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Was wir von Tesla 2018 erwarten können

Foto: The Motley Fool.

Trotz der weit verbreiteten Schwierigkeiten, den „On“-Schalter an der Model-3-Produktionslinie zu finden, hatte Tesla (WKN:A1CX3T) ein sagenhaftes Jahr 2017, mit einem Wertzuwachs von 42 % und einer Verdreifachung der Performance des S&P 500. Doch nun, da das Jahr 2017 zu Ende ist, fragen sich die die Investoren natürlich: Was können wir von Tesla im Jahr 2018 erwarten?

Eine Fülle von Möglichkeiten

Es gibt viele Möglichkeiten. Tesla-CEO Elon Musk hat alle möglichen Projekte angekündigt, die in den nächsten Jahren auf den Weg gebracht werden – und andere, die bereits begonnen haben -, um die Phantasie der die Investoren anzuregen: Von Solardächern bis hin zu Superbatterien im industriellen Maßstab und von massiven, elektrisch angetriebenen LKWs für den Fernverkehr bis hin zu elektrischen Crossovers und Pickups – und natürlich eine elektrische Limousine namens Model 3 für jedermann.

Anstatt alles anzusprechen, was möglicherweise 2018 passieren könnte, werde ich mich darauf beschränken, nur drei Voraussagen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu machen. Wenn ich richtig liege, wird jede einzelne dieser Vorhersagen wahr werden – und ich erwarte, dass du mich zum 31. Dezember 2018 zur Rechenschaft ziehst.

Vorhersage 1: Die Model-3-Produktion wird aufs Gas treten (sozusagen)

Wo könnte man besser anfangen, als mit der bereits erwähnten Modell-3-Limousine?

Wie wir uns erinnern, waren die Produktionspläne im letzten Quartal ein echter Flop. Da Tesla im August voraussichtlich 100 Elektroautos des Model 3 produzieren wollte und im September fünfzehn Mal so viele, war es Musk peinlich, darüber zu sprechen, dass Tesla bis Ende September nur 222 Limousinen des Model 3 ausgeliefert hatte – und zwar hauptsächlich an Teslas eigene Mitarbeiter.

Im November tauchten jedoch Berichte auf, dass Tesla damit begonnen hatte, eine kleine Anzahl an Nicht-Tesla-Mitarbeiter zu liefern. Dies hat mindestens einen Kommentator, den Elektrofahrzeug-Enthusiasten Electrek.com, zu der Auffassung veranlasst, dass die Sache jetzt „zuversichtlich“ aussieht.

Die Wall Street hatte vorhergesagt, dass wir in diesem Jahr 15.000 Auslieferungen sehen sollten, glaubt aber nicht mehr daran. Dennoch bestätigten die Analysten von KeyBanc am Mittwoch, dass Tesla-Mitarbeiter an mehr als einem Dutzend Verkaufsstellen befragt wurden und sie glauben, dass Tesla bis Ende 2017 5.000 Model 3s liefern könnte.

Zugegeben, 5.000 Autos in drei Monaten ist weit entfernt von Musks Versprechen im Juli, bis zum Ende dieses Jahres 5.000 Autos pro Woche zu bauen. Aber es wäre immer noch mehr als eine 20-fache Steigerung von dem, was Tesla im letzten Quartal geliefert hat – und ein Hinweis auf einen schnellen Hochlauf der Model-3-Produktion im Jahr 2018.

Vorhersage 2: Tesla wird ein weiteres großes Batteriegeschäft ankündigen

Eine Entwicklungen, die im vergangenen Jahr viel weniger Beachtung fanden, als sie verdient hatten, war die Ankündigung vom November, dass Musk sein Versprechen, in 100 Tagen ein 100-Megawatt-Batteriespeichersystem in Australien zu bauen, einlösen würde.

Zugegebenermaßen gab es etwas Kleingedrucktes, vor allem die Tatsache, dass er das Backup-Batteriesystem halb gebaut hatte, bevor er den Vertrag unterzeichnete, mit dem die Frist begann. Trotzdem lieferte Tesla pünktlich und budgetgerecht gemäß den vertraglichen Vereinbarungen. Und das neue südaustralische Tesla-Powerpack-System leistet nach allem, was man hört, eine hervorragende Arbeit.

Im Dezember – mitten im australischen Sommer – meldete The Independent, dass Teslas Backup-Batterie zwei Stromausfälle in drei Wochen ausgleichen musste. In jedem Fall sprachen Teslas Batterien innerhalb von Sekunden an, im Gegensatz zu den Minuten, die es gedauert hätte, um ein Ersatz-Kohlekraftwerk zu starten, was dazu beitrug, Stromausfälle zu verhindern.

Australische Beamte sagen, dass der Powerpack die Erwartungen übertrifft und mit „Rekordgeschwindigkeiten“ funktioniert. Solche Leistungen werden die Aufmerksamkeit anderer Länder und Regionen auf sich ziehen, die ähnliche Probleme mit der Stromversorgung haben – insbesondere Puerto Rico, wo Musk angeblich mit dem Gouverneur über den Aufbau eines ähnlichen Systems gesprochen hat.

Bloomberg New Energy Finance (BNEF) schätzt, dass es einen Markt für den Bau von ca. 305.000 Megawatt gibt, die in den nächsten 14 Jahren für Batteriespeicher benötigt werden. Das ist genug Nachfrage, um den Bau von mehr als 2.300 neuen Speichersystemen zu unterstützen, die so groß sind, wie das, das Tesla für Australien gebaut hat. Bei 50 Millionen US-Dollar pro Anlage könnte das mehr als 115 Milliarden US-Dollar an potenziellen Verträgen bedeuten.

Ich würde sagen, dass die Chancen, dass Tesla mindestens einen von ihnen 2018 gewinnt, ziemlich gut sind.

Vorhersage 3: Tesla wird mehr Aktien verkaufen. Vielleicht noch viel mehr.

Um von dieser Gelegenheit zu profitieren – und von den Möglichkeiten, Hunderttausende von Elektroautos des Model 3 zu verkaufen, von den Crossovers des Model Y, von einem kürzlich vorgestellten elektrischen Semi-Truck und von einem elektrischen Pickup-Truck – wird Tesla frisches Geld brauchen. Eine Menge davon. Und das ist etwas, was Tesla im Moment knapp wird.

Aktuell verbrennt Tesla 4,7 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Doch nach Angaben von S&P Global Market Intelligence hat Tesla nur 3,5 Milliarden US-Dollar in der Bank, um all dies zu finanzieren (und mehr als 9,6 Milliarden US-Dollar Schulden).

Ich glaube, dass ich hier das Offensichtliche sage, aber es scheint mir eine Gewissheit zu sein, dass Tesla 2018 mehr Geld aufbringen muss. Bei steigenden Zinsen wird Tesla wohl mehr Aktien verkaufen, um an dieses Geld zu kommen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Tesla.

Dieser Artikel wurde von Rich Smith auf Englisch verfasst und wurde am 06.01.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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