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Quartalsbericht von Microsoft: Hält das starke Wachstum weiter an?

Foto: The Motley Fool.

Der Technologieriese Microsoft (WKN:870747) beeindruckte Investoren, als es seine letzten Quartalszahlen vorlegte. Umsatz und Gewinn je Aktie überstiegen die vorangegangenen Schätzungen dank des starken Wachstums bei Microsofts Office 365 und seinem Intelligent-Cloud-Segment.

Im zweiten Finanzquartal 2018 von Microsoft (welches mit dem vierten Kalenderquartal 2017 übereinstimmt) hoffen Investoren auf die gleiche Entwicklung. Die Aktie ist im vergangenen Jahr um 41 % gestiegen. Allein in den letzten drei Monaten waren es 14 %.

Vor der Veröffentlichung der Zahlen des zweiten Quartals schauen wir uns drei Schlüsselbereiche an, die für Investoren spannend sind:

Umsatzwachstum

Das Umsatzwachstum von Microsoft war der Hingucker, als das Unternehmen seine Zahlen des ersten Quartals vorlegte. Der Quartalsumsatz von 24,5 Milliarden US-Dollar übertraf die Konsens-Vorhersage der Analysten um fast 1 Milliarde US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz um 12 % gestiegen.

Im Hinblick auf das zweite Quartal erwarten die Analysten eine Verlangsamung des Umsatzwachstums auf 8,9 % gegenüber dem Vorjahr. Obwohl dieses Wachstum deutlich unter den 12 % Zuwachs des ersten Quartals liegt, ist es im Vergleich zum Wachstum der letzten fünf Jahre stark. Während dieser Zeit lag die durchschnittliche Wachstumsrate nämlich nur bei 4 % pro Jahr.

Unternehmensumsatz aus Office 365

Ein Bereich, in dem Microsoft mit seinem Umsatzwachstum im ersten Quartal richtig glänzte, sind die Verkäufe von Office 365 an Unternehmenskunden. Der Unternehmenskundenumsatz von Office 365 stieg um 42 % während des Quartals. Damit spielt er eine Schlüsselrolle bei dem Anstieg von 28 % des breiteren Produkt- und Geschäftsprozess-Segmentumsatzes gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum des Unternehmenskundenumsatzes von Office 365 wurde laut Microsoft durch ein starkes Wachstum seiner Nutzerbasis und dem Wachstum des Durchschnittsumsatzes je Nutzer getrieben.

Obwohl Investoren nicht erwarten sollten, dass die Wachstumszahlen des Unternehmenskundenumsatzes von Office 365 so robust bleiben, gab das Management Hinweise, dass es weiterhin ein starkes Wachstum aus diesem Angebot erwartet. „Unser Unternehmens-Geschäft sollte gesund bleiben mit einer soliden Erneuerung und einer steigenden Kundennachfrage für unseren Hybridcloudservice und unsere neuen Cloudlösungen wie Microsoft 365“, sagte Amy Hood, CFO von Microsoft, während einer Telefonkonferenz zu den 1. Quartalszahlen.

Azure

Microsofts unternehmensorientierte Cloudcomputing-Plattform Azure stand in letzter Zeit ebenfalls gut da, da sich die Computernutzung im Vergleich zum Vorjahr im ersten Quartal mehr als verdoppelt hat. Der Umsatz von Azure stieg in dieser Zeit um 90 %. Dieses starke Wachstum half dabei, dass der Umsatz aus Microsofts Serverprodukten und Cloudservices während des ersten Quartals um 17 % im Vergleich zum Vorjahr stieg. Damit wurde auch ein Anstieg des Umsatzes des breiteren Cloudsegments um 14 % gegenüber dem Vorjahr ermöglicht.

Genau wie beim kommerziellen Umsatz von Office 365 sollten Investoren auch bei Azure nicht davon ausgehen, dass der Zuwachs von 90 % gegenüber dem Vorjahr anhält. Aber ein Wachstum von über 50 % können Investoren als realistisch ansehen.

Neben der Analyse der Umsatzwachstumszahlen von Azure in Q2 sollten Investoren auf Kommentare hinsichtlich der Aussicht der Bruttomarge von Azure vonseiten des Managements achten. Im ersten Quartal erlebte Azure eine handfeste Verbesserung der Bruttomarge, sagte das Management. Dies wurde durch das höhere Umsatzwachstum von Azure, dem Wachstum im Premium-Dienstemix und der Verbesserungen der Infrastruktur angetrieben. Investoren sollten auf diese drei Faktoren achten, damit Azure seine Bruttomarge weiter steigern kann.

Microsofts Quartalsbericht für das zweite Finanzquartal wird am 31. Januar veröffentlicht.

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Teresa Kersten ist Mitarbeiterin bei LinkedInd und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool. LinkedIn ist eine Tochter von Microsoft.  The Motley Fool hält keine der oben erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und am 16.01.2018 auf fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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