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Warum PayPal Holdings 2017 um 86 % stieg

Foto: PayPal.

PayPal Holdings (WKN:A1R7U) wurde Mitte 2015 unter dem Druck von Carl Icahn und anderen aktivistischen Investoren, die den Shareholder Value freisetzen wollten, von eBay ausgegliedert. Doch wer damit auf eine sofortige Auschüttung hoffte, wurde enttäuscht. In den nächsten anderthalb Jahren hielt die PayPal-Aktie kaum Schritt mit dem Markt. Doch das Unternehmen stellte neue Weichen und legte ein atemberaubendes Jahr 2017 hin.

Ein Investor hätte nicht viel mehr von dem Zahlungsprogramm verlangen können. Das Unternehmen baute bestehende Beziehung aus, investierte in neue Geschäfte, nahm die bisherige Plattform und stellte sie auf den Kopf. Damit erreichte PayPal das bisher beste Jahr.

Was erwartet man mehr von einem Partner? Es war ein ereignisreiches Jahr für Paypal und wenn eine Sache am meisten hervorsticht, dann war es die Vielzahl der Kooperationen des Unternehmens.

PayPal kooperierte und erweiterte bestehende Beziehungen mit den größten Zahlungsanbietern wie VISA, Mastercard und Discover Financial Services.  Das Unternehmen schloss auch Allianzen mit  Technologieunternehmen wie Apple, Alphabet´s Android, Samsung und dem chinesischen Suchmaschinenriesen Baidu, um seine Zahlungsoptionen in deren digitalen Geldbörsen anzubieten. PayPal traf auch Vereinbarungen mit den großen Kreditkartenherausgebern Chase, Citigroup und Bank of America. Das Ergebnis dieser Vielzahl von Allianzen war es, die Reichweite von Paypal über Websites  auf Apps, stationäre Geschäfte und über internationale Grenzen auszudehnen.

Venmo wurde zu einem Verb

Venmo, PayPal’s Social Payment-Plattform, wurde der Hit des Jahres und wurde  zur bevorzugten Zahlungsoption für das Senden von Geld an Familie und Freunde.  Das Unternehmen gab kürzlich bekannt, dass Venmo in den letzten 12 Monaten 30 Milliarden US-Dollar des gesamten PayPal Volumens ausmachte. Das ist ein Anstieg von 106% gegenüber dem Vorjahr.

PayPal hatte bisher noch kein Geld mit Venmo eingenommen, aber das hat sich vor kurzem geändert. Im Oktober 2017 kündigte das Unternehmen an, dass es damit beginnen würde, den Service auch für Händler einzuführen und Venmo könne als Zahlungsoption bei mehr als zwei Millionen US-Einzelhändlern eingesetzt werden. Das bedeutet überall, wo Paypal akzeptiert wird, und das wird damit dem Unternehmen eine potentiell lukrative neue Einnahmequelle bieten.  Wir werden wohl in den kommenden Monaten mehr von Paypal hören, wenn es weiter Fortschritte in diesem Bereich macht.

Expansion über den Zahlungsverkehr hinaus

PayPal hat im Laufe des Jahres mehrere Schritte unternommen, um seine Reichweite über den Zahlungsverkehr hinaus zu erweitern. Im Februar kündigte PayPal an, dass es den Zahlungsdienstleister TIO Network und Swift Financial erwerben wird, um seine Reichweite in der Unternehmensfinanzierung auf dem Bereich der Betriebsmittelkredite auszudehnen.

Vor kurzem kündigte das Unternehmen eine Partnerschaft mit Acorns an, der am schnellsten wachsenden Micro-Investitions-App des Landes, die das Unternehmen in den Bereich Kleinanleger führen soll.

PYPL DATEN VON YCHARTS.

Erste Ergebnisse sind zu sehen

Die Strategie von PayPal, dem Kunden mehr Wahlmöglichkeiten zu bieten, zahlt sich aus. Im dritten Quartal 2017 stiegen die Kundenkonten von PayPal um rekordverdächtige 8,2 Millionen. Das sind 88 % mehr als im Vorjahresquartal, wodurch sich die Kundenzahl auf 218 Millionen erhöhte. Diese Kunden gaben auch mehr aus. Die Zahl der Transaktionen pro aktivem Konto stieg auf 32,8, was einer Steigerung von 9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Nicht nur die Kundenzahlen haben sich verbessert. Die Einnahmen von PayPal stiegen auf 3,24 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 21 % gegenüber dem Vorjahr, und übertrafen damit sowohl die Schätzungen der Analysten, als auch die eigenen Prognosen. Der Nettogewinn von 380 Mio. US-Dollar übertraf ebenfalls die Erwartungen und führte zu einem Gewinn je verwässerter Aktie von 0,46 US-Dollar. Das ist ein Anstieg von 31 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Diese beeindruckenden Finanzergebnisse führten zu einem 86 %igen Anstieg des Aktienkurses.

Durch die neue Reichweite, die ständig wachsenden Partnerschaften, die Pflege seiner Kundenbeziehungen und die Bereitstellung neuer Optionen für Händler hat es PayPal im Jahr 2017 geschafft nach vorn zu kommen.

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Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Board of Directors von The Motley Fool.
The Motley Fool besitzt Aktien von und empfiehlt Alphabet (A- und C-Aktien), Apple, Baidu, Mastercard, PayPal Holdings und Visa.

The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 15.1.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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