsmitglieder rund 7.000 Aktien kauften, sprechen stark dafür.

RWE ist vielleicht keine Aktie, die ich die nächsten 30 Jahre halten möchte. Eine Möglichkeit, mittelfristig von einer möglichen Unterbewertung zu profitieren, ist sie jedoch allemal.

Robert besitzt keine Aktien von RWE.


Peter Roegner: GEA Group

Am vergangenen Dienstag sorgte die GEA Group (WKN: 660200) mit den vorläufigen Zahlen für 2017 und dem Ausblick auf 2018 für Enttäuschung. Entsprechend wurde die Aktie abgestraft, denn das war die dritte Gewinnwarnung in den letzten 18 Monaten.

Für den Düsseldorfer Spezialmaschinenbauer, der überwiegend für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie tätig ist, sieht es schlecht aus – ein perfektes Szenario für geduldige Value-Investoren, die bevorzugt dann einsteigen, wenn es am dunkelsten ist. Mit Albert Frère und Paul Singer (jeweils 3 %) sind zwei aktivistische Anleger an Bord, die für Hoffnung sorgen, dass GEA noch schneller als bisher gedacht Schritte zur Verbesserung der Situation unternimmt.

Peter besitzt keine Aktien der GEA Group.


Marlon Bonazzi: Ctrip

Die Börsen in den USA und Europa jagen von einem Hoch zum nächsten, und auch wenn Asien aufholt, ist hier die Markteuphorie noch lange nicht so ausgeprägt wie im Westen. Das führt dazu, dass einige hervorragende Unternehmen einfach mal grundlos links liegen gelassen werden.

Das ist meiner Ansicht nach gerade bei Ctrip (WKN: A0BK6U) der Fall. Die Aktie hat an ihrer Heimatbörse NASDAQ seit den Hochs des letzten Sommers circa ein Viertel an Wert verloren. Dabei ist das Unternehmen führend im chinesischen Reisemarkt, der noch viele Jahrzehnte stark wachsen wird. Die Fusion mit dem ehemaligen Konkurrenten Qunar führt außerdem dazu, dass dieses Wachstum auch margenstark sein dürfte. Die guten Aussichten könnten an der Börse im Februar wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Marlon Bonazzi besitzt keine Aktien von Ctrip.


Vincent Uhr: Realty Income

Auf der Suche nach einer stabilen und hohen Dividende? Dann könnte The Monthly Dividend Company – Realty Income (WKN: 899744) ein interessanter Kandidat im Februar sein.

Wie du dir in Anbetracht des oben genannten Beinamens wahrscheinlich denken kannst, zahlt das Unternehmen dir sogar jeden Monat einen Teil seiner üppigen Dividende aus.

Zwar liest man in den letzten Wochen vermehrt, dass die steigenden Zinsen in den USA den REIT belasten. Allerdings ist Realty Income von dieser Entwicklung im Vergleich zu anderen REITs nicht ganz so stark betroffen, da Realty Income langfristig angelegte Mietverträge mit jährlich steigenden Mieten besitzt. Diese haben es dem Unternehmen ermöglicht, seit über 570 Monaten konsequent eine Dividende zu zahlen und diese 94 Mal zu erhöhen.

Nach einem kleinen Kurssturz innerhalb der letzten Monate zahlt Realty Income inzwischen fast 5 % Dividende aus. Für Einkommensinvestoren mit einem langen Atem könnte der Februar daher ein interessanter Zeitpunkt sein, sich mit dieser Aktie auseinander zu setzen.

Vincent besitzt Aktien von Realty Income.


Stefan Graupner: B.R.A.I.N.

Die deutsche B.R.A.I.N. AG (WKN: 520394) ist auf die weiße Biotechnologie spezialisiert und entwickelt biotechnologische Methoden für industrielle Produktionsverfahren. Basis dafür ist eine weltweit einzigartige Sammlung von Mikroorganismen, aus denen vor allem Enzyme gewonnen werden, die bestehende Prozesse verbessern oder neuartige Prozesse erst ermöglichen.

Die vielversprechendsten Projekte sind der BRAIN BioXtractor, mit dem seltene Metalle wie Gold und Silber mit Hilfe von Mikroorganismen aus Elektronikschrott gewonnen werden können.

Noch vielversprechender: Im Juli 2017 konnte ein weltweit tätiger US-amerikanischer Getränkekonzern als neues Mitglied für die strategische DOLCE-Partnerschaft gewonnen werden, in der neue natürliche Süßungsmittel entwickelt werden. Hier könnten Coca-Cola oder PepsiCo dahinter stecken und für weitere Kursfantasie sorgen.

Stefan Graupner besitzt keine der erwähnten Aktien.


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