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US-Unternehmen verkauften 2017 Waffen im Wert von mehr als 40 Milliarden US-Dollar

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Die amerikanischen Rüstungsunternehmen waren 2017 im Ausland sehr erfolgreich. Das ist ein Fortschritt, da man über den Kernbereich des Pentagon hinaus diversifizieren möchte. Die amerikanischen Unternehmen verkauften Waffen im Wert von 41,93 Milliarden US-Dollar während des kürzlich abgeschlossenen Geschäftsjahres 2017, was einem Anstieg von 24,8 % gegenüber dem Vorjahreswert von 33,6 Milliarden US-Dollar entspricht.

Die Defense Security Cooperation Agency (DSCA) sagte, dass die Verkäufe von 32,02 Milliarden US-Dollar von den Partnernationen, 6,04 Milliarden US-Dollar vom Außenministerium und 3,87 Milliarden US-Dollar vom Verteidigungsministeriums finanziert wurden. In dieser Rechnung sind nur tatsächliche Kaufverträge enthalten, jedoch nicht die vorläufigen Vereinbarungen, die noch zur Genehmigung anstehen. Da diese Zahlen aber tendenziell steigen, ist man optimistisch, dass das Geschäftsjahr 2018 gut anlaufen wird.

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In den letzten Wochen hat Raytheon (WKN:785159) zum Beispiel Zusagen aus Rumänien und Schweden zum Kauf seines Raketenabwehrsystems Patriot erhalten. Lockheed Martin (WKN:894648) kündigte unterdessen ein eigenes Abkommen mit Rumänien über die PAC-3-Rakete an.

T. Gen. Charles Hooper, Direktor der DSCA, sagte in einer Erklärung, dass der positive Verkaufstrend „nicht überraschend“ sei, wenn man die militärische Expertise der Nation bedenkt. „Wir liefern nicht nur die effektivsten Verteidigungssysteme an unsere Partner, sondern wir stellen auch ein Gesamtpaket“ zur Verfügung, das Training, Wartung und Instandhaltung beinhaltet.“, sagte Hooper.

Obwohl die Vereinigten Staaten bei Weitem die größten Militärausgaben der Welt haben – im Jahr 2016 gab der Staat 611 von den 1,686 Billionen US-Dollar weltweit laut Daten des Stockholm International Peace Research Institute aus – haben einheimische Auftragnehmer zunehmend nach Wachstum im Ausland gesucht. Das jahrelange Ringen in Washington um den Verteidigungsetat haben das Budget des Pentagons eingefroren und einige Programme verzögert. Die GEsamtausgaben sind gegenüber den 758,9 Milliarden US-Dollar, die 2010 ausgegeben wurden, stark gesunken, laut Daten des SIPRI.

Der CEO von Lockheed, Marillyn A. Hewson, erwähnte im dritten Quartal die Bedeutung der Auslandsumsätze als Antwort auf die Frage nach der Unsicherheit um das US-Budget. „Wir sind für unser zukünftiges Wachstum nicht völlig abhängig vom Budget der US-Regierung“, sagte sie.

Raytheon ist der aktivste Anbieter im Ausland, wobei etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes auf internationale Kunden entfällt. Lockheed Martin, Northrop Grumman (WKN:851915) und General Dynamics (WKN:851143) erweitern ebenfalls ihren Kundenkreis.

Der Etat des Pentagon soll dieses Jahr erhöht werden, wenn das Weiße Haus und beide Kammern des Kongresses die Zahlen des Jahres 2017 vorliegen haben. Die Aktienkurse aller vier großen Verteidigungsunternehmen stiegen zwischen 17 % und 32 % im bisherigen Jahresverlauf, als von Erhöhungen des Verteidigungsetats die Rede war. Es könnten aber höhere Auslandsumsätze vonnöten sein, um die optimistischen Erwartungen der Investoren zu erfüllen.

AKTIENKURSE DER GROßEN VERTEIDIGUNGSUNTERNEHMEN IM JAHRESVERGLEICH. DATEN VON Y-CHARTS.

Ein Ausgabenniveau, das sowohl das Weiße Haus als auch der Kongress wollen, würde eine Aufhebung der Obergrenzen nach dem Budgetkontrollgesetz von 2011 erfordern. Selbst wenn das genehmigt würde, würde es bedeutende Erhöhungen für Lohnerhöhungen, ein größeres Militär und andere Dinge miteinschließen.

Es gibt einige Vorbehalte gegenüber den DSCA-Zahlen, die die Investoren im Hinterkopf behalten sollten. Die Gesamtzahl der Auslandsumsätze im Jahresvergleich ist tendenziell volatil. So betrug dieser Wert beispielsweise in 2015 mehr als 47 Milliarden US-Dollar.

Noch besorgniserregender ist, dass Präsident Trump ausländische Regierungen angesprochen hat, die zu sehr von den USA abhängig sind, damit diese selbst für ihre Verteidigung zahlen. Es ist unklar, wie aggressiv das Weiße Haus vorgehen wird, wenn es die Programme des Außenministeriums und des Verteidigungsministeriums für ausländische Waffenverkäufe reduziert. Das könnte mehr als ein Fünftel der Einnahmen 2017 in Gefahr bringen.

Alles in allem ist der Auslandsumsatz kein Grund, in die Branche einzusteigen. Zumindest rechtfertigen die höheren Auslandsumsätze die hohen Bewertungen.

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The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde von Lou Whiteman  auf Englisch verfasst und wurde am 06.12.2017 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

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