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2018 könnten diese Ölaktien zu den großen Gewinnern gehören

Foto: The Motley Fool.

Die Ölpreise beendeten das Jahr 2017 auf einem hohen Niveau. West Texas Intermediate (WTI), der US-Öl-Benchmark, beendete das Jahr mit über 60 US-Dollar pro Barrel. Der globale Richtwert, Brent, schloss bei über 66 US-Dollar pro Barrel. Das ergibt einen Anstieg um 11 % bzw. 17 %. Darüber hinaus erholte sich der Ölpreis von seinem Tiefpunkt zu Beginn des Jahres um mehr als 50 % und schloss auf einem 2,5-Jahres-Hoch.

Die Analysten gehen jedoch nicht davon aus, dass die aktuellen Preise von Dauer sein werden. Die Internationale Energieagentur zum Beispiel warnte davor, dass 2018 kein glückliches neues Jahr für den Ölmarkt werden würde, da sie davon ausgeht, dass das Angebot im ersten Halbjahr die Nachfrage übersteigen wird. Unterdessen sieht die U.S. Energy Information Administration (EIA) ein steigendes US-Angebot, das die Preise 2018 nach unten drückt. Sie rechnet damit, dass Brent durchschnittlich 57 US-Dollar pro Barrel und WTI etwa 53 US-Dollar pro Barrel betragen wird. Diese niedrigeren Preise deuten darauf hin, dass 2018 ein schwieriges Jahr für die Ölaktien werden könnte. Jedoch konnte das nicht der Fall für alle sein, da einige auch bei 50 US-Dollar Gewinn machen können. Daher würde alles über diesem Niveau das Sahnehäubchen auf dem Kuchen sein. Hier sind drei, die in diesem Jahr noch große Gewinner sein könnten.

Eine Geldmaschine bei 50 US-Dollar pro Barrel

Encana (WKN:798291) stellte Mitte Oktober eine Aktualisierung seines Fünfjahresplans vor. Das Unternehmen stellte fest, dass es die Kosten bis zu dem Punkt heruntergedrückt hatte, an dem es bei 50 US-Dollar noch Geld verdienen konnte. Tatsächlich könnte Encana so den Cashflow bis 2022 um 25 % pro Jahr steigern. Darüber hinaus würde der Plan in diesem Zeitraum einen kumulativen freien Cashflow von 1,5 Milliarden US-Dollar generieren.

Nach den derzeitigen Erwartungen von Encana wird das Unternehmen das gesamte Geld für das Bohren neuer Bohrlöcher verbrauchen, wenn der Ölpreis durchschnittlich 50 US-Dollar pro Barrel beträgt. Damit würde das Unternehmen aber bis 2019 einen freien Cashflow generieren. Wenn Rohöl in diesem Jahr durchschnittlich 53 US-Dollar pro Barrel kosten wird, dann würde Encana damit beginnen, ein Jahr früher als erwartet überschüssiges Geld zu generieren. Das könnte es dem Unternehmen ermöglichen, mehr Geld an die die Investoren zurückzugeben, indem es seine Dividende erhöht oder Aktien zurückkauft.

Schnelles Wachstum

Anadarko Petroleum (WKN:871766) verkündete Mitte November seinen Haushalt 2018. Das Unternehmen erwartet, dass es 4,2 bis 4,6 Milliarden US-Dollar für neue Bohrungen und den Ausbau seiner Midstream-Infrastruktur ausgeben wird, was ein Wachstum der Ölproduktion von 14 % im Jahr 2018 bedeuten würde. Außerdem sagte das Unternehmen, dass es diesen Plan innerhalb des Cashflows bei 50 US-Dollar Öl finanzieren könnte.

Angesichts dieses Niveaus bemerkte Anadarko, dass dieser Plan 2018 zu aktuellen Ölpreisen einen freien Cashflow von mehr als 700 Millionen US-Dollar generieren könnte. Damit hätte das Unternehmen potenziell mehr Geld für die Investoren als im Rahmen seines geplanten Aktienrückkaufprogramms in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar vorgesehen.

Eine ausgewogene Mischung aus Cash-Renditen und Wachstum

ConocoPhillips (WKN:575302) hat im vergangenen Oktober seinen dreijährigen Betriebsplan bekannt gegeben. Der US-Ölgigant gab an, dass er bis 2020 voraussichtlich etwa 5,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr ausgeben wird, was eine jährliche Wachstumsrate von 5 % der Gesamtproduktion bei gleichzeitiger Erhöhung des Cashflows um 10 % bedeuten würde. Darüber hinaus stellte das Unternehmen fest, dass es dieses Wachstum erreichen könnte, obwohl es gleichzeitig den Investoren beträchtliche Barmittel zurückerstattet und seine Bilanz verbessert. Tatsächlich deutete ConocoPhillips an, dass es seine Dividende erhöhen und jedes Jahr für 1,5 Milliarden US-Dollar Aktien zurückkaufen könnte, während es gleichzeitig die Schulden um 5 Milliarden US-Dollar reduziert, solange das Öl durchschnittlich 50 US-Dollar pro Barrel kostet. Darüber hinaus würde es  das Jahr 2020 mit 5,4 Milliarden US-Dollar in bar beenden, was zum großen Teil auf die im Jahr 2017 abgeschlossenen Anlagenverkäufe zurückzuführen ist.

Wenn die Ölpreise über diesem Niveau liegen, würde ConocoPhillips noch mehr Geld generieren. Das würde es dem Unternehmen ermöglichen, sein Schuldenreduzierungsziel noch früher zu erreichen und könnte es dazu veranlassen, weitere Aktien zurückzukaufen, da es sich zum Ziel gesetzt hat, jährlich 20 % bis 30 % seines Cashflows an die Investoren zurückzugeben.

Erfolgreich,  selbst wenn die die Analysten Recht haben

Viele Analysten glauben nicht, dass die höheren Ölpreise dauerhaft sein werden, und einige erwarten, dass Öl Anfang 2018 einige seiner Gewinne zurückgeben wird, da die Produktion die Nachfrage übertrifft. Das heißt, selbst wenn das Öl wieder unter 50 US-Dollar fällt, ist das genug, damit Encana, Anadarko und ConocoPhillips starke Wachstumsraten generieren. Als Folge davon könnten diese Produzenten ihr überschüssiges Bargeld verwenden, um im nächsten Jahr jede Menge Aktien zurückzukaufen, was sie 2018 zu großen Gewinnern machen könnte.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Matthew DiLallo auf Englisch verfasst und wurde am 2.1.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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