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Apple ist führend bei der künstlichen Intelligenz offline

Foto: The Motley Fool

Wenn es um die Unternehmen geht, die bei der künstlichen Intelligenz (KI) führend sind, dann ist Apple (WKN:865985) schon immer so etwas wie ein schwarzes Schaf gewesen. Führende Unternehmen wie Alphabet (WKN:A14Y6H), Amazon (WKN:906866) und Microsoft (WKN:850747) haben ihre Daten in der Cloud, was zu KI-Systemen geführt hat, die dank des ständigen Stromes neuer Daten schneller lernen konnten.

Apple hat sich mehr auf die Privatsphäre der Nutzer konzentriert und einen anderen Weg eingeschlagen. Das Unternehmen hat die differenzierte Privatsphäre genutzt, eine Technik, die in der Lage ist, Trends zu erkennen, ohne personenbezogene Daten zu übermitteln. Dies wird dadurch erreicht, dass die auf den einzelnen Geräten enthaltenen Informationen um digitales „Rauschen“ ergänzt werden, wodurch die Daten des Nutzers geschützt werden und nur die Trends gesammelt und übertragen werden. Dank diesem Ansatz hat das Unternehmen wichtige Fortschritte erzielt und Apple ist jetzt bereit, die Früchte zu ernten.

Der Standardansatz

Deep Learning ist die Technologie, die das Herzstück der KI-Revolution bildet. Es ist eine Technik, die ein neuronales Netzwerk verwendet, ein Computermodell, das auf der Struktur des menschlichen Gehirns basiert und versucht, unsere menschliche Lernfähigkeit nachzuahmen. Es wird gelehrt, Muster zu erkennen, die andernfalls übersehen werden könnten. Durch die Verarbeitung all dieser Daten in der Cloud haben viele Technologieunternehmen die Schulung ihrer KI-Systeme beschleunigt und ihnen damit einen entscheidenden Vorteil verschafft.

Abgesehen von den offensichtlichen Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre ist einer der Nachteile dieses Prozesses, dass die Geräte nutzlos oder ineffizient sein könnten, wenn sie von ihrem „Gehirn“ im Rechenzentrum, das Tausende von Kilometern entfernt liegen könnte, getrennt wurden. Dies führte zu Einschränkungen in Fällen, in denen die Konnektivität eingeschränkt oder gar nicht vorhanden war.

Der Apple-Weg

Durch die Fokussierung auf die Privatsphäre der Nutzer war Apple gezwungen, in einem bestimmten Bereich der Technologie innovativ zu sein. Das Unternehmen hat sich auf At-the-edge- oder On-Device-Computing konzentriert, wodurch die KI-Funktionen von der Cloud auf das Gerät selbst verlagert werden und die KI offline genutzt werden kann.

Mit der Veröffentlichung des iPhone 8 und des iPhone X hat sich Apple einen Vorteil verschafft und einen A11 Bionic Chip mit eigener neuronaler Engine entwickelt, den Apple als „den leistungsstärksten und intelligentesten Chip aller Zeiten in einem Smartphone“ bezeichnete. Dieser AI-Chip hat „ein Sechskern-CPU-Design mit zwei Performance-Cores, die 25 % schneller sind, und vier Effizienzkernen, die 70 % schneller sind“. Sein führender „Performance-Controller“ kann alle sechs Kerne gleichzeitig nutzen. Apple sagt, dass der Chip speziell für Algorithmen des maschinellen Lernens entwickelt wurde.

Apple hat auch das Core ML Framework mit seinem iOS 11 Software-Update veröffentlicht. Dies gab den Entwicklern die Möglichkeit, auf den A11-Chip für bestimmte Funktionen des maschinellen Lernens zuzugreifen und KI-Funktionen in ihre Anwendungen zu integrieren, ohne dass die Daten jemals das Telefon verlassen. Während der Apple Telefonkonferenz im August sagte CEO Tim Cook:

Mit iOS 11 stellen wir allen Apple-Entwicklern mit Core ML die Leistungsfähigkeit des maschinellen Lernens zur Verfügung und ermöglichen Funktionen wie Raumerkennung, Objektverfolgung und Spracherkennung. Core ML ermöglicht es den Entwicklern, Technologien des maschinellen Lernens in ihre Anwendungen zu integrieren, wobei die gesamte Verarbeitung direkt auf dem Gerät erfolgt, sodass die Daten und die Privatsphäre unserer Kunden gewahrt bleiben.

Einen Schritt voraus

Die Möglichkeit, Daten lokal zu verarbeiten und gleichzeitig personenbezogene Daten zu schützen, bietet erhebliche Vorteile. Die Befürworter von Datenschutzrechten und die Regulierungsbehörden in den USA und im Ausland fordern strengere Kontrollen und einen besseren Einblick in die Daten, die an die Cloud gesendet werden.

Unternehmen wie Google und Amazon könnten im Zentrum eines potenziellen Feuersturms stehen, wenn die gesammelten Daten durchsickern, in falsche Hände geraten oder Dritten zugänglich gemacht werden.

Mit seinem langjährigen Schwerpunkt auf dem Schutz der Privatsphäre und der Daten der Nutzer hat Apple die Führungsrolle im Bereich der Offline-KI übernommen. Vielleicht war es ja doch nicht unbeabsichtigt.

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John Mackey, CEO von Whole Foods Market, einer Tochtergesellschaft von Amazon, ist Mitglied des Board of Directors von The Motley Fool. Suzanne Frey, eine Führungskraft bei Alphabet, ist Mitglied des Board of Directors von The Motley Fool. Teresa Kersten ist Mitarbeiterin von LinkedIn und Mitglied des Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn ist ein Tochterunternehmen von Microsoft.

The Motley Fool besitzt Aktien von Alphabet (A- und C-Aktien), Amazon und Apple und empfiehlt diese. 

The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $55 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Danny Vena auf Englisch verfasst und am 27.12.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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