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Aktien im Rückblick: DAX bleibt auch 2017 auf Gewinnkurs

Foto: Getty Images

In der letzten Woche des Jahres 2017 fiel der DAX bei geringen Umsätzen wieder unter 13.000 Punkte. Marktbeobachter begründeten das Minus mit dem steigenden Euro-Kurs, der sich am Freitag in Richtung auf 1,20 US-Dollar zubewegte.

Trotzdem können wir auf ein gutes Börsenjahr zurückblicken. Der deutsche Leitindex hatte am ersten Handelstag des Januars beim Stand von 11.598 Zählern geschlossen. Am letzten Handelstag notierte der DAX über 1.300 Punkte höher – trotz Trump, Brexit und all der großen und kleinen Katastrophen, die sich in den vergangenen zwölf Monaten ereignet haben.

Was passierte an der Frankfurter Börse?

Am deutschen Aktienmarkt ist in der letzten, verkürzten Handelswoche des Jahres 2017 nur wenig Berichtenswertes passiert. Die meisten Markteilnehmer hatten ihre Bücher bereits geschlossen und waren in den Skiurlaub verschwunden. Kein Wunder also, dass die Umsätze nur gering waren und keine große Kauflaune aufkam. Der DAX (WKN:846900), der am Mittwochmorgen noch leicht zulegen konnte, gab am Nachmittag seine Gewinne wieder ab und ging fast unverändert beim Stand von 13.070 Zählern in den Feierabend.

Interessantes hatten zwei deutsche Automobilkonzerne zu berichten: Da sie in den Vereinigten Staaten stark engagiert sind, wirkt sich die jüngst beschlossene US-Steuerreform positiv auf ihre Zahlenwerke aus. Das Management von BMW (WKN:519000) teilte mit, man erwarte im kommenden Jahr wegen der Steuererleichterungen einen um rund 1,5 Milliarden Euro höheren Nettogewinn. Daimler (WKN:710000) geht von einem Sonderertrag von rund einer Milliarde Euro aus. Auf die Aktienkurse der Unternehmen hatte dies allerdings keinen großen Einfluss. Beide Papiere gaben ihre anfänglichen Kursgewinne wieder ab und schlossen sogar leicht im Minus.

Am Donnerstag verdarb wieder einmal der anziehende Euro den Börsianern die Laune. Der Kurs der Gemeinschaftswährung kletterte am Nachmittag auf über 1,19 US-Dollar und erreichte ein neues Vierwochenhoch. Die Folge: Der deutsche Leitindex büßte 0,7 % auf 12.979 Punkte ein. An die DAX-Spitze setzte sich die Aktie von HeidelbergCement (WKN:604700), die sich gegen den Trend um 1,1 % verteuerte.

Dass die Reaktion der Börse auf Unternehmensnachrichten manchmal sehr zynisch anmuten kann, zeigte sich bei den im MDAX (WKN:846741) gelisteten Papieren von Ceconomy (WKN:725750). Nach der Meldung, dass der Mitgründer der Händlerkette „Media Markt“, Gottfied Kellerhals verstorben sei, zogen die Anteilscheine des Elektronikhändlers um 4 % an. Hinter dem Kursanstieg steckt jedoch eine gewisse Logik: Kellerhals, mit dessen Anteilen an der Media-Saturn-Gruppe weitgehende Mitspracherechte bei der Unternehmenspolitik verbunden waren, hatte einen jahrelangen Machtkampf mit dem Management der Metro (WKN:BFB001) ausgetragen. Dieser hatte letztendlich auch zur Ausgliederung der Media-Saturn-Gruppe aus dem Groß- und Einzelhandelskonzern und dem damit verbundenen Ceconomy-Börsengang beigetragen. Nun bestehe die Hoffnung, dass der Konflikt mit Kellerhals’ Erben beigelegt werden könne, hieß es.

Am Freitag sah es wegen des weiter steigenden Euro-Kurses bis zum Nachmittag nicht so aus, als könne der DAX am letzten Handelstag des Jahres die „psychologisch wichtige“ 13.000er-Marke wieder überspringen. Um 16:20 Uhr zeigte der Index ein Minus von 0,5 %. Langfristig orientierte Anleger werden das sicher verschmerzen können, weil auf Jahressicht ein deutliches Plus verbleibt.

Was steht Anfang der kommenden Woche an?

Am Montag (01.01.) bleiben die Börsen wegen des Neujahrsfeiertags weltweit geschlossen. Wer nicht zu verkatert ist, hat also noch einmal Zeit, sich darauf zu besinnen, dass es wichtigere Dinge gibt als Kursgewinne: zum Beispiel Glück und Gesundheit im Jahr 2018.

Früh am Morgen liefert am Dienstag (02.01.) der Dezember-Wert des chinesischen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe einen Hinweis auf den Zustand der Konjunktur im Reich der Mitte. Auch für Deutschland, die Euro-Zone und die USA werden im Laufe des Tages die Dezember-Werte der Einkaufsmanagerindizes für die Industrie veröffentlicht.

Wir wünschen den Lesern des Motley Fool einen guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für 2018!

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Winfried Rauter besitzt keine der im Text genannten Aktien. The Motley Fool empfiehlt BMW und Daimler.

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