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Wie viel Geld wird Apple nach dem neuen Steuerrecht in die USA zurückbringen?

Foto: The Motley Fool

Es ist offiziell: Präsident Trump hat jetzt das republikanische Steuergesetz unterzeichnet. Was Apple (WKN:865985) anbelangt, so war einer der wichtigsten Aspekte des Gesetzentwurfs immer die Rückführungsversteuerung. Mit massiven 252,3 Milliarden US-Dollar im Ausland würde Apple zu den größten Nutznießern günstiger Rückführungsssteuern gehören. Die endgültige Gesetzesvorlage sah eine einmalige Rückführungssteuer von 15,5 % für ausländisches Mittel vor, die sich leicht von den 14 % bis 14,5 % früherer Versionen erhöhte.

Das ist ein deutlich niedrigerer Satz als die 35 %, die Apple zuvor im Rahmen des amerikanischen Steuersystems hätte zahlen müssen, und im Einklang mit dem, was CEO Tim Cook als „angemessen“ ansieht. In einem Interview mit Bloomberg Businessweek im Juni schlug Cook vor, dass 15 % bis 20 % vernünftig wären.

Und weiter?

Da die Gesetzesvorlage erst am 22. Dezember in Kraft getreten ist, wird Apple nun darüber nachdenken, wie viel es rückführen will. Der langjährige Apple-Analyst Gene Munster hat ein paar Mutmaßungen angestellt, und erwartet, dass der Mac-Hersteller 214 Milliarden US-Dollar mit 15,5 % repatriiert. Sobald dieses Geld nach Hause gebracht wird, wird Apple wahrscheinlich das meiste davon in Richtung seines aggressiven Kapitalrückgabeprogramms verteilen.

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Apple seine Strategie für Fusionen und Übernahmen ändern wird, meint Munster. Das Unternehmen wird sich wahrscheinlich immer noch auf Übernahmen konzentrieren, die 1 Milliarde US-Dollar oder weniger kosten und sich um Technologien drehen, die Apple in zukünftige Produkte integrieren kann.

Tim Cook hat bei einigen Gelegenheiten in den letzten Jahren gesagt, daß Apple bereit ist auch große Unternehmen zu kaufen, wenn alles passt. Bisher hat Apple aber noch nie mehr als die 3 Milliarden US-Dollar für Beats im Jahr 2014 augegeben. Das Unternehmen hat vor kurzem bestätigt, dass es Anfang des Monats den Musikdienst Shazam erworben hat, der Gerüchten zufolge rund 400 Millionen US-Dollar kosten soll (Apple hat den Preis nicht öffentlich bestätigt, könnte aber in seinem nächsten 10-Q einige Details bekanntgeben).

Die Anleger werden es in wenigen Monaten mit Sicherheit wissen.

Munster glaubt, dass Apple sein Aktienrückkaufprogramm um 69 Milliarden US-Dollar erweitern wird — zusätzlich zu den 166 Milliarden, die Apple bis zum dritten Quartal 2017 zurückgekauft hat. Der Mac-Hersteller könnte auch seine Dividende 2018 stärker erhöhen als in den Vorjahren und damit seine Ausschüttung um 15 % erhöhen. Apple erhöhte seine Dividende um 10 % im Jahr 2016 und 10,5 % im Jahr 2017 und aktualisiert sein Kapitalrückführungsprogramm jedes Jahr im April oder Mai, wenn es die Ergebnisse des zweiten Quartals meldet.

Apple könnte theoretisch seine Schulden zurückzahlen, um die Zinsausgaben zu eliminieren, aber Munster glaubt, dass das Unternehmen einfach seine bestehende Schuldenlast von rund 104 Milliarden US-Dollar aufrechterhalten wird. Das Unternehmen würde dann wahrscheinlich keine Schulden mehr aufnehmen müssen, um sein Kapitalrückführungsprogramm in den nächsten drei Jahren zu finanzieren.

Das Kapitalrückführungsprogramm von Apple war in den letzten Jahren ziemlich vorhersehbar. Apple hat das Programm jährlich erhöht und mehr von seinen eigenen Aktien zurückgekauft. Der kommende Quartalsbericht (nachdem Apple ein paar Monate Zeit hatte, um über seine Optionen nachzudenken) wird daher eine große Sache sein.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Apple. The Motley Fool besitzt die folgenden Optionen: Long Januar 2020 $150 Calls auf Apple, Short Januar 2020 $155 Calls auf Apple.

Dieser Artikel wurde von Evan Niu auf Englisch verfasst und am 22.12.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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